Wurfangeln auf Hecht mit Kunstködern bei Dunkelheit

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ATRiot01

Echo-Orakel
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Da hilft nur ausprobieren, hab hier Gewässerstrecken da klappt es im dunklen, an anderen gar nicht. Wobei die Tendenz auch an den Gewässern wo was geht zu weit weniger Bissen wie tagsüber geht, allerdings kommen da auch mal Fische die bisher noch keiner gesehen hat ;).
Ob ich mir das allerdings im Urlaub und grade in Schweden geben würde weiß ich nicht…
Dämmerung, morgens UND abends funktionieren normalerweise überall sehr gut…
 

Petrizist

Echo-Orakel
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Ich durfte diese Woch mal bei Kumpels mit Pelagen gehen, und da habe ich gemerkt wie unfassbar blind die Viecher sind. Man musste wirklich auf einen Meter ran und dann stehen lassen damit sie ihn wahrnehmen können. Dann schießen sie noch oft daneben, stelle es mir also insgesamt schwer vor nachts blind zu werfen.
 

benwob

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Ich durfte diese Woch mal bei Kumpels mit Pelagen gehen, und da habe ich gemerkt wie unfassbar blind die Viecher sind. Man musste wirklich auf einen Meter ran und dann stehen lassen damit sie ihn wahrnehmen können. Dann schießen sie noch oft daneben, stelle es mir also insgesamt schwer vor nachts blind zu werfen.

Denke das hängt eher von der jeweiligen Aktivitätphase und Sichtweite zusammen.

Wir hatten beim Pelagen schon Hechte, die aus mehr als 5m gezielt auf den Köder drauf geknallt sind.

Gerade nachts sind Köder die Druck machen da aber auf jeden Fall von Vorteil.
 

Steen

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Habe auch einen meiner größten Hechte nach Dämmerung auf top water gefangen, da er noch aktiv am oberflächennahen Rauben war.
 

Lord Helmchen

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Denke das hängt eher von der jeweiligen Aktivitätphase und Sichtweite zusammen.

Wir hatten beim Pelagen schon Hechte, die aus mehr als 5m gezielt auf den Köder drauf geknallt sind.

Gerade nachts sind Köder die Druck machen da aber auf jeden Fall von Vorteil.
Moin… genau das selbe kann ich bestätigen… man sieht auch tw. Hechte wie die nachts aktiv rauben…. also mit dem Livescope.

Die machen definitiv kein Nachtfasten
 

Petrizist

Echo-Orakel
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Die Hechte waren sehr aktiv, sobald sie den Köder gespürt haben, haben sie sich ausgerichtet. Und VR war auch sehr klar, aber wir mussten sehr dicht ran mit den Ködern
 

moissac

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Die Hechte waren sehr aktiv, sobald sie den Köder gespürt haben, haben sie sich ausgerichtet. Und VR war auch sehr klar, aber wir mussten sehr dicht ran mit den Ködern
Wofür steht denn VR?

Aus meinen Erfahrungen mit der Live Technik würde ich den Schluss ziehen, dass Hechte sich die Gelegenheit auf eine unverhoffte und vermeintlich leichte Beute oft nicht entgehen lassen wollen. Natürlich gibt es Hecht-typische Phasen, in denen sie den Köder verschmähen, aber grundsätzlich scheint mir der Spruch "Gelegenheit macht Diebe" ganz gut zu passen.
Zander und erst recht Welse bemerken einen Köder aber besser als Hechte, und Hechte lassen sich im Vergleich auch leichter reinlegen. Waller sind ganz schön clevere Burschen, die lassen sich nicht so schnell veräppeln.
 

fragla

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Ich durfte diese Woch mal bei Kumpels mit Pelagen gehen, und da habe ich gemerkt wie unfassbar blind die Viecher sind. Man musste wirklich auf einen Meter ran und dann stehen lassen damit sie ihn wahrnehmen können. Dann schießen sie noch oft daneben, stelle es mir also insgesamt schwer vor nachts blind zu werfen.
Pelagen ist auch nur eine Moment Aufnahme und keine wissenschaftliche Studie. Die Hechte sind überhaupt nicht blind und können eine Beute auch nachts sehr gut lokalisieren.
Der Köder muss nur entsprechend langsamer geführt und etwas Druck machen. Ich habe hier im Sommer keinen 0,5m Sicht im Wasser, das ist ähnlich wie völlige Dunkelheit. Die Hechte müssen sich also an passen und haben keine Probleme mit der Nahrungsaufnahme.

Beim Pelagen im dunklen hat der Hecht möglicherweise viel größere Probleme den Köder zu lokalisieren, es werden meisten Köder verwendet die wenig Druck machen und oft auf der Stelle gezuppelt werden. Weiterhin kommen noch die Echolot und andere Geräusche vom Boot die der Fisch einordnen muss.
Dazu kommt noch, das man Fische an angelt, die eventl. überhaupt nicht fressen wollen und dem entsprechend wenig auf den Köder reagieren. Beim Wurfangeln hat man nur Kontakte mit aggressiven Fischen die auch fressen wollen, für alle anderen ist der Köder dann doch zu schnell, egal wie langsam er geführt wird
 

Petrizist

Echo-Orakel
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Nein, das Pelagen war tagsüber.
In der Frage ging es um nachts werfen. Jeder weiß das die Hechte tagsüber 10m und mehr hoch schießen, aber da sehen sie es auch gegen den Himmel. Im Dunkeln, sprich tiefe Nacht haben die den garnicht war genommen bei 2m Entfernung. Klar beim werfen fischt man was was mehr Druck macht, trotzdem müsste man dicht ran und langsam genug sein, dass sie ihn nicht verfehlen
 

Petrizist

Echo-Orakel
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Pelagen ist auch nur eine Moment Aufnahme und keine wissenschaftliche Studie. Die Hechte sind überhaupt nicht blind und können eine Beute auch nachts sehr gut lokalisieren.
Der Köder muss nur entsprechend langsamer geführt und etwas Druck machen. Ich habe hier im Sommer keinen 0,5m Sicht im Wasser, das ist ähnlich wie völlige Dunkelheit. Die Hechte müssen sich also an passen und haben keine Probleme mit der Nahrungsaufnahme.

Beim Pelagen im dunklen hat der Hecht möglicherweise viel größere Probleme den Köder zu lokalisieren, es werden meisten Köder verwendet die wenig Druck machen und oft auf der Stelle gezuppelt werden. Weiterhin kommen noch die Echolot und andere Geräusche vom Boot die der Fisch einordnen muss.
Dazu kommt noch, das man Fische an angelt, die eventl. überhaupt nicht fressen wollen und dem entsprechend wenig auf den Köder reagieren. Beim Wurfangeln hat man nur Kontakte mit aggressiven Fischen die auch fressen wollen, für alle anderen ist der Köder dann doch zu schnell, egal wie langsam er geführt wird
Ist doch meine Aussage, beim pelagen absolut kein Problem die Nacht. Aber ohne echo werfen? Da müsste man schon extrem glücklich blind treffen, das braucht ja ewigkeiten einen Spot auszufischen, nicht nur in alle Richtungen sondern auch alle Tiefen auszufischen. Und dann auch so langsam das sie nicht verfehlen
Wofür steht denn VR?
Volkerak. Und ja Hecht schießt schneller drauf als waller, aber worauf sollen sie schießen wenn man sie beim blind nachts Werfen verfehlt.

Will nur sagen das ich es für nicht effektiv halte ohne echo nachts zu angeln auf Hecht. Mit echo ganz andere Welt, gerade an Gewässern wo sie es nicht kennen Selbstläufer
 

benwob

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In der Frage ging es um nachts werfen. Jeder weiß das die Hechte tagsüber 10m und mehr hoch schießen, aber da sehen sie es auch gegen den Himmel. Im Dunkeln, sprich tiefe Nacht haben die den garnicht war genommen bei 2m Entfernung. Klar beim werfen fischt man was was mehr Druck macht, trotzdem müsste man dicht ran und langsam genug sein, dass sie ihn nicht verfehlen

Ok, bin nicht davon ausgegangen dass ihr nachts Pelagen ward. Das war bei Dir so nicht eindeutig nicht rauszulesen.
Kenne das eher tagsüber auf inaktive Fische im Freiwasser.
Dachte daher es war tagsüber und da es da schon so wie von Dir beschrieben lief hättest Du dies dann geschlussfolgert:

Dann schießen sie noch oft daneben, stelle es mir also insgesamt schwer vor nachts blind zu werfen.

In einer dunklen Nacht mit schlechter Sichtweite kann ich mir eine schlechte Wahrnehmung der Köder beim Pelagen gut vorstellen.

Da haben dann meiner Meinung nach geworfenen Köder, die in der Regel mehr Druck machen einen deutlichen Vorteil.

Wie weiter vorne schon erwähnt habe ich schon etliche Hechte nachts beim Werfen gefangen.
Ob's beim Pelagen mehr gewesen wären kann ich nicht sagen, da ich dies noch nie nachts gemacht habe.
An vielen Stellen wo ich nachts Werfe wäre dies aber auch kaum möglich.
 
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Petrizist

Echo-Orakel
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Ok, bin nicht davon ausgegangen dass ihr nachts Pelagen ward. Das war bei Dir so nicht eindeutig nicht rauszulesen.
Kenne das eher tagsüber auf inaktive Fische im Freiwasser.
Dachte daher es war tagsüber und da es da schon so wie von Dir beschrieben lief hättest Du dies dann geschlussfolgert:
Wir waren tagsüber an flachen Gewässer, da zeigen dir 95% der Fische in Holland beim pelagen den Mittelfinger xD
Fangen wird man nachts immer einfach geworfen, und sicher sogar mehr Muttis weil sie nicht so skeptisch sind. Aber ob da Zeit und Ergebnis im Verhältnis steht bezweifel ich, aber was bringt das sabeln, ich habe im April noch bissl Zeit, da werde ich es einfach mal testen
 

nicki_sanchez

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Moin
Die letzten 5 Jahre habe ich im Sommer im Urlaub (Juni/Juli/August) sicherlich insgesamt 30 Tage gehabt wo ich Abends teilweise bis in die Nacht geangelt habe
Aktivität war defenetiv da aber nichts ist Hängen geblieben
Teils vom Ufer aus, teils im Wasser stehend
Alles geworfen was das Köderherz begehrt
Dieses Jahr werd ich das mal mit dem Belly oder Schlauchi testen
 

fragla

Barsch Vader
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Aber ohne echo werfen? Da müsste man schon extrem glücklich blind treffen, das braucht ja ewigkeiten einen Spot auszufischen, nicht nur in alle Richtungen sondern auch alle Tiefen auszufischen. Und dann auch so langsam das sie nicht verfehlen
Man muss nur wissen wo die Fische zur welcher Jahreszeit sind. Im Herbst Winter ist das deutlich einfacher, jedenfalls hier an den Vereinsgewässern. Hier ist auch nix mit Boot und Echo, also muss man sich schon etwas mehr Mühe geben und Erfahrungen sammeln. Wenn ich denke das die Fische an einem Spot sind, dann fische ich den auch aus, da habe ich keine Probleme damit.
Luxus ist wenn man 10 min Fahrzeit zu 2 Gewässern hat, fange ich heute nichts, probiere ich das morgen halt noch einmal. Ist ne entspanntere Situation als nach Holland zu fahren, noch dazu wenn die Fischgrößen hier passen.

Will nur sagen das ich es für nicht effektiv halte ohne echo nachts zu angeln auf Hecht. Mit echo ganz andere Welt, gerade an Gewässern wo sie es nicht kennen Selbstläufer
Wenn Du nur noch mit Echo kannst, bist Du in deiner Lernkurve stecken geblieben. Du kannst Gewässer nur noch mit der Technik lesen / Fische finden.
"Effektiv " ist so ein Wort was in meiner Angelei nicht wirklich vor kommt, jedenfalls nicht wenn es mit Fangdruck im Zusammenhang steht.

An Gewässern wie VR und ähnlich ist das mit dem Echo nach vollziehbar, da möchte ich auch nicht ohne sein.
 

NaDa1988

Echo-Orakel
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Ich hatte schon oft Hechte als Beifang beim nächtlichen Zanderwobbeln. Sowohl bei mir zu Hause am Rhein als auch in NL. Letzten Oktober hatte ich am Volkerak in einer Woche fünf Meterhechte, darunter mein PB mit 120cm, die allesamt nach Einbruch der Dunkelheit an eigentlichen "Zanderstellen" auf die Wobbler gegangen sind. Zwei, drei weitere gute Hechte habe ich im Drill noch verloren. Die Spots hatten kein künstliches Licht, allerhöchstens der Mond brachte etwas Licht ins Wasser, wobei oft bewölkt war. Was ich persönlich auffällig finde, ist dass Hechte des Nachts häufig seeeeeeehr sachte beißen. Anfangs vor Jahren dachte ich, ich hätte Stein- oder Bodenkontakte oder einen Brassen berührt, bis ich irgendwann mal gerafft habe, dass das oft Hechte sind. Natürlich gibt's auch Nachts mal 'nen knalligen Hechtbiss, aber das gros der Bisse ist echt zart, so als würden sie den Köder einfach nur ganz geschmeidig in den Mund nehmen. Zwei der Meterhechte letzten Oktober hätte ich nicht gefangen, wenn ich nicht auf Verdacht angehauen hätte, da die Bisse so sachte waren, dass man sie kaum spüren konnte, nur ein minimales Verzögern im regelmäßigen Lauf des Wobblers.

In Schweden habe ich allerdings über Jahre hinweg nie auch nur einen Hecht nach Anbruch der Dunkelheit fangen können.

Kommt mMn einfach stark auf das Gewässer an - Versuch macht klug.
 

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