Fehlbissquote bei Offset-Haken

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Allround-Angler

Echo-Orakel
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Hallo zusammen,
bisher habe ich selten mit Offset-Haken geangelt.
In der Zeit drei Bisse bekommen, nur Fehlbisse.
Einen kleinen Hecht habe ich nur bekommen, weil das Stahlvorfach sich um seine Schnauze gewickelt hatte.
Köder Diktator Doppelschwanztwister, Hakenbogen ca. Doppelt so breit wie der Köder.
Wie sieht es bei Euch aus?
 

ATRiot01

Dr. Jerkl & Mr. Bait
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Bei mir geht’s eigentlich mit der Bissverwertung mit Offsets. Fische auf Hecht im Cover oder an/im Gehölz ganz gerne 6,5-8“er ES am Wheighted Offset. Klar ist die Quote schlechter als bei nem System mit Drillingen, aber durchaus akzeptabel. Ausschlaggebend für mich ist das ich mit den Offsets an etlichen Spots überhaupt eine Chance einen Fisch zu fangen, freie Drillinge im Cover machen mir recht wenig Freude…
Allerdings ist da auch etwas kräftiges Geschirr am Start für den Drill, was sicher auch förderlich für den Hookset ist.

Fische auch sonst recht viel und erfolgreich Offset, beim schleifen auf Barsch eigentlich nur, und selbst Zander am Chebu klappen wenn’s sein muss wegen „Dreck“ am Grund.
 

Chri

Master-Caster
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Ich fische nur Offset, da ein mit normalem Jighaken aufgezogener Gummiköder in meinem Augen einfach potthässlich ist und der Haken für mich nie perfekt sitzt.
Ich kann bezüglich Hakquote nicht jammern.
Allerdings habe ich auch viel getestet und logischerweise passt nicht jeder Haken zu jedem Gummiköder.
Umso höher ein Köder von der Silhouette her ist, desto bescheidener wird die Hakquote - warum, weil der Offsethaken nochmals höher sein muss. Ergebnis: der Köder kippt viel schneller zur Seite, wenn der Fisch zupackt. Darum sind mMn. die besten Köder für eine Offsetmontage alljene, die eine niedrige Silhouette besitzen. Eine Aussparung am Bauch sowie am Rücken des Köders sind ebenfalls vorteilhaft - damit kannst du zusätzlich noch besser im Cover angeln.
 

posi86

Finesse-Fux
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Die Fehlbissquote ist stark vom Fisch abhängig. Bei langgezogenen Mäulern wie beim Hecht oder Zander is die Fehlbissrate deutlich höher. Liegt daran das sie schlechter die Hakenspritze freilegen können. Wiederum beim Barsch der ehr ein rundes Maul hat, der Haken viel bessere Greiffunktion hat.
 

Ronnie

Barsch Vader
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Ich finde die Fehlbissquote hängt auch von der Rute bzw. der Rutenspitze selbst ab.

Ich hab beim DS u.a. ne Diaflash mit dieser "komischen Taftec-Spitze". Die zeigt mir zwar praktisch Alles an, was mit Blei und Köder passiert, ich glaube aber das ich mit der ne deutlich schlechtere Hakquote wie mit den anderen drei Ruten habe mit denen ich DSe, vor allem bei weiteren Distanzen. Inzwischen hab ich mir angewöhnt, falls ich mit der Diaflash losziehe, Anzuschlagen als hätte ich die Urgroßmutter aller Hechte dran......
 
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Mohrchen

BA Guru
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Hier wurde ja schon einiges wichtiges gesagt:
  • Hakenbogen passt nicht zum Köder
  • fehlender Offset-Schlitz, fällt mir noch ein
  • festes, zähes Material des Softbaits
  • natürlich passen Finesse-Offset-Haken auch nicht zum Angeln auf Hecht, da braucht es schon starkes bzw. hartes Material
  • fehlender verzögerter Anhieb bei Finesse-Methoden
  • ...
 

forellehorst

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Ich kann keinen Unterschied zum normalen Jigkopf ausmachen, wenn es auf Barsche geht. Ich will da jetzt auch keine Wissenschaft draus machen. Ich achte nur darauf, dass der Offset nicht dick ist. Also die Schenkel :). Heute Morgen ca. 15-20 barsche gefangen. Davon haben sich 3 los schütteln können. Normale Rute ohne Solidtip. Ich schlag auch nicht an, als wäre ich beim Bassmaster dabei :)
 

forellehorst

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Das mit dem Anschlagen gilt auch, wenn ich mit Solid-Tip unterwegs bin.
 

TOMKE

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Auf Barsch habe ich damit überhaupt kein Problem.
Weil der Köder i.d.R. den Haken größtenteils verbirgt, behalten die Barsche den Köder auch im Maul und spucken ihn nicht wieder aus.

Beim C- oder T-Rig warte ich also einen Moment, lasse den Barsch abziehen und dann in die gestraffte Schnur laufen. Kein Anschlag notwendig.
Mit anschlagen habe ich eher schlechtere Erfahrungen gemacht als gute - da reißt man dem Fisch dem Köder eher aus dem Maul.

Bei Hecht kann das natürlich anders aussehen.
 

benwob

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Bei mir hängt es vorallem von der Methode und der Situation vor Ort ab, ob ich Offset nutze oder nicht.
Viel Kraut, Blätter, Holz oder allgemein viel Hängergefahr dann eher Offset, unabhängig von der Hakquote um da halt eben einfach überhaupt den Köder anbieten zu können.
Ansonsten fische Offset vorallem bei Rigs wo der Fisch, vorrangig Barsch u. Zander, den Köder gut inhalieren können und Köder beim Biss möglichst komplett im Maul ist.
Also C-Rig, Free-Rig, Kickback-Rig, Dropshot oder Rushkas und Jig mit wenig Gewicht.
Dabei schlage in der Regel nach dem Biss auch nicht an, sondern baue nach einem kurzen Moment zügig ordentlich Spannung auf. So zumindest in der Theorie, klappt aber nicht immer und gefühlt hake ich deutlich weniger Fische mit Offset wenn ich Anschlage.
Nutze ich Rushkas oder Jigs mit höheren Gewichten nutze ich lieber normale Haken, da ich dabei lieber direkt beim Biss anschlage und für mich so eine bessere Bissverwertung habe.
 

KptHecht

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Ich glaube, in Bezug auf den Anschlag kommt es auf die Rute an. Bei M und ML Ruten lasse ich Barsche auch in die Schnur schwimmen und setze keinen starken Anhieb, sondern nur noch ein etwas kräftigeres Ziehen. Habe jetzt seit langem mal wieder zwei-, dreimal mit einer UL-Rute gefischt und hatte den Eindruck, etwas mehr Aussteiger zu haben, die mit einem stärkeren Anhieb vielleicht besser gesessen hätten. Habe mir das mit der sehr sensiblen, weichen Spitze erklärt, die kaum Widerstand bietet, wenn sie in die Schnur schwimmen. Komme aber gerade nicht dazu, die Theorie zu bestätigen. Hat wer Zeit übrig? :D
 

ATRiot01

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Bei Hecht kann das natürlich anders aussehen.
Tut es mMn nach auch, dem Beißverhalten und der Anatomie des Hechtmauls geschuldet.
Wie gesagt, hab da beim Hecht schon mehr Fehlbisse/Aussteiger als mit Drillingen, dafür kann ich halt Fische beangeln die mit freien Haken unerreichbar bleiben.
Bei einigen Hechtködern helfe ich auch gerne mal mit Cuttermesser oder/und Lötkolben nach um die Offsettauglicher zu machen, grade in großen Doppelschwanztwistern wie dem Pike Collekter „klebt“ mir da der Haken zu sehr im Material.
 

TOMKE

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Dazu kommt ja auch noch, dass der Offsethaken beim Hechtangeln natürlich deutlich größer und damit auch dicker ist.
Die haardünnen Offsethäkchen beim Barschangeln verhalten sich da natürlich anders.
Die sind so dünndrähtig, die drehen sich schon beim schief anschauen ins Maul.
 

dgspec

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wichtig ist auch wie das Öhr zur Hakenspitze steht:
liegt die Spitze unter oder gleichauf zum Öhr kanns uU. tricky werden.
Es gibt allerdings Offset Haken, da liegt die Spitze über der Linie zum Öhr und die Haken deutlich effektiver. Ja auch diese kann man skin-hooked weitergehend "unkrautfrei" riggen.

Beispiel:
einer meiner Favoriten...

der Owner/Cultiva Multi Offset:

etwas kürzerer Schenkel im Vergleich bei recht weitem Hakenbogen.
Den kann man dadurch meist eine Nummer kleiner wählen als einen "normalen" EWG um das Spiel des Köders nicht zu sehr einzuschränken.
Das versetzte Öhr verleiht am Schlaufenknoten dem Köder noch zusätzliches Spiel.
 

phonky

Dr. Jerkl & Mr. Bait
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Ich fische auch auf Zander fast nur Offset. Schlüssel zu guter Hakquote sind mMn schlanke und weiche Köder in Verbindung mit richtig weiten Hakenbogen
 

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