Himmelfahrtskommando'26 - Mission Meter vom Ufer

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Tradic

Barsch Simpson
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Guten Tag allerseits,

Aufgrund der Wetterlage sei es mir aktuell nicht gegönnt das Projekt in der Praxis zu starten. Dementsprechend bleibt mir nur der Start in der Theorie, was jedoch kein bisschen weniger spannend ist.

Habt ihr Interesse daran zu sehen, wie ich mein Jahr vorbereite und mich im Vorhinein auf der Couch entscheide, wie ich was angehe?

MfG Christoph
Da ich ein ähnliches Projekt dieses Jahr verfolge, interessiert es mich auf jeden fall.
 

KaiHawaii

Echo-Orakel
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Guten Tag allerseits,

Aufgrund der Wetterlage sei es mir aktuell nicht gegönnt das Projekt in der Praxis zu starten. Dementsprechend bleibt mir nur der Start in der Theorie, was jedoch kein bisschen weniger spannend ist.

Habt ihr Interesse daran zu sehen, wie ich mein Jahr vorbereite und mich im Vorhinein auf der Couch entscheide, wie ich was angehe?

MfG Christoph
Auf jeden Fall gern :emoji_thumbsup:
 

fragla

Barsch Vader
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Das ist schon sehr optimistisch aber versuchen kann er es ;)

Wie findest denn du jetzt die richtigen Standplätze zu der Zeit?
Mal abgesehen das momentan das Wasser hart ist, kommt es auf das Gewässer an. Ich habe hier Seen mit 6m Wassertiefe an der Staumauer. Kormoran, Haubentaucher und Deeper sagen, das der Futterfisch vor der Staumauer im tiefen steht. (natürlich muss man da die Bedingungen Temperatur und Wind im Auge behalten)
Da der Zander mein Zielfisch ist, fange ich die Hechte nur nebenbei. Während ich die anderen Jahre nur im hellen gezielt auf Hecht gefischt habe (mit mäßigen Erfolg was Fische ab 90cm betrifft),habe ich das bis lang noch nicht gemacht. Ich konnte beim Zander Angeln im November 2 Hechte (1,06 und 1,25) landen und mein Buddy Anfang Dezember einen(1,10). Dazwischen immer 80+ Hechte als Beifang.
Das hat gezeigt, das man auch die dunklen Stunden nicht außer acht lassen sollte.(mehr Fisch bei weniger Angelzeit)

Habe mir noch meine ersten Balam und mäuse Bestellt und dann wird klassisch mit 25cm in den verschiedenen Tiefen geleiert. Das ist bei mir bis jetzt das erfolgreichste gewesen. Habe mir aber auch noch einen 80g w6 zum Jiggen fertig gemacht die Tage, da ich das mal testen will
An Gewässern wo es mit Futterfisch nicht so prall aus schaut ( klarere Seen), wirst Du mit großen Ködern erfolgreich sein. Ich habe leider keine guten Erfahrungen mit Ködern über 20cm gemacht. Das schiebe ich auf die brutale Masse an Futterfisch die man auf dem Echolot sehen kann. Auf dieses Futter haben die sich wohl ein gestellt?
Den Balam fischt man auch nicht auf 6m oder tiefer mit möglichen Hängern, den möchte man auch nicht mal am Grund liegen lassen.

Je nach Jahresverlauf muss man schauen, wo sie stehen. Da die Laichzeit immer näher rückt, sind viele Hechte im flachen Wasser anzutreffen, da sie ihre Laichplätze schon suchen und verteidigen. Zuletzt, Ende Dezember, hatte ich drei Hechte im ultraflachen Wasser fangen können.
Je nach Bedingungen. Ich habe fest gestellt, die Hechte richten sich eher nach der Tageslänge als nach der Wassertemperatur. Im Februar 25 konnte man die bei Randeis in 1,5m tiefen Wasser fangen, im Januar war da noch nichts zu machen.
Da ja am 15.02. die Schonzeit beginnt, war das Fischen auf Hecht wegen den Bedingungen zu kurz und die größeren waren auch noch nicht da. 2024 war das deutlich besser.
 

Timkilian

Echo-Orakel
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Sehr schön beschrieben. War früher auch nicht von Großen Ködern überzeugt aber dann war ich in Frankreich und habe dreitage keinen Biss auf unter 20cm wärend mein Kumpel Täglich mehrere Fische fieng und bin dann auch umgestiegen und tada es hat geklappt.
 

dark

Echo-Orakel
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Guten Tag allerseits,

Aufgrund der Wetterlage sei es mir aktuell nicht gegönnt das Projekt in der Praxis zu starten. Dementsprechend bleibt mir nur der Start in der Theorie, was jedoch kein bisschen weniger spannend ist.

Habt ihr Interesse daran zu sehen, wie ich mein Jahr vorbereite und mich im Vorhinein auf der Couch entscheide, wie ich was angehe?

MfG Christoph
Mich interessiert es sehr! Bitte gerne berichten. :)
 

Jogginghosenheini

Barsch Vader
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#1 Himmelfahrtskommando

Ich danke euch für euer reges Interesse! Ich habe mich die vergangenen Stunden hingesetzt und mein Wort zu Papier gebracht. 5 A4 Seiten habe ich nun einseitig beschrieben. Ich hoffe der Text kommt nicht zu plump und trocken.

1. Vorwort

Hier zeige ich nun meine Art und Weise an mein Projekt heran zu gehen. Dabei möchte ich im Vorwort auf ein paar Punkte hinweisen.

Punkt 1: Ich bin nicht im Besitz eines Führerscheins. Somit bin ich dauerhaft auf den ÖPNV angewiesen, wodurch meine Gewässerwahl limitiert ist.

Punkt 2: Meine Arbeit erlaubt es mir pro Woche einen komplett freien Tag zum Angeln zu nutzen. Das vereinfacht mir die Situation, da ich die Möglichkeit habe auch mal etwas weiter zu fahren, ohne in Bedrängnis zu geraten.

Punkt 3: Meine geographische Lage könnte kaum besser sein. Ich habe viele Großfischgewässer in der unmittelbaren Nähe und auch im Umkreis von 100km bis 150km stapeln sich nahezu die Topreviere. Da die Bundesländer hier im Umkreis auch alle unterschiedliche Schonzeiten aufweisen, bin ich maximal 1,5 Monate vom Hechtangeln befreit.


2. Der Saisonstart

April:
Die angesprochene Lage ermöglicht mir einen besonders frühen Start. Ab dem 01.04 ist der Hecht in Brandenburg wieder frei. An den großen havelländischen Seen zieht sich die Laichzeit der Hechte weit vor (in den vergangenen Jahren qaren die Hechte leer, weshalb ich mir diesbezüglich keine Sorgen mache). Dort suche ich mir die großen Flachwasserzonen der Naturseen, in denen sich die Hechte aufhalten.

Mai: Hurra, ich darf wieder bei mir auf Hecht los. Dementsprechend bin ich nun in meiner Wahlheimat Sachsen und der unmittelbaren Umgebung (südöstliches Sachsen-Anhalt) unterwegs. Hier konzentrier ich mich nun auf die großen Bagger- und Stauseen. Da in meiner Wahrnehmung die flachen Buchten der Talsperren schneller die Attraktivität verlieren, versuche ich dort die erste Etappe des Mais's konsequent zu fischen. Die Baggerseen funktionieren erfahrungsgemäß oft deutlich länger. Flache Buchten und Platteaus sind nun angesagt.

Juni: Der Juni hält sich bei mir kurz und Knapp. Baggerseen mit flachen Kantenverläufen und viel Kraut bevorzuge ich jetzt, da dort Teilweise Frequenzangeln sogar mit guten Größen möglich ist.

4. Das Sommerloch

Im Sommer gehe ich nicht so gerne Hechtangeln, da diese häufig Probleme nach dem Drill bekommen. Gerade, wenn die Wassertemperaturen in den unterschiedlichen Wasserschichten stark variieren, haben die Hechte Sauerstoffmangel und kippen. Wenn ich mich aber doch für die Hechtangelei entscheide, wähle ich Flüsse, die der Forellen- oder Äschenregion entsprechen. Diese sind auch im Sommer häufig kühler und in der Regel komplett durchwälzt, wodurch es keine Probleme mit Sauerstoffmangel gibt.

4. Der goldene Herbst

September:
Sobald die Tage wieder kühler werden, begebe ich mich an nicht all zu tiefe Baggerseen. Dort sind die Hechte jetzt sehr aktiv und fast überall zu finden.

Oktober: Im Oktober zieht es mich zurück zur Talsperre. Durch den auffallenden Regen in den Sommermonaten, sind die Talsperren häufig im extremen Niedrigwasser aufzufinden. Teilweise sind die Wasserflächen stark geschrumpft, weshalb die Fische enger beisammen stehen.

November: An den meisten Großgewässern sind die Hechte durch dauerhaften Befischungsdruck stark verprällt. Deswegen zieht es mich nun an die kleinen Altwasser der umliegenden Flüsse. Hier wird zwar auch viel geangelt, jedoch kann man hier mit Köderarten, die der "Normalo" nicht nutzt, nochmal einen besonderen Reiz setzen.

5. Der Winter

Zum Winter gibt es nicht viel zu sagen, außer WERFEN, WERFEN, WERFEN! Langsames Angeln ist definitiv vom Vorteil.

6. Köder

Ich bevorzuge klar größere Köder. Als groß definiere ich Köder, die durch ihr Volumen oder der Silhouette besonders auffällig und Ansprechend sind. Gummis von 18cm aufwärts, jerkbaits ab 12cm oder XXL Chatter-/Spinnerbaits sind meine erste Wahl. Zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist der Köder jedoch zweitrangig.

Frühjahr:

Im Frühjahr setze ich auf besonders große Köder. Nach der Laichzeit müssen sie das Defizit schnell wieder aufholen. Da kann man mit großen Jerks (Salmo slider 16cm, Salmo sweeper 17cm, Westin swim 15cm) und Gummis jenseits der 20cm richtig Punkten.

Sommer:

Jetzt ist Downsizen angesagt! Durch weniger Sauerstoff im Wasser können Hechte kleinere Beute einfacher verdauen, als große Beute.

Herbst: In der Vorbereitung auf den Winter fressen die Hechte wieder sehr große und nahrhafte Beute. Also, GO BIG OR GO HOME!

Winter: Ködergrößen sind jetzt eher Nebensächlich, wobei eine größe von 12cm bis 20cm angebracht ist. Die Hauptsache ist, langsam, langsamer, noch langsamer!

Ich hoffe ihr hattet einen guten Einblick in meine vergangenen Erfahrungen und meinen Plan für sie kommende Saison!

In dem Sinne, Tight Lines und ein fischreiches Jahr!

MfG Christoph
 
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