Wie jedes Jahr war ich auch heuer (Ende August - Anfang September) wieder in Kärnten unterwegs.
Im Gegensatz zu den letzten Jahren gab es weder enorme Temperaturstürze noch sonstige Wetterkapriolen. Es war einfach warm - zum angeln tagsüber prinzipiell viel zu warm, aber wenn man weiß, wo schattige Plätze sind, kein Problem.
Die Hechte und Barsche sind zu dieser Jahreszeit speziell in den Morgen- sowie Abendstunden aktiv - also wenn es am und rund um das Wasser ruhig ist. Tagsüber ziehen sie sich aufgrund der Badegäste, Stand-up-Paddle-Fahrer und Kayakfahrer zurück …
Hechte waren eher Kinderstube (wenn man Ufernah angelt) und Barsche gingen rauf bis etwas über 30 cm. Also die großen Ausnahmefische waren zumindest bei Hechten und Barschen nicht dabei.


Mit etwas über 50, rein auf Kunstköder gefangen Fischen, bin ich für die Woche auch zufrieden.
Das es allerdings auch besser geht, hat mir ein äußert netter Angler aus Stuttgart bewießen, der trotz viel weniger Angelzeit (er war mit seiner Familie dort) in der gleichen Zeit, gut 120 Barsche rausgezuppelt hat.
Als wir uns das erste Mal am Wasser über den Weg gefahren sind, war ich erstaunt darüber, wie wenig windanfällig das Supjak ist, mit dem er unterwegs war. Während ich bei unserer längeren Unterhaltung (bei etwas Wind) im 4m GFK-Boot ständig gegensteuern und ausgleichen musste, blieb das Supjak einfach „auf der Stelle“ stehen - schon ziemlich cool.
Auch die Tatsache, dass er dabei beide Hände frei hatte, ist ein massiver Vorteil.
Im Laufe der Woche haben wir uns ein paar Mal am Wasser getroffen und er hat mir auch seine Jerkbaitsammlung präsentiert, die er selber baut und lackiert. Teilweise aus Holz, teilweise aus Kunststoff. Es war sogar einer dabei, der eine echte Haut eines Saiblings hatte (also unter der Lackschicht).
Ich habe es leider verabsäumt ein Foto von all den tollen Jerkbaits zu machen. Einen hat er mir geschenkt und von dem gibt es auch ein Foto.
Der wird bei mir nie das Wasser sehen - aber mit viel Wertschätzung in meiner Sammlung aufbewart werden. Danke nochmals für den tollen Köder
Da es, was Hechte und Barsche betraf, nicht so grandios lief, habe ich zwischendurch immer wieder mit einem kleinen Topwaterkäfer auf Rotfedern / Rotaugen und Döbel geangelt und das lief sensationell und hat mir seit ziemlich langer Zeit am meisten Spaß gemacht. Einfach mega spannend und genial, wenn die Fische im klaren Wasser, den Köder von der Oberfläcke wegsnacken. Natürlich sind die Drills auch nicht ohne, denn so eine Rotfeder hat einfach mehr Power als ein Barsch in der selben Größe.
Hier hat es zu einem neuen Döbel PB mit 51cm und bestimmt auch Rotfeder PB (die habe ich nicht gemessen - schätze auf 43 - 45 cm gereicht)


Ich verstehe immer mehr, warum das angeln mit l, ul und xul Tackle immer beliebter wird - m.M.n. definitiv berechtigt (y)