Hallo zusammen,
ich werde im Sommer ca. 4 Wochen in Indonesien auf Flores/Komodo unterwegs sein und will meine Ausrüstung entsprechend upgraden, um für die 20Kilo+ GTs gewappnet zu sein, die mich da hoffentlich erwarten.
Aktuell habe ich eine Shimano Coltsniper XR MB S100H-5 mit einer 8.000er/10.000er Saragosa im Einsatz. Dieses Grundsetup soll bestehen bleiben.
Bei der Schnur bin ich mir unsicher: Momentan nutze ich meist die Seaguar PE X8 in PE3. Da dies nicht ausreichen wird und, brauche ich eine neue Schnur, die zur 10.000er Spule passt. Ich hatte an eine PE5 oder 6 gedacht. Könnt ihr hier was Konkretes empfehlen? Ist der Aufpreis einer Tasline Elite White oder Varivas Avani gegenüber der Seaguar gerechtfertigt?
Bzgl. Leader habe ich an das Fisherman Super Stealth gedacht. Reichen hier die 100lbs oder sollte ich lieber auf die 130 gehen?
Zu den Ködern: Ich habe bereits eine kleine Auswahl von Poppern, Stickbaits und Jigs, aber welche sind aus eurer Sicht die Top-Köder, die ich auf jeden Fall dabei haben sollte? Da ich nur mit einem Rucksack reise, muss ich sehr selektiv packen.
Vielen Dank
Ich habe aktuell das Luxusproblem, mich aufgrund vergleichbarer Reisen (2 Wo Seychellen im Mai sowie 2 Wochen Mauritius im August) mit den gleichen Gedanken beschäftigen zu "müssen". Ich wollte ein Allround-Setup vom Ufer, Zielfische kleinere bis mittlere Tuna und GT. Nach gefühlt endlosen Stunden Recherche und Tests bin ich bei folgender Zusammenstellung gelandet, welche für mich ein stimmiges Gesamtkonzept ergibt und vielleicht bei Deiner Entscheidung hilfreich oder zumindest zeitersparend sein kann:
Daiwa Saltiga Air Portable (PE 4-6)
Daiwa BG SW 10000
Seaknight Manster WII 50LB + Sunline Siglon 80LB als Backup
Varivas Ocean Record 80 LB + 120 LB
Die Saltiga AP ist gem. den Herstellerangaben eventuell einen Tick schwerer/härter als die Coltsniper, was grundsätzlich auf den Rest des Tackle wenig/kaum Einfluss haben sollte.
Gerade das Thema Schnur hat mir die meisten grauen Haare beschert. Ich vertraue hier größtenteils linelaboratory und in Fällen, in denen ein Produkt in den dortigen Tabellen und Tests nicht vorkommt, teste ich im Rahmen meiner Möglichkeiten selbst. Die Seaknight Manster 50LB entspricht real am ehesten einer PE 4.0-4.5 und trägt bei meinen Zugversuchen die 50LB zuverlässig ohne nennenswerte Abweichungen am FG. Davon passen bei entsprechendem Druck ~350m auf die Spule der BG SW. Grundsätzlich ist das gesamte Angebot von Seaknight mit gleicher Vorsicht zu genießen wie alle anderen Herstellerportfolios in diesem Bereich auch, da es durchaus signifikante Abweichungen in den Relationen Durchmesser-Tragkraft-PE-Rating in den jeweiligen Schnurklassen gibt. Grundsätzlich fische ich von der Seaknight Manster WII die Herstellerangaben 22LB (~PE1.5), 27 lb (~PE 2.0), 45 LB (~PE 3.5) sowie die 50 LB (PE4.0- PE 4.5). Die Schnüre sind sehr gut verarbeitet, einfach in der Handhabung und mittlerweile sehr gut (150/300/500m Spulen auf Amazon.de) verfügbar. Unterm Strich ergibt sich hier für mich ein außerordentlich gutes Verhältnis zwischen Qualität und Preis. In Kombination mit dem 80LB Ocean Record stellt das meine Kombo für Tuna, große Cuda und Bereiche mit wenig gefährlicher Struktur dar.
Die Sunline 80lb (PE6) dient lediglich als Backup, falls ich bei vielen Gefahrenstellen am Spot mehr Tragkraftreserven aufgrund von möglichem Abrieb benötigen sollte. Als logische Konsequenz wird dann auch das Vorfach auf 120LB erhöht.
Nach eigens gemachten Erfahrungen spielt die Qualität der Haken eine mindestens genauso wichtige Rolle wie die der Schnur. Hier kommen (falls nicht bereits am Köder verbaut) entsprechende Produkte von BKK und teilweise VMC/Mustad/Owner zum Einsatz. Hier wird grundsätzlich der stabilste Haken verwendet, der den Köderlauf nicht merklich negativ beeinflusst. Ebenso wichtig ist die Qualität der Splitringe. Hier hänge ich derzeit bei den Owner Hyperwire, welche mir preislich und aufgrund der Verfügbarkeit aber mittlerweile ein Dorn im Auge sind.
An Ködern kommen Popper, floating sowie sinking Stickbaits, Wobbler und ein paar Metals/Jigs mit. Hier habe ich als "Urlaubsangler" auf folgende und bewährte Modelle gesetzt (jeweils ein natürlicheres Dekor + etwas auffälliges für trüberes Wasser); ob das die richtige Entscheidung hinsichtlich der Fängigkeit war, kann und werde ich vermutlich nie zweifelsfrei feststellen können:
Halco Roosta 135 + Maria Pop Queen 130
Malosi Chieftain 150 + Nomad Riptide 155 + Tailwalk Gunz 140
Nomad Riptide 155 + Tailwalk Gunz 140 + Maria Rerise 130 + Rapala Long Cast Shallow 140
Yo-Zuri Magnum 160 + Rapala X-Rap Long Cast 140
Malosi Marksman 60g-80g + Nomad Ridgeback 60-80g + Duo Pressbait 60g
Major Craft Jigpara 60-100g
Ich hoffe, Du kannst den ein oder anderen Gedanken nachvollziehen und vllt an der ein oder anderen Stelle etwas Zeit einsparen