Kajak mit Pedalantrieb - was beachten?

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Belly Burner
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Moin zusammen,
ich fische an einer relativ großen Talsperre mit einigen hundert Ha Wasserfläche - aktuell mit meinem Allroundmarin Airstar 300.
Nächstes Jahr habe ich an der Talsperre einen Steg und suche jetzt eine Erweiterung/ Ergänzung zum Schlauchi.

Ursprünglich hatte ich an einem Aluboot überlegt. Allerdings müssen alle Boote im November aus dem Wasser. Und da fängt ein bisschen mein Problem an: ich habe keinerlei Möglichkeit einen Trailer oder das ganze Gespann aus Boot + Trailer irgendwo zu lagern.
Theoretisch würde es wohl Möglichkeiten geben das Boot auf einem Acker/ einer Wiese zu überwintern. Aber wenn da von heute auf morgen der Besitzer keinen Bock mehr drauf hat, habe ich ein echtes Problem.

Jetzt kam die Idee auf evtl. auf ein Kajak mit Pedalantrieb zu setzen. Das könnte über die Saison am Steg bleiben und wenn alle Stricke reißen, könnte ich das Kajak am Ende der Saison in einen Sprinter von der Arbeit packen. Und dann eben im Firmen-Lager einlagern. Das würde mein Chef mitmachen. Wäre also als worst-case Option möglich.

Mit Kajaks kenne ich mich allerdings überhaupt gar nicht aus :-(

Kann mir jemand mal ein paar Eckpunkte geben was man beachten sollte? Und bei welchen Marken man schauen kann??
Neupreis hatte ich 2.500€ als Obergrenze im Kopf und bei Nordmann ein paar ganz ansehnliche Modelle gefunden. Gebrauchtkauf käme für mich aber auch in Frage.

Pedalantrieb wäre Pflicht - mir wäre wichtig, dass ich damit sehr schnell zum stehen komme. Nach meiner bisherigen Recherche wären dann Propellerantriebe besser geeignet als Flossenantrieb? Oder ist das mittlerweile überholt? E-Motor möchte ich ehrlich gesagt nicht ausrüsten. Dafür habe ich weiterhin das Airstar 300 + Haswing Protruar. Beim Kajak ginge es wirklich um motorlosen Antrieb. Spart mir eine Motorenplakette und ich möchte mit dem Kajak auch an Seen wo E-Motoren nicht erlaubt sind.

Welche Kajaklänge macht auf einem offenen Großgewässer wie einer Talsperre Sinn? Ich bin in aller Regel auf Barsch unterwegs. Das Gerödel hält sich dabei in Grenzen. Als Echolot habe ich ein Lowrance Eagle 9.
Ich muss relativ viel Strecke machen können - bin nicht wahnsinnig sportlich ;). Also sollte sich schon relativ einfach treten/ bewegen lassen.

Spricht bei meinen Anforderungen irgendetwas gegen ein Kajak?? Auf einem Aluboot könnte man stehend angeln. Allerdings fische ich zu 90% vertikal und werfe wenn dann nur auf kurze Distanzen. Auf dem Schlauchboot stehe ich insgesamt eher selten auf.
Und das Lagerproblem bringt mich dann insgesamt eher weg vom Aluboot.


Was muss man realistisch ausgeben, um gute Qualität zu bekommen?
Budget ist relativ offen - wenn die 2.500€ komplett daneben sind, freue ich mich auf andere Empfehlungen :). Kann ich aktuell leider gar nicht einschätzen.
Wichtig ist mir insgesamt Sicherheit - kippstabil des Todes sollte das Kajak sein :-D
Schwimmweste ist klar. Aber riskieren möchte ich kentern auf keinen Fall.

Abschließend: ich befische die Talsperre jetzt eine Saison mit dem Airstar 300 - kenne die Bedingungen bzgl. Schiffahrt und Wind einigermaßen und bin erwachsen genug um nichts unnötig zu riskieren. Sprich, bei Wind über 30 km/h fahre ich eh nicht raus. Und wenn es ungemütlich werden könnte, hätte ich immer noch das Schlauchi samt E-Motor. Aber ich suche eben etwas, um es die ganze Saison am Steg zu lassen. Und den Auf- und Abbau beim Schlauchi zu sparen. Genauso wie das Trocknen in der Stadt-Wohnung. Das Kajak würde eher für spontane (Short)-Sessions genutzt werden und eben bei guten Bedingungen zum Einsatz kommen.
Im Zweifel würde das Kajak eben am Steg bleiben und vom Airstar aus gefischt werden.

Freue mich auf eure Tipps und Input!


Viele Grüße,
Dennis
 

Michael_05er

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Hi,
falls Du es noch nicht gemacht hast: Schau Dir mal den "Angelkajak"-Thread an: https://www.barsch-alarm.de/community/threads/angelkajak.44100/
Deine Anforderungen sind leider in meinen Augen etwas widersprüchlich im Hinblick auf Empfehlungen. Das ist kein Vorwurf, aber:
- Wenn Du Strecke machen willst, wäre meine Empfehlung ein 14-Fuß langes Hobie. "Länge läuft" gilt auch für Geschwindigkeit, bei einem 3m-Kajak kommst Du schneller in Regionen, wo mehr Geschwindigkeit nur durch unverhältnismäßig mehr Anstrengung zu erreichen ist. Und meiner Erfahrung nach ist der Flossenantrieb etwas besser. Ich weiß aber nicht, wie lang der Sprinter ist, den Du nutzen kannst?
- Was genau meinst Du mit "sehr schnell zum stehen kommen"? Mit den neueren Flossenantrieben kannst Du auch "rückwärts treten" zum Bremsen. Der Unterschied sollte da nicht so groß sein, wenn auch ein kurzes Propellerkajak da schneller zum Stehen kommt. Ich halte es aber für eher unwahrscheinlich, dass Du regelmäßig aus vollem Tempo quasi eine Vollbremsung hinlegen musst.
- Die meisten SOT-Kajaks sind ziemlich stabil. Manche Hersteller haben breitere und schmalere Modelle. Da sind die breiten natürlich stabiler. Aber dann oft auch schwerer und vielleicht auch schwerfälliger. Beispiel: Native Watercraft hat ein 12.5er Slayer Max, das ist 86cm breit und ohne Antrieb etc. ca. 35kg schwer. Und dann gibt es ein 12.5er Titan X, das ist 102cm breit. Dafür wiegt es auch über 60kg. (Schnell recherchiert aus dem Netz, ohne Gewähr!)
- Abgesehen vom Gerödel stellt sich die Frage, wie groß und schwer der Mensch im Boot ist, das sollte beachtet werden ;)

Grundsätzlich spricht bei Dir m.E. nix gegen ein Kajak, nur musst Du Dir überlegen, was Dir am wichtigsten ist. Ich habe mich z.B. für ein Native Watercraft Slayer Max 10 entschieden. Das ist relativ leicht und relativ wendig. Mir war wichtig, dass ich es alleine handeln kann und auch gut auf ein Autodach oder einen hohen Hänger bekomme. Ich will gerne pelagisch angeln, da war mir die Wendigkeit wichtig. Dafür bin ich auch nicht an großen Gewässern unterwegs und lege keine langen Strecken zurück. Auch Seegang ist grundsätzlich nicht meins, daher reicht mir die Stabilität. Mit ca. 85kg bei 1,80m Größe bin ich auch eher "normal groß und normal schwer", da reicht die Zuladung. Ernsthaft Masse zulegen sollte ich aber nicht.

Der Nachteil bei den "Platzhirschen" Native Watercraft und Hobie ist der Preis, da bist Du ganz schnell über 4000 Euro. Gebraucht ist sicher was günstigeres drin, aber mach Dir vorher klar, was Dir wichtig ist.

Und wenn Du auf Sicherheit aus bist, plane noch 500 Euro für einen Trockenanzug ein ;) Auch dazu gibts hier einen Thread: https://www.barsch-alarm.de/community/threads/trockenanzug.43929/

Grüße,
Michael
 

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