Hitzewelle - wie geht ihr damit um ? leiden bereits eure Gewässer?

  • Hi Gast, Du bist neu hier. Um das Forum übersichtlich zu halten, bitten wir Dich, erst die Forensuche (Lupe oben rechts) zu bemühen, bevor Du ein neues Thema eröffnest. Vieles wird hier schon diskutiert. Vielen Dank fürs Verständnis und viel Spaß hier!

timmi

Belly Burner
Registriert
1. Dezember 2015
Beiträge
40
Punkte Reaktionen
88
Ort
Waltrop
Weil? Man die Hechte oder Futterfische dann nicht mehr findet?

Ohne Echolot kann man dann also nicht mehr auf Hecht fischen und das verfolgte Ziel der Hechtschonung wird so überhaupt nicht erreicht ^^. Macht absolut Sinn!

Klassische Deutsche Sinnlosregel, ach was ist das schön hier.

Den Ansatz der Schonung mag ja gut sein aber was soll diese Regelung bitte bewirken? Die Schonung schonmal net

Ich denke es geht darum das einfach weniger gefangen wird, da es ohne Echo schwerer wird. Will das auch gar nicht bewerten. Mir ging es darum zu zeigen, das auch der Ruhrverband erkannt hat das dort ein Problem besteht.
 

timmi

Belly Burner
Registriert
1. Dezember 2015
Beiträge
40
Punkte Reaktionen
88
Ort
Waltrop
Ich denke das Verbot hilft primär den Zandern, die sich insbesondere in den Sommermonaten gut pelagisch fangen lassen aber im (tiefen) Freiwasser stehen - gerne auf 10m+ mit den bekannten Folgen. In der Begründung des Verbotes wurden damals auch lange Drills von Hechten an zu leichtem Gerät im warmen, sauerstoffarmen Wasser genannt. Der Punkt kommt beim Schleppfischen zumindest seltener vor.

Ich befürworte nicht die deutsche Verbotspolitik, glaube aber an positive Auswirkungen für das Gewässer/den Bestand. Warum?
- das Gewässer wird für viele Guides & Gastangler deutlich unattraktiver --> Angeldruck nimmt ab
- es wird deutlich schwerer für Bootsangler zum Fisch zu kommen ohne Anhaltspunkt über Futterfisch, Sprungschicht, Tiefe der Freiwasserfische
- Schleppfischen ist nur für einen Bruchteil der Rauffischangler/Bootsangler attraktiv

Hier der Bericht im Blinker aus 2024:
Genau den meinte ich. Hier ist auch noch ne Video aus 24 dazu.
 

Westcoast-Jörn

Rapfen-King 2022
Registriert
19. Februar 2016
Beiträge
428
Punkte Reaktionen
1.483
Ich hatte es bereits in einem anderen Thread geschrieben: Als die erste Hitzewelle vor etwa 3 Wochen unsere Region erreichte, da war in praller Mittagssonne totale Eskalation angesagt...die Hechte haben sich die Baits so aggressiv reingeballert, als ob es kein Morgen mehr gibt. Extrem spritzig trotz schwererem Gerät die Drills. Das Ganze bei etwa 20 Grad Wassertemperatur...man merkte trotz schneller Versorgung im Wasser schnell, dass die Fische ausgepowert waren. Ein Exemplar musste ich dann letztendlich auch entnehmen.
Man hätte die ganze Sache auch "ausschlachten" und sicherlich noch den einen oder anderen Meter mitnehmen können, aber da war für mich Schluss.
Seitdem bin ich erfolglos auf Wolfsbarsch unterwegs....

Grüße von der Küste
Jörn
 

Allrounder90

Gummipapst
Registriert
25. April 2019
Beiträge
903
Punkte Reaktionen
5.998
Alter
36
Ort
Neubrandenburg
Ich versteh das Ansinnen ... nur ist mir die Argumentation komplett wirr.

Zu feines Angeln .,.. was hat das mit Echo zu tun.

Lange Drills ... was hat das mit Echo zu tun. Achja das feine Gerät...

Du sagst es ja schon --> man will es den Bootsanglern einfach schwerer machen an Fisch zu kommen. Dabei aber nicht allen, denn das Schleppen auf eben diese Fische ist dann wieder ok und dann gleich mit 2 Ruten (warum eigentlich? geht man davon aus das die Schlepper eh verwerten?).

Naja kann mir egal sein werd da nie angeln. Wenn Ihnen die Großfische so wichtig wären dann wäre ein Schonmaß schonmal ein Anfang. Vorallem dieser Rundumschlag... zack alle und fertig. Klar was anderes könnten Sie eh nicht kontrollieren aber das man dann noch net mal das Echo ohne Geber für ne Tiefenkarte benutzen darf ... alles klar ^^ aber ich sag nur Kreuzpeilung ... Kompass nicht vergessen

Und den Deeper mitm Handy ^^ ohman dann gibts noch komplette Durchsuchung. Hallo Fischereiaufsicht, einmal nackig machen bitte, was ist das bitte für eine Kugel dort.
 
Registriert
15. Juli 2009
Beiträge
11.245
Punkte Reaktionen
40.263
Ort
Tief im Westen...
Aber warum wird sowas eingeführt?

Meistens doch weil „wir“ Scheiße bauen und dazu noch versuchen, alles was nicht explizit verboten ist, als erlaubt zu rechtfertigen.

Oft zwingen „wir“ doch die Vereine zu solch verzweifelten Maßnahmen.

Ich möchte nicht wissen wie viele fanatische C&Rler aktuell oder in der letzten Woche gezielt auf Hecht oder Bafo unterwegs waren. Und warum? Ist ja nicht verboten…
 
Zuletzt bearbeitet:

fragla

Barsch Vader
Registriert
14. Januar 2021
Beiträge
2.457
Punkte Reaktionen
6.170
Alter
56
Ort
Thüringen
Einen Köder an den Kameraden vorbeizuführen macht keinen Stress, da hast Du recht. Der Drill aber schon. Und eben dieser Stress kann schon zu viel sein.
Wenn die Bedingungen so sind wie ich beschrieben habe, kommt es zu keiner Nahrungsaufnahme und auch zu keinem Drill.(Gehakt mal außen vor gelassen)
Das ein Drill immer Stress ist, ist unbestritten.
 

ATRiot01

Dr. Jerkl & Mr. Bait
Registriert
19. September 2020
Beiträge
369
Punkte Reaktionen
745
Alter
48
Ort
Forst
Wenn die Bedingungen so sind wie ich beschrieben habe, kommt es zu keiner Nahrungsaufnahme und auch zu keinem Drill.(Gehakt mal außen vor gelassen)
Das ein Drill immer Stress ist, ist unbestritten.
Absolut auch meine Ansicht, zumindest im gro. Wenn die Zander im Rhein akuten Stress hätten mit den 29Grad würden die nicht wie bekloppt in die Brut scheppern, man würde sicher mal den ein oder anderen fangen, aber wie heute 6 Stück innerhalb von 40 Minuten? Alle lieferten einen für Zander guten Drill, und danach trieb kein einziger nach Luft japsend im buhnenkessel rum, was ich unter anderen Bedingungen schon erlebt habe. Wie gesagt (meine Meinung) alles situationsbedingt, vielleicht rechtfertige ich damit nur meine Angelgeilheit. Ohne den Kontext zu meinen vorangegangenen Posts klingt das allerdings ungeil…
 

Simon19

Twitch-Titan
Registriert
29. Juni 2020
Beiträge
69
Punkte Reaktionen
70
Ort
NRW
Absolut auch meine Ansicht, zumindest im gro. Wenn die Zander im Rhein akuten Stress hätten mit den 29Grad würden die nicht wie bekloppt in die Brut scheppern, man würde sicher mal den ein oder anderen fangen, aber wie heute 6 Stück innerhalb von 40 Minuten? Alle lieferten einen für Zander guten Drill, und danach trieb kein einziger nach Luft japsend im buhnenkessel rum, was ich unter anderen Bedingungen schon erlebt habe. Wie gesagt (meine Meinung) alles situationsbedingt, vielleicht rechtfertige ich damit nur meine Angelgeilheit. Ohne den Kontext zu meinen vorangegangenen Posts klingt das allerdings ungeil…
Petri, also ich tue mir aktuell sehr schwer mit dem Zander. Darf man fragen wie du die Gefangenen hast?

Zum ursprünglichen Thema: am deutschen Rhein haben wir eine fast komplette Sättigung des Wassers mit Sauerstoff, Sauerstoffmangel ist jetzt aktuell keine Gefahr, da die Temperatur auch wieder sinkt. Allerdings schützen sich die Fische aktuell sehr gut vor mir

Und an den Baggerseen.... Da versauen mir die Badegäste ehr die Laune.


Und zum Thema Echolot, ich meine Uli Beyer hat dazu ein Video gemacht und es geht tatsächlich um das Pelagen und Sharp Shooten, wo große Fische gezielt angeangelt werden und verenden. Die Diskussion um ein Entnahmefenster wäre dann auch wieder nicht zielführend.
 

LenSch

Finesse-Fux
Registriert
25. April 2013
Beiträge
1.294
Punkte Reaktionen
1.063
Geht bei den Talsperren auch darum, das viele Angler, gezielt große Fische über`s Lot in Tiefen, tiefer als 8 Meter angefischt haben, leichtes Gerät genutzt wird (auf Grund des hohen Angeldrucks die Fische sonst nicht mehr beißen) und noch minutenlange Fotosessions dazu. Dann kommen die hohen Temepertaurunterschiede und der Stress dazu und schon durfte der Ruhrverband täglich tote, große Fische einsammeln.
Was viele vergessen, die Talsperren wurden weder als Angelteich oder Freizeitbad gebaut. Ein gesunder Fischbestand wirkt sich auf die Wasserqualität aus. Man kann froh sein, dass das Echolot nicht komplett verboten wurde. Was mir persönlich fast lieber gewesen wäre.
Finde es aber amüsant, dass Leute die mit dem Gewässer nichts zu tun haben und nicht wissen was hier los ist, sich eine meine Meinung bilden und die auch noch so raus hauen :D
 

Cybister

BA Guru
Registriert
28. Juli 2020
Beiträge
5.029
Punkte Reaktionen
14.727
Ort
Rheinhessen
Absolut auch meine Ansicht, zumindest im gro. Wenn die Zander im Rhein akuten Stress hätten mit den 29Grad würden die nicht wie bekloppt in die Brut scheppern, man würde sicher mal den ein oder anderen fangen, aber wie heute 6 Stück innerhalb von 40 Minuten? Alle lieferten einen für Zander guten Drill, und danach trieb kein einziger nach Luft japsend im buhnenkessel rum, was ich unter anderen Bedingungen schon erlebt habe. Wie gesagt (meine Meinung) alles situationsbedingt, vielleicht rechtfertige ich damit nur meine Angelgeilheit. Ohne den Kontext zu meinen vorangegangenen Posts klingt das allerdings ungeil…
Die Sterblichkeitsrate bei Zandern ist grundsätzlich ziemlich hoch, wenn man Arlinghaus und anderen glauben darf, Barsche an sich sind ziemlich robust.
Die Crux liegt im Stoffwechsel. Der ist bei Wechselwarmen bei den Temperaturen auf dem Maximum, die sind agil wie nie im Jahr, das erklärt auch die Beissfreude, trotz warmen Temperaturen. Der Drillstress * kann* dann das Zünglein an der Waage sein, der den vulnerablen Zustand endgültig zum kippen bringt. Es muss wohl noch nicht mal sein, dass der Fisch sofort den Bauch zeigt, sondern erst nach etlichen Stunden nach dem Release. Da gibt es u.a. Berichte bei Bass.
Grundsätzlich dürfte die Überlebensrate um so höher sein, je kälter das Wasser ist und um so kürzer der Drill dauert.
 

ATRiot01

Dr. Jerkl & Mr. Bait
Registriert
19. September 2020
Beiträge
369
Punkte Reaktionen
745
Alter
48
Ort
Forst
Die Sterblichkeitsrate bei Zandern ist grundsätzlich ziemlich hoch, wenn man Arlinghaus und anderen glauben darf, Barsche an sich sind ziemlich robust.
Die Crux liegt im Stoffwechsel. Der ist bei Wechselwarmen bei den Temperaturen auf dem Maximum, die sind agil wie nie im Jahr, das erklärt auch die Beissfreude, trotz warmen Temperaturen. Der Drillstress * kann* dann das Zünglein an der Waage sein, der den vulnerablen Zustand endgültig zum kippen bringt. Es muss wohl noch nicht mal sein, dass der Fisch sofort den Bauch zeigt, sondern erst nach etlichen Stunden nach dem Release. Da gibt es u.a. Berichte bei Bass.
Grundsätzlich dürfte die Überlebensrate um so höher sein, je kälter das Wasser ist und um so kürzer der Drill dauert.
Habe versucht die Studie zu finden auf die sich Arlinghaus bzgl. der Mortalitätsrate bei Zandern bezieht, konnte leider nur halbgare Experimente unter fragwürdigen Bedingungen mit Walleys finden, falls es da was vernünftiges zu giebt würde ich mich über Link freuen (gerne via PM).
Ich persönlich bin für mich überzeugt davon das ich bei Zandern eine weit geringere Sterblichkeitsrate nach dem Release habe als bei Hechten, wahrscheinlich sogar als bei Wallern, und definitiv geringer als bei Aalen.
Warum?
Zander jigge ich nur oder leiere ich GuFis am leichten Kopf. Der Drill dauert selbst bei den hier seltenen 70er Fischen keine 60 Sekunden, Landung, Jig lösen, Fisch zurück, sich freuen….
Beim Hecht klappt das halt so nicht. Der Drill ist länger, und dann kommt das Händling beim Hakenlösen rund um die Epidermisunverträglichen Beisserchen, wo dann villeicht je nach Köder auch noch mehrere Haken drin sitzen. Dazu kommen oft tiefsitzende Haken und Verletzungen der Kiemen…
Beim Waller ( ich rede vom Spinnfischen in D. mit meist kleineren Exemplaren) hab ich auch definitiv mehr Kiemenbogenschäden als beim Zander…. Wobei ich da wenig zum Release sagen kann, die kommen meist mit um meine Küche kennenzulernen. Nicht weil ich die ultrageil finde zum Essen, einfach nur weil es genug davon gibt bei uns, und man kann sie schon ganz gut zubereiten.
Ich musste auch schon Waller von 160+ entnehmen die den Release nicht packten,dem langen Drill am Zandergerät geschuldet, geht für mich auch klar.
Und wenn ich an meine Jugend zurück denke, mir sind die „robusten“ barsche meist vor den Zandern im Setzkescher abgenippelt…

Würde das ganze jetzt eigentlich gerne auf sich beruhen lassen, soll eh jeder machen wie er für richtig hält…..
 

Christoph____

Twitch-Titan
Themenstarter
Registriert
13. Januar 2021
Beiträge
56
Punkte Reaktionen
102
Alter
39
Ort
Neutillmitsch
wie reagiert eigentlich die Youtube Szene auf die Hitzewelle und Wassertemperaturen? Hab durch die Fussball WM fast nichts neues auf Ypoutube mitbekommen... :emoji_thinking:
 

Krautzone

Bigfish-Magnet
Registriert
28. Januar 2019
Beiträge
1.641
Punkte Reaktionen
5.512
Alter
56
Ort
Frankfurt
Einer der Angelvereine in dem ich Mitglied bin hat mittlerweile auf die Hitzewelle reagiert,da ich schon länger nicht am Vereinsgewässer war hab ich erst gestern davon erfahren das daß Angeln auf Raubfische schon seit 2 Wochen ausgesetzt worden ist und auch erst wieder ab einer Temperatur von 20⁰ erlaubt wird zudem gibt es einen Aufruf auch das sonstige Angeln freiwillig zu unterlassen.
Finde gut das der Verein gehandelt es gibt leider zu viele unvernünftige Leute die trotz 26-28⁰ Wassertemperatur Angeln gehen.Auch in Hinsicht auf das in Hessen gültige Entnahmefenster ist das zeitweise Angelverbot gut sonst hätten wir garantieren bei den großen Laichfischen erhebliche Verluste zu beklagen.
 

Ronnie

Barsch Vader
Registriert
30. Juni 2008
Beiträge
2.308
Punkte Reaktionen
11.071
Wir hatten ab gestern Abend mehrere, von heftigen Sturmböen begleitete durchziehende Gewitter, es sind etliche Bäume an den Gewässern und auch sonst umgefallen, u.a. ne riesige Pappel an einem unserer stark frequentierten Vereinstümpel, glücklicherweise scheint aber niemand zu Schaden gekommen zu sein bzw. dachte, er müsste bei dem Weltuntergang sich draußen aufhalten.

Was ich krass finde, ist wie lange es dauert bis Gebäude sich abkühlen. Heute morgen wars beim zur Arbeit fahren deutlich unter 20°, trotzdem hab ich im Büro bei komplett offenem Fenster immer noch 26,2 °. Hat jemand ne Ahnung wie lange es ca. dauert, bis stehende Gewässer in stärkerem Maße runterkühlen? Ich meine der Sturm letzte Nacht hat hier wenigstens in unseren flacheren Gewässern die obere Wasserschicht gut durchgewirbelt.....
 

Mohrchen

BA Guru
Registriert
14. Juni 2005
Beiträge
2.542
Punkte Reaktionen
6.247
Ort
LOS
Wenn ich mir das Thema so anschaue: "Hitzewelle - wie geh[e ich] damit um"?:
...Klimaanlage anmachen, ansonsten mit der Bahn auf Arbeit fahren, anstatt mit dem Auto, mit dem Fahrrad einkaufen fahren - nur wenn ich Bier brauche, dann mit dem Auto, lieber mit dem ICE fahren, anstatt fliegen, nur einmal im Jahr in den Urlaub fahren...!
 
Zuletzt bearbeitet:

Oben