Fangberichte Barsch-Alarm-Treffen am Lychensee – der Review
Diesmal waren es 23 Mann, die sich kurzentschlossen auf den Weg nach Lychen in die Uckermark machten, um am diesjährigen Usertreffen teilzunehmen. Mit dabei waren diesmal Dude52, hg_horny, thinkbig und Sohn, fisch78, ronny78, z_hunter und Kollege, Daniel24, potsdam-rockt, erimbo, woodland, varly, spin89, Hoffi, Ekki, Veit, David, Claudia, Jochen, Bernd und ich.
Diesmal gab‘s erstaunlich wenig Probleme, die Leute auf die Buden aufzuteilen. Und so konnte am Freitag auch entspannt angegrillt werden. Es entwickelte sich der übliche Austausch von Getränken, Lebensweisheiten und Angelstories, in dem sich ein Teil der angestauten Energien entladen konnte. Und so ging‘s dann am Samstag nicht gerade hektisch zu, als wir die Boote klarmachten und uns bei bestem Wetter auf den See begaben.
Für David und mich ging‘s am ersten Angeltag zunächst mal zum Plateau gegenüber – einem meiner Lieblingsplätze im See. Erstaunlicherweise ging da dann leider gar nix. Also ab zum nächsten Spot, dem Prallhang vor den Monstergartenzwergen. Da wir auf dem Weg dahin jede Menge Strukturen und herrliche Anzeigen auf dem Lot entdeckt haben, kamen wir nicht so schnell vorwärts. Dann waren wir aber endlich da. Und paff. Da kamen auch schon die ersten Bisse. Nachdem wir hier aber nur kleine Barsche und kleine Hechte hatten, mussten wir weiter. Ziel war nun der Übergang in den Stadtsee, wo sich traditionell viel Futterfisch ansammelt.
Platz eins war von Bernd und Veit belegt. Also nahmen wir uns Platz zwei vor, von dem man wunderbar den Bereich um einen riesigen Ukeleischwarm abwerfen konnte. Der erste Barsch ließ nicht lange auf sich warten.
Die Bisse kamen in regelmäßigen Abständen. Wir mussten uns die Fische zusammenangeln. Alle 10 Würfe, hat‘s dann mal geschnackelt.
Unterm Strich hatten einen guten Tag. In der Hoffnung, dass es bei den anderen auch so gut lief, haben wir uns dann zurück auf den Hauptsee gemacht, dort noch ein paar kleine Barsche und Hechte gefangen und uns nach und nach die Negativmeldungen eingeholt. Erschreckenderweise lief es auf den meisten Booten nicht wirklich berauschend. Die Barsche hatten die Klappe zu. Die besten Fische waren 38 und 36 Zentimeter lang.
Und sogar hechttechnisch lief es nicht besonders gut. Wo man hier normalerweise von Krauthechten umgerannt wird und immer mal einen guten Fisch abstauben kann, ließen sich sogar die Fritten nur schwer zum Biss überzeugen.
Von Zander hat nur der Veit was gesehen. Wenn auch nicht viel. (Einen 40er – um genau zu sein.) Immerhin wurden wir vom Wettergott verwöhnt. Selten hats ein Barsch-Alarm gegeben, bei dem das Wetter so artig mitgespielt hat. Im Gegenteil. Diesmal wurde spekuliert, wie es wohl gewesen wäre, wenn‘s ein bisschen mehr Wind gegeben hätte.
Am Abend hat die Kraft dann nur noch zum Grillen gereicht. Bei Steaks und Würstchen wurden die Erfahrungen des Angeltages abgeglichen. Für die meisten stand fest, dass sie es auch mal in diesem Stadtsee versuchen.Mehr oder weniger ausgeschlafen liefen die Boote zum großen Finale aus. Am Stadtsee gab‘s nochmal letzte Instruktionen.
Und von da ab, standen die Barsche und Hechte drei Stunden lang unter Dauerbeschuss. Besonders erfolgreich war Team“ Bassboat“, das schon recht früh einen gierigen Barschschwarm mit ordentlichen Fischen gestellt hatten.
Und auch das legendäre Speedjigging-Team „Doa“ mit Ekki und Hoffi, hatte die Barsche mal kurz am Wickel.
Wir konnten hier und da mal einen Fisch wegnaschen. So richtiger Dickbarsch-Alarm hat aber nicht geherrscht.
Und so brachen wir das Projekt „Stadtsee“ ab, um uns für die letzten Stunden dem Lychensee zu widmen. Mit der Zanderfanfare kündigte Veit große Taten an.
Und siehe da. Das Ding funktioniert! Denn ab jetzt lief es wieder deutlich besser: Barsch. Barsch. Fritte. Barsch.
Und dann wieder mal typisch Veit: „Zander!“ Latte krumm. „Ab!“ Rute gerade. „Scheiße! Mann, ey.“ Wieder Spannung aufgenommen. Angejiggt. Anhieb. Latte wieder krumm. „Jetzt hängt er.“
Ich denke mir: „Da wirfst Du auch mal hin.“ Der Köder sinkt zum Grund. Peng. Brutalobiss. Rute krumm. Fisch hängt. Fisch strampelt. „Auch ein Zander!
Jetzt haben wir sie!“ Und dann kam der Fisch auch schon schräg nach oben geschossen. Ein kleiner Hecht war’s gewesen, der angesichts Veits schönen Fisches keine Beachtung durch den Bord-Fotografen erfahren hat.
Nach ein paar Würfen ohne Biss war’s dann Zeit, die Ruten einzupacken und zum Steg zurückzufahren und den Fängern der besten Fische zu gratulieren. Über die Länge des besten Hechtes lasse ich mich jetzt mal nicht weiter aus. Die beiden besten Barsche der Teilnehmer, die bis zum Ende da geblieben sind, waren 38 und 36 cm lang.
Fazit: Glück mit dem Wetter heißt nicht unbedingt auch, Glück mit den Fischen. Trotzdem war‘s wieder ein tolles Treffen in einer wunderschönen Umgebung. Leider sind 2 Tage immer verdammt schnell vorbei. Für die nächsten Treffen sollte man sich mal überlegen, ob 3 Tage nicht sinnvoller wären.
Ich bedanke mich bei allen, die dabei waren! Hat Spaß gemacht.
Und jetzt noch ein paar Impressionen: