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Schicksal

Dr. Jerkl & Mr. Bait
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Es bestreitet ja auch keiner, dass die Gliss nicht weiterentwickelt wird,
aber hier geht es um Erfahrungen mit der Schnur und die ist in der derzeitigen Version nicht i.O.
Jeder findet sie leise, dünn, Tragkraft OK, aber Haltbarkeit und damit verbundener Köderverlust,
gepiercte Fische im Gewässer ist einfach schlecht. Da bringt mir die Schnur auch nichts,
wenn ich diese günstig oder geschenkt bekomme.

Nichts für ungut, aber darum ging es doch bei der Aktion. Niemand (nahezu keiner) hat etwas ohne Hintergedanken
zu verschenken, daher sollte man auch so fair sein und die Erfahrung hier mitteilen.
Nun weiß WFT (hoffentlich) dass es ein Kriterium gibt für das es Handlungsbedarf gibt, da ihre Schnur sonst leider ein Ladenhüter wird.
 

Schicksal

Dr. Jerkl & Mr. Bait
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Ach komm schon. Was reift denn nicht beim Kunden?
Schnur ist Verbrauchsmaterial. Bei einer Rolle oder Rute würde ich auch einen Hals bekommen, aber wird es sicher auch schon gegeben haben.
 

Paffi

Dr. Jerkl & Mr. Bait
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am Wasser
Naja die Unternehmen bringen keine Produkte auf den Markt, damit Kunden rausfinden wie schlecht sie sind.

Michelin bringt auch keine Reifen auf den Markt, die nach 10tkm abgefahren sind.

Aber man kann sie nach 10tkm abfahren. Kommt nur darauf an wie [emoji6]
 

WM76

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Hin oder her, aber die Haltbarkeit der Gliss ist schlicht und einfach unter aller Sau. Ein Paar Tage Spinnfischen reichen damit die Versiegelung der Schnur überall aufgeht und die Schnur an vielen Stellen ausfranst. Die Folge ist ein starker Tragkraftverlust. Hatte auch schon diverse Abrisse von teuren Ködern und gehe jetzt wieder zu Daiwa 8Braid zurück. Gliss ist eine Schnur mit sonst tollen Eigenschaften, aber leider keine Schnur, die man auf eine einsame Insel mitnehmen sollte :neutral:
 

Fr33

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Mal was anderes.... ich hab ja täglich Garnen (zwar meist aus PTFE) usw. zu tun. Hier wurde eingeworfen, dass die Gliss ja schön günstig ist. Das ist aber nur ein Resultat aus der Fertigung. Parallele Fasern sind einfacher zu einem Garn (mit Hilfe einer Versiegung) herzustellen, als ein 8fach Geflecht. Zudem braucht es beim Twisten einfach ein vielfaches mehr an Zeit bis man die gleiche Menge hat ....
 

- Boris -

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Vielleicht hilft bei Spliss ja auch das neue Gliss Kur Hair Repair von Schwartzkopff.

Wer macht den Alphatest?!
 

Saturday

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Off-Topic:

[...] Auch hatte ich keine Probleme mit dem FG Knoten.

Ich verwende den FG Knoten sehr gern zwischen Geflecht und "Schlagschnur". Bisher jedoch lediglich ab Fluorocarbon-Stärken von ca. 0,25er aufwärts, weil ich bei dünnerem FC die auf das Geflecht "überspringenden" Kreuzwicklungen nicht sauber hinbekomme.

Hättest du da evtl. einen Tipp für mich?
 

WM76

Master-Caster
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Ich binde den FG-Knoten folgendermaßen: Halte das Endstück der Geflochtenen im Mund (z.B. umwickelt in ein Stück Papier) und die Rolle mit den Füssen/Knien und bringe die Schnur richtig auf Spannung (sehr wichtig!). Dann mache ich mit den Händen die gewünschte Anzahl der Wicklungen (dabei ziehe ich das FC nach jeder Umwicklung gerade!), halte den noch ungesicherten Knoten mit den Fingern, wechsle die Spannung nun auf das FC und sichere den Knoten mit ein paar Halbschlägen.

Dadurch, dass Du beim Binden ständig Spannung hälst, muss der Knoten am Ende nicht zugezogen werden und hält Bombe. Beim Hänger reißt immer das FC am Snap bei richtiger Dimensionierung. Die niedrigste Stärke, die ich bisher regelmäßig gebunden habe war eine 6 lb Small Game PE (hauchdünner Faden!) an 0,18er FC. War kein Problem. Musst nur ein wenig aufpassen mit der Spannung beim Binden bei diesen Stärken, da die PE schnell das FC durchschneiden kann!
 

dietmar

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Hi,

die Gliss ist meine Winterschnur. Im Winter kommt sie auch die Hechtmultirolle. Da so gut wie kein Wasser an der Schnur hängen bleibt, bleibt die Hand beim Fischen trocken. Nach dem Angeln werden die ersten 2-3 m abgeschnitten. Leider gibt es die Schnur nicht in 25 oder 30 kg. Wer eine Weitenschnur braucht, fährt mit der Gliss auch nicht schlecht. Die Schnur ist ein Spezialfall mit programmiertem Verschleiss.
 

Saturday

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Ich binde den FG-Knoten folgendermaßen: Halte das Endstück der Geflochtenen im Mund (z.B. umwickelt in ein Stück Papier) und die Rolle mit den Füssen/Knien und bringe die Schnur richtig auf Spannung (sehr wichtig!). Dann mache ich mit den Händen die gewünschte Anzahl der Wicklungen (dabei ziehe ich das FC nach jeder Umwicklung gerade!), halte den noch ungesicherten Knoten mit den Fingern, wechsle die Spannung nun auf das FC und sichere den Knoten mit ein paar Halbschlägen.

Vielen lieben Dank für diese ausführliche Erläuterung! Jetzt klappt's auch bei mir optimal :)

Ich hatte den Knoten ursprünglich auf Dr.Catch.com gelernt und ihn mit der dort beschriebenen Bindeweise gebunden. Leider werden da immer gleich zwei Kreuzwicklungen in einem Schritt durchgeführt, ohne zwischenzeitliches Strammziehen der Schnüre.

Im folgenden Video wird deine Bindeweise gezeigt, WM76, & die ist echt einwandfrei:

Letzte Off-Topic-Nerverei von mir in diesem Thread:
Fliegt der FG-Knoten besser durch die Ringe als ein Slim Beauty? Und wie ist es anders herum, wenn er doch mal (z. B. aufgrund eines überlangen Leaders für scheue Forellen) durch alle Ringe hindurch auf die Rolle gezogen werden muss? Welcher Knoten ist da zu bevorzugen? Kann man generell einen einzigen Knoten für alle Typen von Haupt- und Schlagschnüren verwenden, oder sollten sehr glatte Schnüre (z. B. Thermofusionsschnüre oder zwölffach Geflochtene) anders geknotet werden, als Schnüre die mehr Reibungswiderstand bieten (z. B. achtfach Geflochtene)?
 
D

defektzero

Gast
Hallo,

ich erdreiste mich mal dieses antike Thema nochmal hoch zu holen. Ich habe einige Ruten mit Microguides und da macht Geflecht Geräusche und davon wiederum bekomme ich Ausschlag. Ich hab dann mal ne monofile Schnur drauf gemacht, aber dann ist die Rückmeldung wech. OK, bei ner Spoonrute auf Forelle ist das nicht so tragisch, aber zum feinen Spinnangeln geht das gar nicht. Von Ester-Schnur hat man mir bei meiner Angelei abgeraten und dann habe ich die Gliss entdeckt und konnte mich vor Freude kaum halten. Danach habe ich diesen Faden gelesen, was meine anfängliche Euphorie wieder etwas gedämpft hat. Und dann gab es weitere Beiträge an anderer Stelle, von Leuten, die eigentlich ganz glücklich mit der Schnur schienen.

Ich wollte mal nachhören, ob es mittlerweile neue Erfahrungen mit der Gliss gibt? Hat Man an der Schnur gearbeitet und ihr einige Kinderkrankheiten ausgetrieben? Offensichtlich gibt es keine grellen Farben mehr in den WFT Katalogen der letzten Jahre - womöglich hat man das aufgegeben?

Ich habe gelesen, die heutige Gliss sei nicht mehr ganz so glatt wie die erste Version und man könne sie besser Knoten? Bei dem derzeitigen Preis werde ich sie sowieso auch selbst mal testen. Dennoch würde ich mich über euer Feedback freuen...

Grüssle Henner
 

Saturday

BA Guru
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Ich würde an deiner Stelle nicht speziell auf die Gliss setzen, sondern alle Thermofusionsschnüre ins Auge fassen. Mit Nanofil war ich ziemlich zufrieden, Gliss ist auch in Ordnung, aber meine Nummer 1 ist die Stren Microfuse. Hatte noch keine bessere Thermoschnur, jedoch bekommt man die nicht mehr so gut. Mit Sufix Fusionsschnur und Fireline bin ich hingegen weniger zufrieden.

Aktuell teste ich die Zukibo Fire FT sowie Zukibo Ice Line, war aber in diesem Winter sehr wenig unterwegs und kann noch kaum entschiedene Aussagen treffen. Der Durchmesser der Fire FT haut schonmal ziemlich gut hin.
 

Saturday

BA Guru
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Da fällt mir auf ... die Stren ist - wie du sagst - eine Thermofusiosschnur. Also ein Geflecht, das durch eine Hitzbehandlung geglättet wurde. Die Gliss ist ein extrudiertes Monofilament - also ein einziger (nicht verflochtener) Strang.
So würde ich das nicht beschreiben bzw. klingt es für mich nicht zutreffend. Monofilament steht für einfädige Schnüre. Beides sind Polyfilamente und ich nehme an, dass die meisten Thermofusionsschnüre keine Geflechte sind, sondern nebeneinanderliegende Fäden, die durch Hitzebehandlung miteinander verbunden wurden. Hast du Informationen, dass Stren, Nanofil, Fireline und co. geflochten sind?

Die Stren kenne ich nur in weiß und sie ist auch für mich aufgrund der Verfügbarkeit keine Option mehr. Das wird bestimmt nicht besser, weil sie nicht mehr hergestellt wird. Schreib ruhig mal die Marke oder noch lieber die genaue Bezeichnung der buckligen Schnüre mit schlechter Knotenbelastbarkeit. Tests kenne ich in der Hinsicht nicht, außer Beitrag im Thema 'Börnie´s PE-Tests' https://www.barsch-alarm.de/community/threads/börnie´s-pe-tests.28561/post-1148639.

Mein persönlicher größter Kritikpunkt an Thermoschnüren ist nicht die Knotenbelastbarkeit bei Zug, sondern die Abriebsfestigkeit. Im Gegensatz zu echten Geflechten dröseln fusionierte Fasern nämlich gern auseinander und sehen dann aus wie ein Tannenbaum. Einmal über ne Steinkante gezogen, wars das dann ganz schnell mal.

Ich benutze solche Schnüre vor allem in hauchdünnen Durchmessern im Winter. Da teste ich ganz leicht händisch beim Festziehen mit, ob die Knotentragkraft ausreichend ist. Mehr als das, was ich ohne Schnittverletzungen an solchen Schnüren ziehen kann, müssen die Knoten bei meiner Nutzung auch im Wasser nicht aushalten. Aber es geht eben um den Bereich XUL bis L und die stärkste Stren die ich hatte war mit 0,06mm angegeben (real ca. 0,1mm Durchmesser).
 

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