Da hast du natürlich vollkommen recht. Ich kenne mich im Wattenmeer fischmäßig nicht so aus. Wenn in der Brühe übermäßig viele Krebse / Krabben unterwegs sind, oder eben begehrte Futterfische, wie junge Heringe, dann ziehen die Wölfe mit.
Meine Vermutung ist aber auch, dass in der flachen Brühe wenig attraktives Futter ist, ist aber nur eine Vermutung, kann auch anders sein.
Ich habe als Kind auf Juist gelebt und dort auf alle erdenklichen Arten versucht Fische und Meerestiere zu fangen.
Auf der Wattseite gibt es definitiv ausreichend Futter(-fische). Krabben, Krebse, alle möglichen kleineren Fischarten. Habe ich früher sehr viel mit der Senke am Hafen gefangen. Das Wattenmeer ist regelrecht die Kinderstube der Nordsee.
Wolfsbarsche gibt es auf der Wattseite aber ganz sicher nur sehr vereinzelt.
Früher stand auf der Wattseite immer noch eine große Reuse mit langen Flügeln. Da war alles mögliche drin, aber Wolfsbarsche nur sehr sehr selten. Die irgendwo auf dem endlosen und strukturarmen Watt gezielt zu beangeln halte ich für aussichtslos.
Für Kunstköderangeln evtl. oft auch wirklich zu trüb. Vor allem fehlt aber die Fischdichte.
Auf der Seeseite war es dagegen zwischen Mai und November nie ein Problem, Wolfsbarsche zu fangen.
Die besten Tage waren immer bei ordentlich Brandung. Wetter, Tageszeit, Mondphase, Luftdruck, Farbe der Unterhose des Anglers... alles egal. Nur ohne Strömung und Brandung geht nichts (wenig). Das Watt dürfte den Wölfen einfach zu ruhig und evtl. wirklich zu trüb sein.
