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Simon19

Twitch-Titan
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Hallo zusammen,

bei mir schwirrt schon seit einiger Zeit der Gedanke im Kopf herum, mal ein neues Gummifisch-Modell in die Köderbox aufzunehmen. Als ich letztens meine Boxen mal durchgeschaut habe, ist mir dabei aufgefallen, dass sich meine Zanderangelei über die Jahre doch ganz schön verändert hat.
Als ich angefangen habe, hieß es eigentlich immer: lang und schlank. Das klassische Stint-Profil eben. Und ehrlich gesagt dominiert das auch heute noch meine Box als Easy Shiner, Slick Shad oder andere schlanke Stint-Modelle.
Allerdings habe ich das Gefühl, dass sich nicht nur mein Blick auf Köder verändert, sondern auch der Trend in der Industrie. Immer häufiger sieht man bulligere Gummifische wie den Zander Pro, Fat Swing Impact oder auch den Nays Predator, Sexy Swimmer oder Quappie. Gerade mit Blick auf die inzwischen fast überall vorkommende Grundel frage ich mich, ob diese kompakteren Köder mittlerweile nicht sogar die bessere Wahl sind?
Zum Teil wegen Restbeständen, aber auch meinen schlechten Fängen am deutschen Rhein, kann ich keine Aussage treffen ob es der bessere Köder ist, aber es gibt ja u. A. von Johannes einige Videos zu dem Thema, die mich zum Grübeln bringen. Daher meine Frage an euch geht ihr mehr in Richtung Grundel-Imitate? Also eher bullige Köder wie den Fat Swing Impact in bräunlichen, natürlichen Farben? Oder seid Ihr mehr: "never change a winnig team"?

Interessant finde ich auch das Thema Farben. Bei den schlanken Gummifischen vertraue ich inzwischen deutlich mehr auf Kontrastfarben und auf klassische Naturdekore statt Chartreuse pur. Green Pumpkin hat bei mir ein großes Vertrauen wenn UV im Spiel sein soll. Ansonsten setze ich auf Kontraste wie Schwarz-Weiß, S&P, nur mit den bräunlichen Dekoren werde ich bei schlanken Gummifischen nicht warm. Genauso die Ködergröße. Bei mir sind 12,5 cm eigentlich der Standard. Mit kleineren Ködern um die 10 cm tue ich mich irgendwie schwer, wenn der Köder nicht sehr aktiv läuft wie der Zander Pro, ansonsten greife ich fast automatisch zu den größeren Modellen gerne auch mal in 16cm. Vor allem um den Fisch auf den Köder aufmerksam zu machen.

Mich würde deshalb mal interessieren:
Hat sich eure Köderwahl in den letzten Jahren auch verändert? Setzt ihr inzwischen eher auf bullige Grundel-Imitate oder bleibt ihr den klassischen schlanken Stint-Formen treu? Und wie sieht es bei euch mit den Farben und Ködergrößen aus? Habt ihr da im Laufe der Zeit eure Vorlieben geändert oder fischt ihr heute im Grunde noch das Gleiche wie vor ein paar Jahren?
 

fragla

Barsch Vader
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Ich glaube in der Angelindustrie wird nirgends mehr Zeug vermarktet als wenn Zander drauf steht. Um Köder und Ruten wird permanent ein riesen Tam Tam gemacht. Der Zander wiederum möchte ja eigentlich nur Fressen und das mit so wenig Aufwand wie möglich.
Es ist wichtiger zu wissen wo die Biester sich auf halten und zu welchen Zeiten sie fressen. Da bin ich mittlerweile überzeugt von.

Ich sehe aber auch die andere Seite, das man auch mal neue Köder oder Angelgerät kaufen möchte, völlig menschlich und geht mir auch so. Fange ich dadurch besser oder mehr? Nein aber der Affe ist ruhig wenn der Schrank voll ist und man vor jedem Angeln überlegt, welche Rute man mit ans Wasser nimmt.
 

Le Toque

Dr. Jerkl & Mr. Bait
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Das klassische Stint Profil war mir schon lange suspekt, weil es wirklich nur einem Stint ähnelt und diese zumindest hier in der Elbe immer weniger werden.
Ansonsten orientiere man sich bei der Ködergrösse an den aktuellen jahreszeitlichen Gegebenheiten. Im Sommer bis Frühherbst also kleinere bis Miniköder,
um die massenhaft vorkommende Brut zu imitieren. War schon oft der Gamechanger bei mir.
 

Walstipper

Bigfish-Magnet
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@Le Toque Interessant dass du als Hamburger so über Köderpräferenzen schreibst, während ich beim Vorposter "es ist wichtiger zu wissen wo die Biester sich auf halten und zu welchen Zeiten sie fressen" lese.
Meine HH-Erfahrung war nämlich genau das: Welcher Spot liefert bei welcher Tide (Strömung), Mustererkennung bezüglich Köder (auch Größe) wirklich schwer.

@Simon19 Ich dachte laut Wissenschaft sind die drei Grundelarten am Niederrhein seit einigen Jahren wieder auf dem Rückzug. Gleichzeitig fällt der deutschen "hoch innovativen" Angelindustrie nach zehn Jahren auf, dass sich Gummigrundeln gut verkaufen? Bzw. dass der Chinese immer günstigere schönere Gundel-Muster anbietet...
 

Todi

Belly Burner
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Suspekt ist mir die Stintform nicht.
Erst gestern konnten wir (Kumpel und Ich) darauf gute Zander fangen.
Ich habe vorher mit dem Gobius von Z-Man geangelt. Keine Reaktion, dann auf einen EasyShiner gewechselt, also Stintform, selbe Stelle angeworfen, beim ersten Absinken kam der Biss.. die Stelle habe ich vorher mind. 4 mal mitm Gobius ausgeangelt, näher an na echten Grundel gehts ja kaum, trotzdem wollten Sie die Stintform lieber als das Grundelimitat.
Bin mir sicher, dass man auch auf bauchigere Köder Zander fängt, aber alleine um die Fehlbiss zu minimieren, setze ich auf die leicht zu faltende Stintform.
Ebenso kann man die Stintform bei gleicher länge mit geringeren Bleigewicht fischen, was die Hängergefahr minimiert.
Gerade am Rhein wo wir viel Strömung haben, schneidet ein schmaler stintartiger Köder die Strömung einfach besser wie ein bauchiger Köder, der mehr Angriffsfläche für die Strömung liefert.
Stintform hat für mich auf Zander in strömungsreichen Gewässen nur Vorteile.
 

Keilerkopf

Echo-Orakel
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Ich glaube in der Angelindustrie wird nirgends mehr Zeug vermarktet als wenn Zander drauf steht. Um Köder und Ruten wird permanent ein riesen Tam Tam gemacht. Der Zander wiederum möchte ja eigentlich nur Fressen und das mit so wenig Aufwand wie möglich.
Es ist wichtiger zu wissen wo die Biester sich auf halten und zu welchen Zeiten sie fressen. Da bin ich mittlerweile überzeugt von.

Ich sehe aber auch die andere Seite, das man auch mal neue Köder oder Angelgerät kaufen möchte, völlig menschlich und geht mir auch so. Fange ich dadurch besser oder mehr? Nein aber der Affe ist ruhig wenn der Schrank voll ist und man vor jedem Angeln überlegt, welche Rute man mit ans Wasser nimmt.
Habe auch mittlerweile das Gefühl, dass Angelstelle, Zeit und ggf. noch grundlegende Dinge zählen (Lauftiefe, Absinkphase, Methode, Größe).
Kann mich bspw. an keinen Tag erinnern, an dem eine Köderform alle anderen in Grund und Boden gefischt hat.
Ein Indikator, dass der konkrete Köder am Ende vllt. nicht Prio hat:
Welcher bekannte Angler hat nach Wechsel der repräsentierten Marke unfassbar besser oder schlechter agiert?
 

Simon19

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@Simon19 Ich dachte laut Wissenschaft sind die drei Grundelarten am Niederrhein seit einigen Jahren wieder auf dem Rückzug. Gleichzeitig fällt der deutschen "hoch innovativen" Angelindustrie nach zehn Jahren auf, dass sich Gummigrundeln gut verkaufen? Bzw. dass der Chinese immer günstigere schönere Gundel-Muster anbietet...
Das der Bestand rückläufig ist, kann ich nicht beurteilen, Fakt ist sie sind noch in Massen da. Da reicht ein Blick vor allem Nachts in die Steinpackung.

Dass der Zander sie als Beute auf dem Speiseplan hat ist glaube ich jedem klar, aber anscheinend nicht nur. Genauso bin ich auch nicht davon überzeugt dass Zander und Co sich auf die diesjährige Brut einschießen. Das wäre zu ineffizient und für ein Gewässer ein absolutes Problem. Die Anzahl an Individuen bis eine gewisse Masse erreicht wird die zur Ernährung benötigt wird, könnte mmN ganze Generationen auslöschen. Das aber bestimmte Größen zeitweise Besserfang glaube ich schon. (Was aber vermutlich mehr an der Stelle und Jahreszeit liegt)

Ich würde jetzt mal zwischen den Zeilen lesen, dass die klassischen schlanken Gummifische nach wie vor die Favoriten sind und von den hier Beteiligten noch keiner feststellen konnte, dass die Zander sich deutlich auf die Grundel eingeschossen haben, was durch ihr Schwimmtverhalten und einfach ihre Masse im Gewässer eigentlich naheliegend ist?
 

benwob

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Kann mich bspw. an keinen Tag erinnern, an dem eine Köderform alle anderen in Grund und Boden gefischt hat.

Dazu kann ich sagen, dass es bei mir und meinen Angelkollegen durchaus Zeiten gab, wo eine bestimmte Körperform und damit ein anderes Laufverhalten wesentlich effektiver war als andere.

Vorallem die größeren Zander mit 70+ konnten wir am Stausee häufig eher mit hochrückigen stark flankenden Gufis überzeugen anstatt den sonst üblichen schlanken Gufis mit hochfrequenten Schwanzwedeln.

Haben das oft gegen getestet und es gab Zeiten, da waren LunkerCity Shaker, Fox Rage Pro Shads, der bauchiger Westin Stadteez oder der Spro Wobshad einfach besser als diverse bekannte schlanke Zandergufis.
 
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Keilerkopf

Echo-Orakel
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Dazu kann ich sagen, dass es bei mir und meinen Angelkollegen durchaus Zeiten gab, wo eine bestimmte Körperform und damit ein anderes Laufverhalten wesentlich effektiver war als andere.

Vorallem die größeren Zander mit 70+ konnten wir am Stausee häufig eher mit hochrückigen stark flankenden Gufis überzeugen anstatt den sonst üblichen schlanken Gufis mit hochfrequenten Schwanzwedeln.
Bei mir bezieht sich ein Großteil der Erfahrungswerte auf den MLK und 1-2 eher flachere Gewässer mit passablem Zanderbestand. Ist also eine andere Gewässerkategorie mit vermutlich anderer Größenverteilung, etc..
 

fragla

Barsch Vader
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Dass der Zander sie als Beute auf dem Speiseplan hat ist glaube ich jedem klar, aber anscheinend nicht nur. Genauso bin ich auch nicht davon überzeugt dass Zander und Co sich auf die diesjährige Brut einschießen. Das wäre zu ineffizient und für ein Gewässer ein absolutes Problem. Die Anzahl an Individuen bis eine gewisse Masse erreicht wird die zur Ernährung benötigt wird, könnte mmN ganze Generationen auslöschen. Das aber bestimmte Größen zeitweise Besserfang glaube ich schon. (Was aber vermutlich mehr an der Stelle und Jahreszeit liegt)
Gehe ich zum größten Teil mit. Ich fische überwiegend 15cm Gummi das ganze Jahr und fange auch die Zander, die 20 kleine Rotaugen verspeist haben.
Warum größere und kleinere Köder unterschiedlich gut fangen, liegt meiner Meinung nach an der Führung und weniger daran, das der Fisch gerade nur kleine Beute möchte.
Die wenigsten Angler passen ihr Köderführung an die Ködergröße an. (Vermutung)
 

ATRiot01

Dr. Jerkl & Mr. Bait
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Wie @fragla schon schrieb: wichtiger als der Köder ist immer das auch beißwilligr Zander vor Ort sind. Im Rhein mit seiner starken Strömung komm ich da seit Jahren mit 3 Ködern aus, eigentlich 2, No Action V-Tails hab ich erst vor kurzem für mich entdeckt. Slick Shad in 4,25“ da wo es stark strömt, ES in 4,5 für ruhigeres Wasser und Nachts ( im Winter, bei Hochwasser oder nachts auch gerne 5“ oder noch größer) und seit kurzem halt der SPLT, der ist aber nicht final. Bei den Farben sinds auch 3, was sehr dunkles, was realistisches, und was helles.
Ich bin auch der Meinung grade in starker Strömung macht man sich da einfach zuviele Gedanken, hab schon öfter mal an wirklich guten Tagen nach jedem Fisch den Köder gewechselt bis die Box durch war, und alles hat gefangen, an „schlechten“ Tagen mit nur 1-2 Fischen bin ich mir sicher das es nicht an genau dem einen Köder lag das ich überhaupt was gefangen habe, sondern das ich halt den einen Fisch ganz gut getroffen hab.
In den niederländischen Kanälen und Seen siehts da bei mir schon etwas anders aus, zumindest tagsüber. Da haben die Zander „Zeit“ sich anzuschleichen, aber da richtet es zu 70% der ES, und den Rest iwelches Zeugs auf das ich grade Bock habe, unter anderem auch gezuppelte Grundelimitate, Krebse, Würmer etc.
Würde das aber zum Großteil meinem eigenen Spieltrieb und der Situation am Wasser zuordnen, nicht der absoluten Vorliebe für einen bestimmten Köder seitens der Zander. Meiner Meinung nach sind die da einfacher gestrickt als zB. Barsche…
 
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Tief im Westen...
Ich fische seit 3-4 Jahren am liebsten klein und leicht auf Zander. Bedeutet maximal 8-9cm Köder, aber auch gerne mal nur 6-7cm Köder und auch mal „was anderes“ wie kleine Grundelimitate, schwimmende Würmer am Rig usw.

Seit zwei Jahren bin ich auch sehr erfolgreich mir Dart Jigs auf Zander.

Man muss aber auch sagen, dass unsere Brot und Zielfische die 55er-65er Zander sind. Das klappt recht gut und auch 70er sind auch immer mal dabei. Größer müssen die an der 15-20g (bis max.30g) Rute dann auch nicht werden.

Da Zander am deutschen (Nieder)Rhein und „unseren“ NL Gewässern nahezu allgegenwärtig sind, fischen wir womit wir gerade Lust haben. An den meisten Tagen sind die nicht sooo kompliziert gestrickt.

Und ja, das Wichtigste sind mMn. Gewässerkenntnisse unter verschiedenen Bedingungen.

P.S. Im Herbst/Winter fische ich seeehr gerne mit C-Rig auf Zander und das klappt nahezu überall hervorragend.
 

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