Distanz Setup für Wintermurmeln

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ATRiot01

Dr. Jerkl & Mr. Bait
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Moin,
Mich würde mal eure Vorgehensweise beim Stillwasser-Distanz-Winter-Barscheln interessieren. Für mich wird das Neuland, musste bisher eigentlich nie weiter wie echte 30m raus und bin daher seit Jahren zu 90% mit der BC unterwegs. Jetzt hab ich allerdings einige interessante Spots für den Winter entdeckt die eher das doppelte an Wurfweite erfordern würden, reale 60m+.
Mit welchen Methoden und Geräten befischt ihr sowas?
Mein Bauchgefühl sagt mir ich soll mir ne 8ft Statio M-Rigge mit 0,8PE zulegen und damit 1/2oz Kick-Back oder C-Rigs mit schlankerem Krabbelgetier rausfeuern, nur hab ich keine Ahnung ob mit sowas solche Distanzen machbar sind. Auf 1oz+ Blei und die damit einhergehenden Stöcke hab ich zum Barscheln eigentlich recht wenig Lust, auch wenns sicher einfacher wäre. Aber bevor ich mich da total verrenne:
Wie macht ihr das und welches Gerät genau benutzt ihr dafür?
Hoffe auf ein paar Inspirationen;).
 

PhilippPDM

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Bei mir geht s quasi immer um maximale Wurfweite. Was den größten Erfolg zwecks maximaler Wurfweite gebracht hat war der Wechsel von 0.8 auf 0.4 PE. Mit der 2,20m rute, 0.4PE schnur und nem 14g tungsten Gewicht werfe ich fast genauso weit wie mit meiner 2,70m Rute, 0.8er schnur und 21g Tungsten Gewicht. Dazu fliegen natürlich kleine köder mit wenig Volumen (schlanke 2-3 inch pintails z.b.) auch nochmal deutlich weiter als z.b. große craws mit fetten Scheren. Das ganze ist aber natürlich nicht optimal um gezielt auf große Barsche zu fischen und deshalb würde ich die Mitte nehmen und ne 0.6 PE wählen.

Dazu ne jdm Salzwasser Rute(light game, sea bream oder rockfish Ruten) mit einem maximalen WG von ca. 30-40g und einer Länge von 2,35-2,70m. Dazu Tungsten sinker von 14-21g.

Welches Rig am besten fliegt kann ich gar nicht sagen. Das C-Rig gehört aber, glaube ich, definitiv nicht dazu.

Ich benutze folgende Ruten:

daiwa Silver wolf ex72ml s
Daiwa hrf HRF SX 97M/MHS-S
Evergreen Mighty huntsman 83H
Dreemup 810H RA
 
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ATRiot01

Dr. Jerkl & Mr. Bait
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Danke, so hab ich es mir vorgestellt, mit Tackebeschreibung.
PE 0,4 ist bei mir leider raus, selbst bei 0,6 hätte ich etwas Bauchschmerzen, wobei das an dem Gewässer reichen sollte solange wirklich nur Barsche einsteigen, bleibt auf jeden Fall mal im Hinterkopf.
Und ja, C-Rig und Kick-Back sind wohl eher nicht so gut wenns wenig Gewicht sein soll, bleibt T-/Free-Rig….
 

dgspec

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@ATRiot01
Moin,

hier mal eine Montage, die bei mir recht verwicklungsfrei in der Vergangenheit gut funktioniert hat.
Im Prinzip ein abgewandeltes C-Rig und die Kritzelei ist hoffentlich selbsterklärend.

Wichtig:

das Blei sollte vom sogenannten Arlesy-Typ sein (aus dem Karpfen-Bereich,Gewicht nach Bedarf)
Beste Flugeigenschaften durch die typische Form, widerstandsfreier Durchlauf...deutlich besser als bei Bullets. Ich hab' meist irgendwas zwischen 10 und 20gr benutzt.

Das FC in Richtung Hauptschnur sollte min .0.35, besser 0.40+ sein, Hauptsache recht steif und deutlich länger als das Hakenvorfach.
So kann es sich nicht so leicht vertüddeln.

Dein Hakenvorfach wie gewohnt, sollte aber dünner als das FC,welches zur PE läuft und möglichst kurz (ca 30cm) sein.

Haken möglichst kein EWG, besser vom Offset-Wurmtyp und dann schlanke Köder
(Pintails,Wurm oder schmale Creatures), Hakenspitze skin-hooked montieren.

Das Ganze ist nicht 100% vertüddelfrei, aber so ca 95%. Eventuelle Vertüddelung löst sich i.d.R beim ersten "Anzuppeln"

Das Ganze basiert auf eigentlich auf dem Longrange Karpfen und/oder Brandungsbereich.
Hab' länger damit rumgekaspert (try and Error) als ich an einem Kiessee eine weiter draussen liegende Sandbank befischen wollte.
Hat ziemlich stressfrei funktioniert.
IMG_20260914_083210~2.jpg
 

Ganther

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Hallo @dgspec,

wo siehst du hier einen Vorteil gegenüber dem Free-Rig? Trennung von Gewicht und Köder?

Was Wurfweite angeht bin ich seit 2 Jahren absoluter Free-Rig-Fan und es funktioniert an meiner Talsperre sehr gut.
Verwicklungen hat es bei mir mit Free-Rig noch nie gegeben.

VG
 

dgspec

Barsch Vader
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Hallo @dgspec,

wo siehst du hier einen Vorteil gegenüber dem Free-Rig? Trennung von Gewicht und Köder?

Was Wurfweite angeht bin ich seit 2 Jahren absoluter Free-Rig-Fan und es funktioniert an meiner Talsperre sehr gut.
Verwicklungen hat es bei mir mit Free-Rig noch nie gegeben.

VG
es ging doch bei ATRiots Anfrage primär um die max. Wurfweite, weniger um Verwicklung.

Ich persönlich bin kein wirklicher Fan vom FreeRig, da die oft angepriesende
Trennung von Blei und Köder in der ersten Absinkphase 99% so meist nicht wirklich stattfindet und das Gewicht den Köder erstmal mit sich zieht.
Nur meine pers. Erfahrung...bei anderen mag es ja funktionieren .
Lässt man das FreeRig nach dem Eintauchen an freier Leine sinken mag es sich eher trennen, allerdings verpasst man dann möglicherweise nicht seltene Bisse während dieser Phase.

Beim anschließendem Anzupfen funktioniert die Trennung eher.

Grund meiner Empfehlung:

Da beim FreeRig der Köder beim Wurf ja direkt am Blei anliegt, verursacht da uU. imho deutlich mehr Luftwiderstand und kann die Weite reduzieren. Bei "meinem"
Vorschlag legt sich ein schlanker Köder beim Wurf hinter das Blei und bietet da insgesamt deutlich weniger Luftwiderstand.

Da ist mir diese "alte" Montage von mir eingefallen, die er probieren kann um seine benötigte Weite zu erreichen.

Fische von Zeit zu Zeit in bestimmten Situationen noch einige alternative Methoden, die manchem vielleicht kontrovers erscheinen würden.

Das steht aber auf einem anderen Blatt und würde hier zu weit gehen.

Ist nur 'ne Anregung, nicht mehr und nicht weniger.
 

benwob

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Da beim FreeRig der Köder beim Wurf ja direkt am Blei anliegt, verursacht da uU. imho deutlich mehr Luftwiderstand und kann die Weite reduzieren. Bei "meinem"
Vorschlag legt sich ein schlanker Köder beim Wurf hinter das Blei und bietet da insgesamt deutlich weniger Luftwiderstand.

Da haben wir dann sehr unterschiedliche Erfahrungen gemacht.
An der Talsperre aber auch hier am Fluss brauche ich auch öfter große Wurfweite und habe deshalb viel getestet.
Mein C-Rig ist dabei deinem sehr ähnlich aufgebaut. Ich benutze auch kein Bullet sondern keulenförmige Gewichte mit Öse.
Aber ein in der Luft am Vorfach hinterher gezogener Köder kommt dabei meiner Erfahrung nach immer leichter ins Trudeln und bremst damit deutlich stärker, als wenn sich der Köder direkt am Gewicht befindet. Auch bei schlanken Ködern.
Die beste Wurfeigenschaft und damit größten Wurfweite hatte bei mir das Jika-Rig mit einem länglichen keulenförmigen Gewicht ergeben.
Dabei ist der Köder ja quasi fest mit dem Gewicht verbunden und fliegt dadurch sehr stabil und ohne zu Trudeln.
Beim Free-Rig mit einem länglichen keulenförmigen Gewicht könnte das genauso sein, da der Köder dann ja auch direkt hinter dem Gewicht fliegt.
Allerdings habe ich das im direkten Vergleich noch nicht getestet.
 
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Maximale Wurfweite ist sehr gut, keine Frage! ABER, die großen Winterbarsche sind oft richtige Diven und da braucht es mitunter den 4. oder 5. Köder/Montagenwechsel um Bisse zu generieren. Ergo ist es wichtig verschiedenste Montagen auf maximale Weite zu bekommen.

Wir haben das teils exzessiv gemacht und bis ins kleinste Detail auseinandergenommen. Ruten(längen), Rollen, Schnüre usw. miteinander verglichen um bei verschiedensten Wetterbedingungen die maximale Wurfweite zu erreichen UND die Bodenbeschaffenheit inkl. feiner Bisse auf 60m zu erkennen.

Das hat viel Zeit und Geld gekostet aber auch viel Spaß gemacht und war mit die erfolgreichste Zeit ever, da das so in der Form kaum jemand praktiziert hat.
Die meisten haben sich mit nem 10g Bullet/Rig selbst limitiert.

Um es mal abzukürzen, für uns haben sich Ruten mit einer Länge von 2,40m-2,60m (von 2,20 bis 2,90 alles getestet) als ideal herauskristallisiert. Dazu 2500/3000er Shimanos. 4000er gehen auch, haben aber kaum Mehrwert gebracht. Man muss bedenken, man steht hüfttief im Wasser und haut über viele Stunden einen Gewaltwurf nach dem anderen raus. Das geht ordentlich auf Schulter, Rücken und Co.

An Schnüren haben wir mit 8lb bis 12lb experimentiert. 12lb war recht schnell raus und 8lb war uns wegen den vielen Steinen, Kanten und Muschelbänken zu fragil.
Wobei man sich schon fragen muss ob es nen Unterschied macht, ob man mit ner 8lb oder 10lb an der Muschel langschrabbt. FC haben wir immer so dünn wie möglich gewählt um das Köderspiel nicht zu versteifen. Dann halt öfter das FC eingekürzt oder gewechselt.

Auch bei den Ködern gibt es so krasse unterschiede was die Flugweite angeht. Insbesondere Jig-Spinner fliegen je nach Form und Blatt bei identischem Gewicht mal 10m weiter oder halt auch weniger weit. Ansonsten machen halt Pins am DS Sinn, oder auch Dart Jigs. C-Rig, KB-Rig, Free-Rig usw. fliegen mit kleineren Craws/Creatures natürlich weitaus weiter. Es ist auch mehr ein Märchen, dass man für große Barsche, große Köder benötigt. ;)

So, das war mal ne kurze Exkursion, da ich gerade auf dem Sprung bin. Ich glaube ich könnte nen Buch darüber schreiben… ;)

P.S. Ich würde nahezu immer zu einer Wathose tendieren. An vielen Spots DER Gamechanger…
 

benwob

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Ach ja, meine Distanz-Kombo ist dabei die BA Spin ST MH in 2,49m und einem WG bis 28g.
Im Normalfall mit einer 2500 o. 3000 Stradic FL und Sunline Super PE in #1.
Dünner Schnur erhöht dabei vorallem bei leichter Gewichten noch die Wurfweite.
 

TOMKE

Dr. Jerkl & Mr. Bait
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Ich mache das tatsächlich ziemlich hemdsärmelig: mehr Gewicht.
Wenn ich ein C-Rig oder Dropshot langsam über den Grund schleife (und mehr mache ich im Winter i.d.R. nicht) spielt das Gewicht ja kaum bis garkeine Rolle.
20g+ und auf gehts.
 

benwob

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Ich mache das tatsächlich ziemlich hemdsärmelig: mehr Gewicht.
Wenn ich ein C-Rig oder Dropshot langsam über den Grund schleife (und mehr mache ich im Winter i.d.R. nicht) spielt das Gewicht ja kaum bis garkeine Rolle.
20g+ und auf gehts.

Ja klar. C-Rig, Dropshot, Kickback usw. geht auch mit 40g oder mehr wenn's sein muss.

Der TO hat aber ja explizit geschrieben, dass er das nicht möchte.
 

SlidyJerk

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Auch wenn er das nicht möchte, sollte er es tun! Mein Distanz Setup ist und bleibt das „Heavy“ Dropshot System. Mit einem 15-20g Bleitropfen und Ködern wie HellGies etc. sind >60m kein Problem. Dazu lässt sich der Köder ganz smooth und variabel bewegen. Das mit einer MH Expride und 71er Metanium. Schnur 15lb.
Das funktioniert in ruhigen und durchströmten Gewässern. Egal ob Sommer oder Winter. Nur die Köderführung ist dann anders.
 

hebeda

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Dünne geflochtene, 0,04~0.06 mm wurfgewichte bis 10~18 gram ...

ich komme mit 1,98m rute und 0,04 fireline crystal (ja die gibts schon lang nicht mehr, hab noch restbestände) und 18 Gramm blei ca. 70-80 meter weit mit Dropshot und Seitenarmmontage .... die Form des Köders macht auch viel aus, ich angel meist mit kleinen Charly Brewer Slider Grubs 1.5 inch (3.81cm) .
 

Hangel

Dr. Jerkl & Mr. Bait
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Ich angle mit 16-18 gr Jigkopf und bulligen ca. 3" Ködern im Winter. Nutze dafür die JigWhip 2.0 30-60 gr und komme gut raus, schätze mal um die + 60 m je nach Wind.
Rolle ist einer 3000er Stradic, an der Schnur hab ich noch nicht viel optimiert und ist eine Kariki 8-fach 0.13 mm... nehme das gleiche Setup für Zander am Fluss.

Ich habe aber auch einen Kollegen, der eine 300 cm Pilker-Rute vom Meeresangeln mit 20 gr+ Dropshot fischt und sicher nochmal 20 m weiter wirft als ich.
Schätze mal er kommt um die 80-100 m je nach Wind, das ist wahsinn wie weit erwirft. Hat das Setup aber auch nur für das gezielte angeln im Winter wo er an den Tagebauen weit raus muss.
 

babu254

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@ATRiot01 falls Interesse besteht, ich hab gerade eine BA Spin MH Solid Tip bis 28g im Marktplatz. Die Rute wär für dein Vorhaben sehr gut geeignet. LG
 

Mohrchen

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Ich bin auch ähnlicher Meinung wie Kanalbarschjäger, dass vor allem der Köder die Wurfweite bestimmt.
Zum Beispiel werfe ich am weitesten am Free-Rig mit dem G-Tail Saturn von Reins. Bei der Schnur werfe ich mit der Max Power PE von Varivas am weitesten. Ansonsten machen mir Gewichte jenseits der 12g-Marke überhaupt keine Spaß, weder beim Wurf, noch beim Finesse-Angeln.
 

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