Was bereitet dir gerade keine Freude??? aka Was geht Dir auf den Sack?

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WildundFisch

Dr. Jerkl & Mr. Bait
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Jetzt mal unabhängig von dieser Diskussion: unseren Gewässern werden ständig viel zu viele Nährstoffe zugeführt. Stickstoff über die Luft oder Einleitungen, aber auch durch uns Angler selbst (Anfüttern). Da kann man froh sein um jeden Nährstoffentzug.

Naja, das kann man SO pauschal nun wirklich nicht sagen.
 

Lorenz

Dr. Jerkl & Mr. Bait
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...unseren Gewässern werden ständig viel zu viele Nährstoffe zugeführt. Stickstoff über die Luft oder Einleitungen, aber auch durch uns Angler selbst (Anfüttern). Da kann man froh sein um jeden Nährstoffentzug.

Stickstoffverbindungen in der Luft, z.B. aus Abgasen, wurden in den letzten Jahrzehnten glücklicherweise stark reduziert. Stickstoff kann je nach Art der Bindung aus dem Gewässer ausgasen, Phosphor nicht.

Der begrenzende Mangelnährstoff ist in der Regel Phosphor. Der wird durch Biomasseentzug aus dem Gewässer entfernt. Das kann aus verschiedenen Gründen Sinn machen.
Bei Fischabfällen ist auch die (Seuchen-)Hygiene zu bedenken.
 

backlash63

Gummipapst
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Naja, das kann man SO pauschal nun wirklich nicht sagen.
Man kann das auf jeden Fall pauschal so sagen.
Input über die Atmosphäre z. B. findet flächendeckend statt, also ist jedes Gewässer (aber natürlich auch jeder andere Quadratmeter) davon betroffen.
In Deutschland sind es jährlich durchschnittlich 20-40 Kilogramm Stickstoff pro Hektar, im Grenzraum Niederlande/NRW/NDS sogar über 100 Kilogramm. Positiv gesehen eine kostenlose Grunddüngung für jedermann, negativ aus naturschutzfachlicher Sicht eine Zerstörung von Lebensräumen.
Dazu kommen je nach Gewässer (und das kann dann tatsächlich nicht pauschalisiert werden) auch noch Nährstoffbelastungen über Land und Wasser.
 

newmie2205

Dr. Jerkl & Mr. Bait
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Man kann das auf jeden Fall pauschal so sagen.
Input über die Atmosphäre z. B. findet flächendeckend statt, also ist jedes Gewässer (aber natürlich auch jeder andere Quadratmeter) davon betroffen.
In Deutschland sind es jährlich durchschnittlich 20-40 Kilogramm Stickstoff pro Hektar, im Grenzraum Niederlande/NRW/NDS sogar über 100 Kilogramm. Positiv gesehen eine kostenlose Grunddüngung für jedermann, negativ aus naturschutzfachlicher Sicht eine Zerstörung von Lebensräumen.
Dazu kommen je nach Gewässer (und das kann dann tatsächlich nicht pauschalisiert werden) auch noch Nährstoffbelastungen über Land und Wasser.

Das kann man auf jeden Fall nicht pauschal so sagen ;)
Komm mal zum Starnberger See oder zum Bodensee (Obersee)....
 

backlash63

Gummipapst
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Der begrenzende Mangelnährstoff ist in der Regel Phosphor. Der wird durch Biomasseentzug aus dem Gewässer entfernt.
Genau. Und daher ist es eben sinnvoll, Fische einzugraben anstatt im Gewässer zu lassen.
Mein ursprünglicher Einwand betraf ja die Frage (Befürchtung), ob man einem Gewässer anderenfalls nicht Nährstoffe entzieht. Aber der Entzug von Nährstoffen aus Gewässern ist nun wirklich nicht das Problem.
 

newmie2205

Dr. Jerkl & Mr. Bait
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Genau. Und daher ist es eben sinnvoll, Fische einzugraben anstatt im Gewässer zu lassen.
Mein ursprünglicher Einwand betraf ja die Frage (Befürchtung), ob man einem Gewässer anderenfalls nicht Nährstoffe entzieht. Aber der Entzug von Nährstoffen aus Gewässern ist nun wirklich nicht das Problem.
Der aktive Entzug von Nährstoffen ist ein Problem. Siehe Bodensee, Beispiel Renke.

Aber hier gibt’s vermutlich tausend Meinungen und keine ist richtig.

Meine Meinung ist halt, dass meine Meinung richtig ist :)
 

Lorenz

Dr. Jerkl & Mr. Bait
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Der aktive Entzug von Nährstoffen ist ein Problem. Siehe Bodensee, Beispiel Renke.
Du meinst warscheinlich den aktiven Entzug von Nährstoffen aus dem Abwasser? Natürlicherweise ist der Bodensee offenbar nährstoffarm. In der Vergangenheit wurde schon nährstoffreicher Boden aus dem Einzugsgebiet eingeschwemmt, der bedingt durch die Landnutzung wegerodiert wurde, was den See über Jahrzehnte düngte. Das war aber nicht natürlich und eigentlich auch nicht erwünscht (Bodenschutz, Gewässerschutz,...).

Ich sehe da einen typischen Interessenkonflikt verschiedener Nutzer. Wenn es technisch möglich und sinnvoll wäre, dass man Abwasser weniger stark behandelt und dadurch Aufwand & Kosten einspart, wäre das etwas was man als Vorschlag diskutieren könnte. Aber man muss da dann verschiedene Schutzgüter miteinander abwägen und eventuelle Folgen bedenken. Bspw wollen andere dann ja ggfs auch an der Abwasserbehandlung sparen (dürfen)...
 

dgspec

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Die eigene Torheit, aus Geiz einen Angebots Johnny Walker Red Label im Sinne "für ne Cola-Mische reichts" gekauft zu haben. Es reicht eben nicht! Schmeckt abartig.
Hätts wissen müssen. Genügend Erfahrung ist eigentlich vorhanden
Whiskey mit Cola...die würden dich in Schottland und Irland aus dem Pub prügeln.
Das darf man eigentlich ungestraft (mit deren heimischen Sorten) nur in den südlichen Staaten der USA, unterhalb der Mason-Dixon Line . :)
 
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GregKeilof

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Whiskey mit Cola...die würden dich in Schottland und Irland aus dem Pub prügeln.
Das darf man eigentlich ungestraft (mit deren heimischen Sorten) nur in den südlichen Staaten der USA, unterhalb der Mason-Dixon Line . :)
Zum Frühstück kann ich nicht gleich mit Whiskey pur starten :cool:
 

Walstipper

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Du meinst warscheinlich den aktiven Entzug von Nährstoffen aus dem Abwasser? Natürlicherweise ist der Bodensee offenbar nährstoffarm. In der Vergangenheit wurde schon nährstoffreicher Boden aus dem Einzugsgebiet eingeschwemmt, der bedingt durch die Landnutzung wegerodiert wurde, was den See über Jahrzehnte düngte. Das war aber nicht natürlich und eigentlich auch nicht erwünscht (Bodenschutz, Gewässerschutz,...).

Ich sehe da einen typischen Interessenkonflikt verschiedener Nutzer. Wenn es technisch möglich und sinnvoll wäre, dass man Abwasser weniger stark behandelt und dadurch Aufwand & Kosten einspart, wäre das etwas was man als Vorschlag diskutieren könnte. Aber man muss da dann verschiedene Schutzgüter miteinander abwägen und eventuelle Folgen bedenken. Bspw wollen andere dann ja ggfs auch an der Abwasserbehandlung sparen (dürfen)...
Ist technisch möglich. Die Klaranlagen am Bodensee wurden erst in den 90ern auf P-Fällung aufgerüstet, da war das P-Niveau bereits gut im mesotrophen Bereich.
Ich hab mir genau die gleiche Frage gestellt, nämlich was die großflächige P-Fällung eigentlich kostet. Ergebnis: Ein Mensch gibt ~ 1,8g P/Tag ab und die Fällung kostet 2-4€/kg P. Oder anders ausgedrückt: 100-250€ pro 1k Einwohner pro Monat. Am baden-württembergischen Bodensee wird für bis zu 300k Menschen entwässert und gefällt, also Betriebskosten von 30-75k €/Monat + Wartung. Also irgendwas von 3-10% der Abwasserkosten und monatl. im 1-2 Cent-Bereich Abwassergebühr p.P. Also kein großer Posten.

Viel relevanter ist ob man Phosphor ohne die Verunreinigung im Klärschlamm (hier ist alles drin von PSM bis Industriechemikalien über Arzneimittelrückstände) zurück gewinnen kann. Denn Phosphor wird abgebaut und ist endlich, die machen daher ab 2029 eine gesetzliche Rückgewinnungs-Auflage. Dazu 80-90% Import außerhalb der EU...Soll heißen, ob P-Fällung statt findet ist eigentlich indiskutabel, sondern eher "wie".
 

mar_cel_mo

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Kind spuckt im Auto (Sicherheitsgurt ist komplett voll) und schnallt sich dann anschließend ab :emoji_smirk:
Wie kriege ich das Zeug je wieder aus dem Schacht für den Gurt…
Das Szenario hatte ich öfter mal im Kopf lustigerweise…würde beim aufbereitet fragen, je nachdem ist da ja nur ne Plastikblende vor
 

Tiefenrausch

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Kind spuckt im Auto (Sicherheitsgurt ist komplett voll) und schnallt sich dann anschließend ab :emoji_smirk:
Wie kriege ich das Zeug je wieder aus dem Schacht für den Gurt…
Ja, kann mich gut erinnern. Mein Ältester von hinten zwischen Fahrer und Beifahrersitz ohne Vorwarnung im Riesenschwall nach vorne durch gekotzt. Bis aufs Armaturenbrett...
 

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