Ich hatte schon oft Hechte als Beifang beim nächtlichen Zanderwobbeln. Sowohl bei mir zu Hause am Rhein als auch in NL. Letzten Oktober hatte ich am Volkerak in einer Woche fünf Meterhechte, darunter mein PB mit 120cm, die allesamt nach Einbruch der Dunkelheit an eigentlichen "Zanderstellen" auf die Wobbler gegangen sind. Zwei, drei weitere gute Hechte habe ich im Drill noch verloren. Die Spots hatten kein künstliches Licht, allerhöchstens der Mond brachte etwas Licht ins Wasser, wobei oft bewölkt war. Was ich persönlich auffällig finde, ist dass Hechte des Nachts häufig seeeeeeehr sachte beißen. Anfangs vor Jahren dachte ich, ich hätte Stein- oder Bodenkontakte oder einen Brassen berührt, bis ich irgendwann mal gerafft habe, dass das oft Hechte sind. Natürlich gibt's auch Nachts mal 'nen knalligen Hechtbiss, aber das gros der Bisse ist echt zart, so als würden sie den Köder einfach nur ganz geschmeidig in den Mund nehmen. Zwei der Meterhechte letzten Oktober hätte ich nicht gefangen, wenn ich nicht auf Verdacht angehauen hätte, da die Bisse so sachte waren, dass man sie kaum spüren konnte, nur ein minimales Verzögern im regelmäßigen Lauf des Wobblers.
In Schweden habe ich allerdings über Jahre hinweg nie auch nur einen Hecht nach Anbruch der Dunkelheit fangen können.
Kommt mMn einfach stark auf das Gewässer an - Versuch macht klug.