Große/Schöne Salmoniden-Bilderthread 2026

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Pinocchio

Twitch-Titan
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Meine Frau hatte sich die Fotos von meinen letzten Angelausflügen am Bach angesehen und meinte: „Da möchte ich auch mal hin – am besten gleich morgen!“ Also: Change of plans. Und so kam es, dass ich heute ungeplant am Bach stand – und nicht erst wie ursprünglich gedacht Mitte Mai.

Der Deal: Wir machen die Tour mit dem Fahrrad – 100 km hin und zurück. Und: Catch & Cook direkt am Wasser. Was macht man nicht alles für seine Frau … und für ein paar Stunden am Bach?

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Zum Deal gehörte auch, dass wir nicht wie ich sonst schon um 05:00 Uhr losfahren, sondern erst gegen 09:00 Uhr. Also blieb genug Zeit, uns in Ruhe ein Frühstück zu machen: Eier auf gestückelten Tomaten – lecker.

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Dann ging es los. Die Fahrräder waren gepackt. Meine komplette Angelausrüstung – Wathose, Schuhe, Rute, Rolle und der ganze Rest – passte ganz gut in eine der Taschen. Also wieder minimalistisch unterwegs.

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Am Bach angekommen, habe ich ihr zuerst die Hängematte direkt am Wasser aufgestellt. Wir hatten abgemacht, dass ich für zwei Stunden fischen gehe und wir danach zwei Fische zubereiten. In der Zwischenzeit wollte sie sich etwas ausruhen und später noch Brennnesseln sammeln gehen. Wie sich herausstellte, hat sie die zwei Stunden durchgeschlafen – aber das leise Rauschen des Bachs ist auch einfach unwiderstehlich, wenn es ums Einschlafen geht.

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Wie immer zuerst ein Blick auf die Wassertemperatur – kälter als die letzten Male um diese Uhrzeit.

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So, was steht auf dem Menü? Ich habe mich für etwas entschieden, das ich sonst nur ein- bis zweimal im Jahr fische: Gummifische. Zum Einsatz kamen NAYS VNM in 5,1 und 6,9 cm an 2-g-Jighaken. Ich bin mir zwar sicher, dass Softbaits liefern, aber ich bin noch nicht besonders geübt im Umgang damit. Deshalb habe ich vorsichtshalber noch zwei mir vertraute Köder eingepackt: wieder einen Tiemco Spoon in 3,5 g und schließlich einen D-Contact in 4,5 cm von SMITH.

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Das ging schnell. Es folgten noch ein paar weitere kleine Bachforellen.

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Die mittlerweile gut bekannten Pools mit Regenbogenforellen lieferten recht schnell unser Mittagessen.

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Ich hoffe, ich verstoße damit nicht gegen die Forenregeln. Geschmeckt haben sie auf jeden Fall.

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Während meiner zweiten Angelsession war sie dann doch noch Brennnesseln sammeln – mit Erfolg.

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Die Brennnesselsuppe war sehr lecker. Und so geht ein langer und sehr schöner Tag zu Ende. Meine Beine sind mir dankbar, dass sie jetzt ruhen können.

Es ist sehr wahrscheinlich, dass ich in Zukunft nur noch mit dem Fahrrad zum Bach fahren werde. Die Strecke ist wunderschön, und das Angeln selbst bekommt für mich dadurch noch einmal eine ganz besondere Qualität. Der einzige Nachteil: Ich habe keine geeignete Reiserute. Die verwendete Tailwalk Ajist TZ ist mir mit ihren 5 g Wurfgewicht zu UL und mit 193 cm auch zu lang. Die anderen Reiseruten, die ich habe, sind noch länger und insgesamt ungeeignet für den Bach.

Deshalb wird wohl eine neue Rute fällig – falls ich nicht einschlafe, wird sie noch heute bestellt.
Tight Lines!
 

gloin

Dr. Jerkl & Mr. Bait
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Wieder ein richtig schöner Bericht @Pinocchio! Aus gegebenen Anlass: was für ein Thermometer verwendest Du da? Und kann man das auch komplett eintauchen, um bspw eine womöglich abweichende Temperatur am Grund zu messen?
 

gloin

Dr. Jerkl & Mr. Bait
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Weiterhin ganz schön zäh an meinem Hausgewässer, mehrfach geblankt, aber wenn mal eine beisst, dann …Anhang anzeigen 356052
Wahnsinn, was Du hier für Fische zeigst! Nicht, dass es wirklich eine Rolle spielt, aber aus purer Neugier gefragt: wie groß ist so eine Forelle wie die im Bild? 55 cm oder eher 60? (Falls Du die überhaupt misst)
 

Pinocchio

Twitch-Titan
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Hallo in die Runde und zunächst einmal großen Respekt an @michaZ für die Bachforellen – absolute Ausnahmefische!

Nachdem ich letzte Woche an einem für mich eher untypischen Gewässer unterwegs war – kristallklares Wasser, vom Boot aus und mit über 100 Metern Tiefe unter mir – und dort einen hart erarbeiteten Hecht fangen konnte, ging es heute wieder mit dem Fahrrad an mein vertrautes Gewässer: einen kleinen Bach. Hier ein kurzer Bericht vom heutigen Tag.

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Die Vorbereitung begann bereits gestern mit dem Backen eines Brotes. Ein ganz einfaches Rezept, das meinen Geschmack aber jedes Mal voll trifft: 10 g Hefe in 450 ml lauwarmem Wasser auflösen, dazu 600 g Roggenmehl Typ 630 sowie jeweils 10 g Salz und Zucker geben. Alles gut vermischen – nicht kneten – und anschließend für 12–16 Stunden in den Kühlschrank stellen. Danach kommt der Teig in eine Gussform: zunächst mit Deckel für 30 Minuten bei 250 °C, anschließend ohne Deckel bei 200 °C fertig backen. Und voilà – fertig ist das Brot für die heutige Jause.

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Als Nächstes noch eine kurze Vorstellung meiner neuen Travel-Rute. Bisher passte nur eine UL-Rute in meine Fahrradtasche. Da mein persönlicher Sweet Spot beim Angeln aber eher bei etwa 5–8 g Wurfgewicht liegt, habe ich mir die Major Craft FTX-50/565L bestellt. Es handelt sich um eine Switch-Rute, die sich dank eines optionalen Segments von etwa 152 cm auf ungefähr 172 cm verlängern lässt beu 2-10 g Wurfgewicht. Heute habe ich ausschließlich die kürzere Version gefischt und war wirklich sehr zufrieden damit. Es ist übrigens meine erste Major Craft, da ich sonst hauptsächlich mit Tenryu-Ruten fische.

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Ansonsten war ich wieder ziemlich minimalistisch unterwegs. Für heute hatte ich mir eine kleine Challenge vorgenommen: möglichst mit den vier handgemachten Ködern Fische zu fangen. Nach dem Foto habe ich mich dann aber doch noch entschieden, zusätzlich zwei Tiemco-Spoons einzupacken – einmal 7 g und einmal 10 g –, einfach um die neue Rute auch mit meinen Lieblingsködern testen zu können.

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Gegen 06:00 Uhr ging es los. Die Straßen waren angenehm leer, ebenso die Radwege.

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Allerdings hatte ich auf der Strecke ordentlich Gegenwind. Deshalb musste zwischendurch mehrfach „gedopt“ werden.

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Auf dem Weg begegnete ich immer wieder einigen Kanadagans-Familien.

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Nach etwa 30 Kilometern gab es dann eine kurze Pause beim „Wunschkonzert“. Die Merlin Bird ID App ist dafür wirklich eine nette Spielerei.

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So, und nach der langen Einführung ging es dann endlich ans Wasser. Die ausführliche Einleitung hatte allerdings einen Grund – das heutige Fischen war wirklich extrem zäh. In den ersten zwei Stunden hatte ich keinen einzigen Biss, keinen Nachläufer, gar nichts. Zwischendurch wechselte ich dann testweise auf die Spoons, einfach um auszuschließen, dass es an den neuen Ködern lag. Daran lag es aber offenbar nicht. Selbst an einem Hotspot, an dem ich normalerweise vier bis fünf Fischkontakte habe, blieb alles ruhig.
Dann endlich doch der erste Fisch – auf einen Köder von User @waldgeist . Etwa eine halbe Stunde später konnte ich noch eine kleine Bachforelle auf einen anderen handgemachten Köder fangen. Danach war erst einmal wieder Funkstille. Die Challange ist letzlich nicht aufgegangen. Ich konnte nur mit zwei der vier handgemachten Köder Fische fangen.
Für die letzte halbe Stunde stieg ich dann komplett auf die Spoons um. Vor allem die 7 g Variante ließ sich mit der neuen Rute wirklich hervorragend fischen – damit war ich sehr zufrieden. Kurz darauf folgte eine kleine Regenbogenforelle, bevor dann etwas Unerwartetes passierte.


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An diesem Bach rechne ich normalerweise nicht mit großen Fischen – und schon gar nicht mit großen Regenbogenforellen. Laut Verein werden dort seit mehreren Jahren keine mehr besetzt. Und trotzdem tauchen immer wieder einzelne Exemplare auf. Offenbar auch solche Kaliber. Der Drill dauerte etwa fünf Minuten. Zwischendurch verschwand der Fisch in den Wurzeln, und der FC war schon um das Geäst gewickelt. In dem Moment war ich mir ehrlich gesagt nicht sicher, ob das gut ausgehen würde. Aber die Rute hat wirklich ganze Arbeit geleistet, die Rolle sowieso.
Am Ende lag der Fisch dann doch im Kescher: 63 cm. Später, bereits ausgenommen, zeigte die Küchenwaage 2,5 kg an. Morgen kommt die Schwiegermutter zu Besuch – die wird sich freuen.

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Zum Abschluss gab es dann noch ein kleines Festmahl, bevor es wieder zurückging. Es wurde ordentlich gegessen – einerseits, um Platz für den Fisch zu schaffen, andererseits, um die Glykogenspeicher für die Heimfahrt wieder aufzufüllen. Auf dem Rückweg hatte ich dann zum Glück Rückenwind. Und jetzt wird schon wieder gegessen – leider diesmal nicht mehr direkt am Bach.

Tight Lines!
 

Machete

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Hallo in die Runde und zunächst einmal großen Respekt an @michaZ für die Bachforellen – absolute Ausnahmefische!

Nachdem ich letzte Woche an einem für mich eher untypischen Gewässer unterwegs war – kristallklares Wasser, vom Boot aus und mit über 100 Metern Tiefe unter mir – und dort einen hart erarbeiteten Hecht fangen konnte, ging es heute wieder mit dem Fahrrad an mein vertrautes Gewässer: einen kleinen Bach. Hier ein kurzer Bericht vom heutigen Tag.

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Die Vorbereitung begann bereits gestern mit dem Backen eines Brotes. Ein ganz einfaches Rezept, das meinen Geschmack aber jedes Mal voll trifft: 10 g Hefe in 450 ml lauwarmem Wasser auflösen, dazu 600 g Roggenmehl Typ 630 sowie jeweils 10 g Salz und Zucker geben. Alles gut vermischen – nicht kneten – und anschließend für 12–16 Stunden in den Kühlschrank stellen. Danach kommt der Teig in eine Gussform: zunächst mit Deckel für 30 Minuten bei 250 °C, anschließend ohne Deckel bei 200 °C fertig backen. Und voilà – fertig ist das Brot für die heutige Jause.

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Als Nächstes noch eine kurze Vorstellung meiner neuen Travel-Rute. Bisher passte nur eine UL-Rute in meine Fahrradtasche. Da mein persönlicher Sweet Spot beim Angeln aber eher bei etwa 5–8 g Wurfgewicht liegt, habe ich mir die Major Craft FTX-50/565L bestellt. Es handelt sich um eine Switch-Rute, die sich dank eines optionalen Segments von etwa 152 cm auf ungefähr 172 cm verlängern lässt beu 2-10 g Wurfgewicht. Heute habe ich ausschließlich die kürzere Version gefischt und war wirklich sehr zufrieden damit. Es ist übrigens meine erste Major Craft, da ich sonst hauptsächlich mit Tenryu-Ruten fische.

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Ansonsten war ich wieder ziemlich minimalistisch unterwegs. Für heute hatte ich mir eine kleine Challenge vorgenommen: möglichst mit den vier handgemachten Ködern Fische zu fangen. Nach dem Foto habe ich mich dann aber doch noch entschieden, zusätzlich zwei Tiemco-Spoons einzupacken – einmal 7 g und einmal 10 g –, einfach um die neue Rute auch mit meinen Lieblingsködern testen zu können.

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Gegen 06:00 Uhr ging es los. Die Straßen waren angenehm leer, ebenso die Radwege.

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Allerdings hatte ich auf der Strecke ordentlich Gegenwind. Deshalb musste zwischendurch mehrfach „gedopt“ werden.

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Auf dem Weg begegnete ich immer wieder einigen Kanadagans-Familien.

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Nach etwa 30 Kilometern gab es dann eine kurze Pause beim „Wunschkonzert“. Die Merlin Bird ID App ist dafür wirklich eine nette Spielerei.

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So, und nach der langen Einführung ging es dann endlich ans Wasser. Die ausführliche Einleitung hatte allerdings einen Grund – das heutige Fischen war wirklich extrem zäh. In den ersten zwei Stunden hatte ich keinen einzigen Biss, keinen Nachläufer, gar nichts. Zwischendurch wechselte ich dann testweise auf die Spoons, einfach um auszuschließen, dass es an den neuen Ködern lag. Daran lag es aber offenbar nicht. Selbst an einem Hotspot, an dem ich normalerweise vier bis fünf Fischkontakte habe, blieb alles ruhig.
Dann endlich doch der erste Fisch – auf einen Köder von User @waldgeist . Etwa eine halbe Stunde später konnte ich noch eine kleine Bachforelle auf einen anderen handgemachten Köder fangen. Danach war erst einmal wieder Funkstille. Die Challange ist letzlich nicht aufgegangen. Ich konnte nur mit zwei der vier handgemachten Köder Fische fangen.
Für die letzte halbe Stunde stieg ich dann komplett auf die Spoons um. Vor allem die 7 g Variante ließ sich mit der neuen Rute wirklich hervorragend fischen – damit war ich sehr zufrieden. Kurz darauf folgte eine kleine Regenbogenforelle, bevor dann etwas Unerwartetes passierte.


Anhang anzeigen 356211
An diesem Bach rechne ich normalerweise nicht mit großen Fischen – und schon gar nicht mit großen Regenbogenforellen. Laut Verein werden dort seit mehreren Jahren keine mehr besetzt. Und trotzdem tauchen immer wieder einzelne Exemplare auf. Offenbar auch solche Kaliber. Der Drill dauerte etwa fünf Minuten. Zwischendurch verschwand der Fisch in den Wurzeln, und der FC war schon um das Geäst gewickelt. In dem Moment war ich mir ehrlich gesagt nicht sicher, ob das gut ausgehen würde. Aber die Rute hat wirklich ganze Arbeit geleistet, die Rolle sowieso.
Am Ende lag der Fisch dann doch im Kescher: 63 cm. Später, bereits ausgenommen, zeigte die Küchenwaage 2,5 kg an. Morgen kommt die Schwiegermutter zu Besuch – die wird sich freuen.

Anhang anzeigen 356213
Zum Abschluss gab es dann noch ein kleines Festmahl, bevor es wieder zurückging. Es wurde ordentlich gegessen – einerseits, um Platz für den Fisch zu schaffen, andererseits, um die Glykogenspeicher für die Heimfahrt wieder aufzufüllen. Auf dem Rückweg hatte ich dann zum Glück Rückenwind. Und jetzt wird schon wieder gegessen – leider diesmal nicht mehr direkt am Bach.

Tight Lines!
Vielen Dank für den tollen Bericht.
 

Pingoon

Keschergehilfe
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1A Unterhaltung, vielen Dank. Da das Radfahren, neben dem Fischen, meine zweite grosse Leidenschaft ist, fiebere ich besonders mit. Und wir verwenden zu 99% das gleiche Rezept für das Brot - echt sehr lecker:)
 

Ullsok

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@Pinocchio Wow, Petri – toller Fisch für so einen kleinen Bach. Falls du an dem Bach fischst wo ich vermute – weiter oben ist ja eine Teichanlage, vielleicht büxen dort ab und zu welche aus.
 

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