Nabend,
gehts hier eigentlich noch Jemandem so, dass er gelegentlich das Gefühl hat Der da oben (in meinem Fall eh eher Der da unten) will einen beim Angeln einfach nur verarschen, man steht im Wald und will eigentlich einfach nur noch "so eine verdammte Sch***e" schreien?
Nee?
Also mir gehts bestimmt mehrmals im Jahr so, zuletzt gerade heute mittag

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Aber schön der Reihe nach. Eigentlich wars Wetter hier heute ziemlich mies, windig ohne Ende und ständige Schauer. Andererseits hatte ich da die zwei neuen, toll aussehenden Wobbler von
@waldgeist hier rumliegen und war schon ewig nicht mehr in der Bach. Die Wobbler hatte ich letztens mal im Boot mit an den Baggersee genommen, aber nur um mir den Lauf anzusehen und wie schnell die absinken, hatte die auch nur 5-6 Würfe im Snap, mir war die Gefahr zu groß, dass die mir ein Hecht zerbeisst.
Heute morgen dann also Wathose, Forellenkescher, Tsurinoya Dragon, Rucksäckchen und natürlich auch die zwei Wobbler ins Auto geschmissen und nachm Mittagessen bei meiner ausm Urlaub zurückgekehrten Mutter an "meine" Forellenbach weitergefahren.
Hatte mir überlegt, den Streckenabschnitt oberhalb des Dorfs bis ans Streckenende im Wald abzulaufen, da hats zwar, da dort kein Besatz gemacht wird, eher kleinere Fische, aber auch viele und es wird wenig dort geangelt. Bei leichtem Nieselregen geparkt, ausgestiegen und umgezogen. Ich entschied mich wegen des bedeckten Wetters für das "buntere" Model mit dem Neonrücken, in nem ganz flachen Bereich gings in die Bach rein und ich hatte ungelogen auf die ersten 4 Würfe 6 oder 7 Kontakte. Blieb aber nur bei Wurf zwei ne Mittlere hängen.
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Mir fiel auf das der Wobbler insbesondere gegen die Strömiung extrem nice lief und lieferte, mit ihr wars aber auch ok. Ich bevorzuge es gegen die Strömung zu waten und die Wobbler mit der Strömung einzukurbeln, da tun sich alle "unbauchigen" Wobbler etwas schwer. Nach den ersten Kontakten losmarschiert und ich hatte wirklich viele weitere Kontakte, logischerweise nicht an allen Stellen, aber doch überdurchschnittlich viele. Aber die "Aussteigerquote" war mir wegen Single-Schonhaken deutlich zu hoch, es blieb nicht mal jeder 10 Fisch lang genug hängen um ihn zu keschern bzw. abködern zu müssen. Die (seltenen) Fische die ich in den Kescher bekam schüttelten sich auch sofort frei. Ich lief also gut 4 Stunden sicherlich 2 km die Bach hoch, tauschte den Wobbler dabei nur einmal kurz aus, um zu sehen ob einer meiner "Standards" auch liefern würde, tat er, wechselte dann aber zurück. Aus Frustration über die vielen Aussteiger versuchte ich mich zwischendurch auch mal an nem anderen Ziel.....
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Einmal blieb mir fast das Herz stehen, der Bach ist extrem überwachsen und es liegen viele Bäume drin, ich warf in nen Strauch, zuppelte an der Rute rum um den Wobbler zu lösen und die Hautschnur riss mir. Glücklicherweise blieb das Teil aber im Baum hängen und ich konnte es mir wieder abpflücken.
Ich kam ans Ende der Strecke, was ein seitlich einströmender Bach bildet, der ne tiefe Kuhle bzw, Gumpen ausgeschwemmt hat. Bis dahin hatte ich Kontakt mit mindestens 7 besseren Fischen (auf dem Streckenabschnitt sind das Ü35er für mich) und nicht eine davon blieb lange genug hängen, alle bockten ab oder entkamen durch nen Sprung oder sobald mal für nen Nanosekunde der Kontakt abriss. Sobald ich nicht mehr Ultraspannung auf der Schnur hatte hielten die Einzel-Schonhaken die Fische nicht mehr. Das nervte dann schon etwas. Nahm mir vor, zuhause die Wobbler zumindest hinten umgehend auf Drillinge umzurüsten. Die Strecke im Wald, auf der ich nun unterwegs war, war ich seit über nem Jahr nicht mehr gelaufen. Vor mir lag wieder ein Baum über den Bach. Mit etwas zu viel Schwung geworfen und sauber den Wobbler in dem Baum versenkt. Gezuppelt, nix zu machen. Mist. Vorgelaufen und dann erst gesehen.... verfluchter MIst, das Drecksding liegt genau quer am Seiteneinlauf, über der ausgespülten Stelle, wos sicherlich Ü2m hat. Scheeeeeisse. Weitergezupppelt, keine Chance den Wobbler freizubekommen, ich sah zwar Tauchschauffel, kam aber in der Wathose nicht dran. Mist! Also das handmade Teil lass ich da sicher nicht hängen.... ich hatte schon alles was nicht nass werden darf am Ufer abgelegt und bereitete mioch geistig auf ne Kletter- oder Schwimmsession im Bach vor. Da fand ich nen extrem langen Ast. Den Wobbler paar mal angestoßen und siehe da, ich bekam ihn doch ohne nass zu werden frei. Sauber.
Ende der Strecke, inzwischen auch schon 20 Uhr, 50m abwärts ist ne gute Stelle zum rausklettern (der Bach ist da tief eingeschnitten).
Komm, machst noch n paar Würfe beim flussabwärts laufen. Erster Wurf von seitlich am Gumpen weit abwärts, beim hochkurbeln sah ich gerade den Neonrücken auf mich zuzuckeln, als plötzlich n Riesenschatten dahinter auftaucht, ich seh noch n aufgerissenenes, weißes Maul, rumms, Rücken weg.
N Entenschnabel, gut 75-80 cm, hat gerade vor meinen Augen
@waldgeist frisch geretteten Wobbler weginhaliert.......

. Fuuuck, das darf doch nicht wahr sein, so eine Scheisse! Ich hab seit 5 Jahren keinen Hecht mehr in der Bach gehabt, noch nie gehört das da im Wald überhaupt mal einer steht und jetzt haut der mir in einem der letzten Würfe auf das kleine Wobblerchen drauf! An ner Stelle, wo ich vorher sicher 15 Minuten lang rumgetanzt bin um den Köder zu retten. Hat das Riesenvieh offensichtlich keineswegs gestört, auch nicht das ichj beim hochlaufen wohl an dem vorbeigelatscht bin! Ausgerechnet der kriegt den Haken aber nicht ab, und ich steh da, mit 23er Fluo und 0,06er Hauptschnur. Ich justier direkt die Bremse nach und drill bzw. ziehe den Fisch langsam in meine Richtung. Der merkt die erste halbe MInute erstmal gar nicht das da was nicht stimmt, bis er mich bemerkt und anfängt zu bocken und 2-3 Fluchten hinlegt. Ich seh auch null wo der Wobbler hängt, meine Nervern tanzen Samba. Nach weiteren 1-2 Minuten tanz in der Bachmitte erster Kescherversuch mit dem kleinen Netzchen, bis ich das hochbekomme ballert der Hecht schon wieder raus. Zweiter Versuch, Entnenschnabel voran, jepp, Fisch ist drin

, so halb zumindest. Mehr passt einfach nicht rein. Ich heb den Kescher ca, nen halben Meter hoch, der Hecht macht nen tollen Katzenbuckel und kataultiert sich förmlich aus meinem flachen Gumminetz raus. Scheisse! Ich will wieder anfangen Kontakt aufzunehmen, bemerke aber sofort beim Versuch Spannung aufzunehmen, dass sich bei dem Sprung wohl das Fluo oben um das Spitzenteil gewickelt hat. Verzweifelt drehe ich die Rute, sehe leider nicht genau wie die verwickelt ist. Pikie realisiert, dass er sich wieder in seinem Element befindet, ballert nochmal flussaufwärts in den Gumpen rein, und "natürlich" Peng" Fluo kurz vorm Verbindungsknoten durch.
Ich stehe konstantiert da. Hecht weg, aber noch viel schlimmer, Wobbler auch. ALTER!!!! Was für eine Riesenscheisse war das da den gerade bitte?????
Im NIeselregen lauf ich die Strecke zurück zu meiner Karre. Bin gerade reichlich bedient mit Angeln.....
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Zwei schöne Wobblerchen, die nahm Ronnie mit zur Forellenjagd an die Bach,
den einen hat sich Esox geschnappt, jetzt hat er nur noch einen

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PS: Eventuell versuch ich demnächst mal ne Runde zwei, ich weiß ja wo das Vieh scheinbar wohnt, dann aber mit Stahl und nem anderen Kescher......