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Björn2907

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Erfahrungsbericht: Polestar 12.5 Freedom – Ein Jahr voller Probleme



Vor etwa einem Jahr habe ich mir den Polestar 12.5 Freedom gekauft, in der Hoffnung, ein solides Angelkajak zu bekommen. Leider hat sich diese Investition als absolute Enttäuschung herausgestellt. In diesem Erfahrungsbericht möchte ich meine Erlebnisse schildern und potenzielle Käufer davor warnen, denselben Fehler zu machen.



1. Frühe Probleme mit der Lenkung



Bereits nach einem Monat begann der Ärger: Die Drahtseillenkung gab den Geist auf. Genauer gesagt war die Ummantelung der Drahtseile so abgenutzt oder defekt, dass die Madenschrauben nicht mehr griffen und die Lenkung somit nicht mehr funktionierte. Eine äußerst gefährliche Situation, wenn man sich mitten auf dem Wasser befindet und plötzlich keine Kontrolle mehr über das Ruder hat.



2. Defekte Rückenlehne – Fast gekentert



Nach nur zwei Monaten war die nächste Panne da: Die Verschlüsse bzw. Arretierungen der Rückenlehne brachen. Das hätte beinahe dazu geführt, dass ich aus dem Kajak gefallen wäre – eine Situation, die auf offenem Gewässer schnell gefährlich werden kann. Ich konnte das Problem schließlich lösen, indem ich mir verstärkte Verschlüsse direkt bei Polestar bestellte.



3. „Unzerstörbarer“ Antrieb – Defekt mitten in der Nacht



Ende letzten Jahres ging dann der angeblich unzerstörbare Antrieb kaputt. Und das nicht etwa durch eine Kollision mit einem Hindernis oder übermäßige Belastung, sondern während des normalen Betriebs – mitten in der Nacht um zwei Uhr morgens. Die Folge: Ich musste mit dem Notfallpaddel zurückrudern. Eine Katastrophe, wenn man bedenkt, dass der Antrieb als besonders robust beworben wurde.



4. Dyneema-Lenkung – Ständige Ausfälle



Nachdem ich die defekte Drahtseillenkung durch eine Dyneema-Lenkung ersetzt hatte, hoffte ich auf eine Lösung. Doch auch hier gab es Probleme: Die Lenkung löste sich ständig, sodass ich gezwungen war, Werkzeug mitzuführen und während der Fahrt immer wieder nachzubessern. An manchen Tagen musste ich bis zu zehnmal auf dem Wasser die Lenkung neu anhängen – ein unhaltbarer Zustand.



5. Gebrochener Kajak-Sitz – Totalausfall



Vor Kurzem brach schließlich der Sitz – genau an der Stelle, wo die Bolzen für die Arretierung der Rückenlehne verschraubt sind. Das führte dazu, dass ich kenterte, mehrere Ausrüstungsgegenstände verlor und erneut feststellen musste, wie mangelhaft die Qualität dieses Kajaks ist.
An dem Tag, an dem ich gekentert bin, kann ich wirklich von Glück reden, dass ich nicht alleine auf dem Wasser war. Mein Bruder war zum Glück dabei und konnte mir zur Hilfe kommen – sonst hätte die ganze Sache ganz anders ausgehen können. Das Kajak lief innerhalb kürzester Zeit voll Wasser und war kurz davor, komplett unterzugehen. In dem Moment wurde mir klar, dass ich mich wahrscheinlich nicht einmal selbst hätte retten können.
Besonders gefährlich war die Situation, weil das Wasser zu diesem Zeitpunkt gerade mal 4°C hatte. Ohne schnelle Hilfe hätte ich nicht nur mit einem untergehenden Kajak zu kämpfen gehabt, sondern auch mit der extremen Kälte, die innerhalb weniger Minuten zur völligen Erschöpfung geführt hätte. Ich will mir gar nicht ausmalen, was passiert wäre, wenn ich alleine gewesen wäre.





6. Miserabler Kundenservice



Der Kundenservice von Polestar ist schlichtweg unterirdisch. Weder wurde mir kulant geholfen, noch war es einfach, Ersatzteile oder eine Lösung für die vielen Probleme zu bekommen. Man wird mit Standardantworten abgespeist und fühlt sich schlichtweg im Stich gelassen.



Anschuldigungen statt Hilfe

Jede Schilderung meiner Probleme wurde von Polestar als Lüge dargestellt oder mir als eigener Bedienungsfehler ausgelegt. Anstatt sich um eine Lösung zu bemühen, bekommt man das Gefühl, dass der Hersteller keinerlei Verantwortung für die offensichtlichen Mängel übernehmen will.



Unfassbar lange Wartezeiten bei Reparaturen

Sollte man es doch schaffen, eine Reparatur durchzusetzen – so wie in meinem Fall mit dem kaputten Antrieb – muss man sich auf monatelange Wartezeiten einstellen. Konkret hieß das für mich: 2-3 Monate ohne Kajak, was für einen Angler eine extrem lange Zwangspause bedeutet. Während dieser Zeit gab es keinerlei brauchbare Kommunikation oder klare Aussagen zum Status der Reparatur.



Fazit – Finger weg von Polestar



Nach einem Jahr voller Defekte, Reparaturen und Frust kann ich nur eine klare Warnung aussprechen:

Wer ernsthaft ein verlässliches Kajak sucht, sollte nicht am falschen Ende sparen. Polestar bietet weder Qualität noch guten Service. Wer auf der Suche nach einem langlebigen und robusten Angelkajak ist, sollte lieber etwas mehr Geld investieren und sich für einen renommierten Hersteller entscheiden. Andernfalls drohen unnötiger Ärger und möglicherweise sogar gefährliche Situationen auf dem Wasser.



Mein Rat: Finger weg vom Polestar.

Dies ist meine persönliche Erfahrung mit dem Polestar 12.5 Freedom
 

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dennisrrrr

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Uff.

Hast du noch mehr Details, was genau da im Antrieb kaputt gegangen ist? Im Perchzilla Firstcast Video hat der Native (selbe Bauweise?) von Dustin ja auch den Dienst quittiert. Würd mich interessieren wo da die Schwachstelle sitzt, die China Teile haben wir ja im Grunde alle im Kajak. Vielleicht kann man da mit Wartung / Kontrolle vorbeugen.

Ein YouTube Channel berichtete von einem 12.5 wo sich der Innenraum konstant mit Regen/Spritz-Wasser füllt, weil die Klappe vorne keine richtige Dichtung hat. Da is bei dir sicher auch beim Kentern Wasser rein gekommen?
 

Björn2907

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An diesem Problem kann man absolut nichts vorbeugen – da hilft auch keine Wartung. In dem Antrieb ist ein Zahnstangenantrieb verbaut, und genau dort liegt das große Problem. Die Welle zwischen den beiden Zahnrädern bzw. den Zahnradtrieben ist gebrochen, und das nicht durch falsche Nutzung oder mangelnde Pflege, sondern einfach durch die mangelhafte Konstruktion. Egal, wie gut man den Antrieb wartet, dieses Bauteil ist schlichtweg eine Schwachstelle, die früher oder später versagt.
 

Björn2907

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Dieses Bild ist ein Ausschnitt aus einem Video, das direkt nach der Bergung meines Kajaks aufgenommen wurde. Nachdem das Kajak komplett voll Wasser gelaufen ist, war es per Hand nicht mehr aus dem Wasser zu heben – wir mussten es schließlich mit einem Pickup herausziehen. Auf dem Foto erkennt man deutlich die hinteren Wartungsluken, aus denen das Wasser in Strömen herausläuft. Eben durch die Vordere Klappe und Mangelnder Dichtung die du beschreibst drang das Wasser ein.





Gestern habe ich dann eineinhalb Stunden lang mit einer 500-ml-Spritze Wasser aus dem Kajak gesaugt – und trotzdem bin ich immer noch nicht fertig. Das zeigt, wie extrem das Kajak vollgelaufen ist und wie katastrophal die Situation war.


IMG_0050.png
 

Johnnyw

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Hatte mir ja Anfang des Jahres, das 9.9er gekauft hab es zwar erst 2mal benutzt und kommt höchstwahrscheinlich auch zeitnah wieder weg.

Muss ganz klar sagen, im Endeffekt bin ich mega enttäuscht was die Qualität angeht, so macht das Angeln Bock es ist kippstabil Spurtreu und es drückt kein Wasser rein ABER

die Qualität ist irgendwie unter aller Sau, mir sind direkt bei der ersten Ausfahrt, bei 4 lenzstopfen die laschen abgerissen

Die sternschraube für das Ruderblatt (Zubehör Teil) passt vom Gewinde her nicht 100% und das alu vom Ruderblatt ist so weich, dass es bei jedem rein und rausdrehenden spähne mit raus haut.

Diese gummihülsen hinten beim Ausgang vom Lenkzug passen garnicht in die Löcher und sind nutzlos

Bei Auslieferung waren schon überall Dellen und Kratzer am Kajak.

Der Antrieb ist sehr laut nach der 2. Nutzung

Mein Kumpel hat sich das gleiche Yak geholt und bei ihm ist die rumpfform unten ganz anders, bei mir liegt der hintere Teil vom Kiel auf wenn ich das auf den Boden stelle, bei ihm sind gute 3 cm Abstand, er hat ansonsten aber so ziemlich die gleichen Macken, hinzu kommt bei ihm aber noch, das irgendwo Wasser in den Innenraum läuft.

Mein Fazit : der Preis ist für das was man auf dem Papier kriegt sehr verlockend….
Würde ich aber nicht nochmal holen und niemanden empfehlen.
 

DenisF86

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Ich bin froh mich damals gegen Polestar und für Native und anschließend Hobie entschieden zu haben. Auch wenn ich die Qualität somit nicht vergleichen kann, aber ich hatte weder bei Native noch beim Hobie irgendeine Art von Defekt.

Mein Gedanke damals war einfach, dass so ein Kajak schon viel mit Sicherheit zu tun hat. Es muss in erster Linie sicher sein und richtig spaß machen.
Deshalb habe ich einfach zu den etablierten Marken gegriffen und es zeigt sich ja, dass ich damit "gut gefahren bin".
 

BarschPadawan

Dr. Jerkl & Mr. Bait
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bei mir liegt der hintere Teil vom Kiel auf wenn ich das auf den Boden stelle, bei ihm sind gute 3 cm Abstand
Ich hab das 10.8 und da is es genau das gleiche Problem dass das Kiel zu weit rausschaut.


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Des Weiteren ist bei meiner vorderen Luke das Loch so schief geschnitten, dass der Schliessmechanismus vom Deckel fast nicht ab Rand greifen kann weil zu viel weggeschnitten wurde.
Bei Regen läuft Wasser in die LenkeinheitD326EE40-14ED-4C62-9C3A-E1891F2A18D0.jpeg
Ich hab mir mal so ne Dichtung geholt, mal schauen ob das was bringt ( ist extra zu erwerben…)
Der Rumpf ist von der Qualität auch nicht immer top.. ich hab teilweise so Löcher drin die glücklicherweise nicht zu tief sind aber ganz wohl ist es mit damit auch nicht CB1901FE-A5E6-41CE-B5A3-D1CBAC68A9E7.jpeg
Und beim Sitz löst sich ständig die Lehne, da die Dinger nicht halten.. ich hab dann Knoten in die Bänder reinmachen müssen
Und der Preis ist jetzt auch saftig nach oben… ich hab vor einiger Zeit 1700€ gezahlt jetzt kostet es 1900€…

Aber davon abgesehen läuft alles bis jetzt nach ca. 10 Einsätzen und soweit bin ich zufrieden für das Geld damals
 
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itsjustme

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Hmmm, ich habe ja auch ein Polestar 12.5 Pro gefahren und war absolut zufrieden.

Lenkung habe ich ebenfalls auf Dynema umgebaut und da spielt es halt eine wesentliche Rolle, wie man sie einstellt und auf Spannung bringt. Dass sie andauernd aus den Führungen springt, ist an dieser Stelle wirklich ein Bedienerfehler muss ich dir sagen. Zuerst war ich auch skeptisch aber als ich den Dreh raus hatte, wie ich sie korrekt verbauen und auf Spannung bringe, war alles ohne weitere Probleme und lief 1A.

Zum Sitz: Arretierung ? Mein Sitz hatte keine Arretierung, der Standardsitz wohlgemerkt. Hochklappen, runterklappen, das war alles was er konnte.

Antrieb: Die Mechanik kann versagen, kennen wir ebenso bei Native, Hobie mit 180er und 360er Antrieb. Der Native Antrieb ist quasi baugleich und wird zugekauft. Da kann Polestar an dieser Stelle absolut nichts dafür. Dass für dich eventuell kein passender Tauschantrieb sofort da ist, ist natürlich ärgerlich und ich kann deinen Frust verstehen.

Kundenservice: War bei mir klasse, egal ob es mit Markus oder Christopher oder Henrik im BackOffice war. Abholung, Rückfragen zu eventuellen Umbauten am Kayak und und und. Ich denke hier macht der Ton die Musik. Ich habe die Jungs sowohl bei der UpNorth Kino Tour als auch auf diversen Messen getroffen und keine negativen oder überheblichen Vibes feststellen können.

Bitte bedenkt, dass Native, Hobie, NueCanoe und wie sie alle heißen, seit Jahrzehnten auf dem Markt sind. Sie haben nicht nur Dutzende Jahre Erfahrung, sondern sind genau durch die gleichen Entwicklungsschritte gegangen, wie es Polestar als relativ junge Brand geht. Schaut in die amerikanischen Kayak Foren und ihr findet Hunderte Fälle von gebrochenen Antrieben, verzogenen Rümpfen, gerissenen Stuhlaufnahmen, undichten Luken und und und. Das gehört schließlich zur Entwicklung eines Produktes dazu und ist wichtig für die Weiterentwicklung.

Alles in Allem verstehe ich deinen Frust auf der einen Seite, denke aber das an der Kommunikation deines Falles eventuell auch nicht alles so gelaufen ist wie es vielleicht sollte.

Von einer öffentlichen Warnung eines mutmaßlich lebensgefährlichen Produktes wie du es hier machst, würde ich aber die Finger lassen…

Als Reminder, ich habe vor dem Polestar auch ein Hobie Outback 2019 gehabt und da gibt es ebenso Probleme über Probleme. Sein es die schwerfällige Lenkung, gerissene Rümpfe wo der Stuhl sitzen oder oder oder. Ich kenne die Probleme auf allen Seiten…
 

Torge

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Zum beschriebenen Unfall: Bei 4 Grad Wassertemperatur empfehle ich dringend, einen Trockenanzug zu tragen. Es kann immer etwas passieren. Schlimmstenfalls hättest Du Deinen Bruder auch noch reingezogen.
 

itsjustme

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Zum beschriebenen Unfall: Bei 4 Grad Wassertemperatur empfehle ich dringend, einen Trockenanzug zu tragen. Es kann immer etwas passieren. Schlimmstenfalls hättest Du Deinen Bruder auch noch reingezogen.
Einmal das plus ich überlege es mir sogar bei dem großen Boot 3x ob ich wirklich bei solchen Bedingungen unbedingt Fischen muss, bzw. mir das Risiko den Fisch wert ist…speziell vom Kayak oder gar Bellyboot.
 

Björn2907

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Bei 4 Grad Wassertemperatur empfehle ich dringend, einen Trockenanzug zu tragen.
Ich hatte sehr wohl einen Trockenanzug an, doch leider hat das in dieser Situation kaum geholfen. Genau wie das Kajak ist auch der Anzug voll Wasser gelaufen, was die Bergung noch erheblich erschwerte. Statt mich über Wasser zu halten, hat das zusätzliche Gewicht alles nur noch komplizierter gemacht.
 

itsjustme

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Ich hatte sehr wohl einen Trockenanzug an, doch leider hat das in dieser Situation kaum geholfen. Genau wie das Kajak ist auch der Anzug voll Wasser gelaufen, was die Bergung noch erheblich erschwerte. Statt mich über Wasser zu halten, hat das zusätzliche Gewicht alles nur noch komplizierter gemacht.
Na dann ist ja mal so gar nichts rund gelaufen bei dir…

Weißt du woran es beim Anzug gelegen hat ?
 

Björn2907

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Kundenservice: War bei mir klasse, egal ob es mit Markus oder Christopher oder Henrik im BackOffice war. Abholung, Rückfragen zu eventuellen Umbauten am Kayak und und und. Ich denke hier macht der Ton die Musik. Ich habe die Jungs sowohl bei der UpNorth Kino Tour als auch auf diversen Messen getroffen und keine negativen oder überheblichen Vibes feststellen können.
Ich könnte in Sachen Kommunikation noch einiges zum Besten geben, aber ich lasse es lieber. Besonders nachdem mich der Geschäftsführer von Polestar unmissverständlich darauf verwiesen hat, dass ich für sämtliche Schadensersatzansprüche doch gerne den gerichtlichen Weg gehen kann. Genau das wird nun auch passieren – denn nach all diesen Vorfällen bleibt mir letztendlich keine andere Wahl.
 

mar_cel_mo

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Bitte bedenkt, dass Native, Hobie, NueCanoe und wie sie alle heißen, seit Jahrzehnten auf dem Markt sind. Sie haben nicht nur Dutzende Jahre Erfahrung, sondern sind genau durch die gleichen Entwicklungsschritte gegangen, wie es Polestar als relativ junge Brand geht. Schaut in die amerikanischen Kayak Foren und ihr findet Hunderte Fälle von gebrochenen Antrieben, verzogenen Rümpfen, gerissenen Stuhlaufnahmen, undichten Luken und und und. Das gehört schließlich zur Entwicklung eines Produktes dazu und ist wichtig für die Weiterentwicklung.
Aber das wäre ja dann nur noch mehr ein Grund zu einem der etablierten Hersteller zu greifen.
Entwicklung schön und gut, aber die muss ich als Kunde mit meinen finanziellen Mitteln ja nicht mitgehen - nicht nur im Kajak Bereich. Außerdem hätte man ja aus Fehlern der Konkurrenz lernen können…

Und ich glaube der Verweis auf amerikanische Foren ist auch nur bedingt aussagekräftig - die Jungs und Mädels scheinen mit Ihrem Gerät deutlich rabiater umzugehen als wir Europäer und angeln ja auch nochmal andere Strukturen als wir (Flachwasser voll Holz etc.) wenn man so bei YT etc schaut.
 

itsjustme

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Aber das wäre ja dann nur noch mehr ein Grund zu einem der etablierten Hersteller zu greifen.
Entwicklung schön und gut, aber die muss ich als Kunde mit meinen finanziellen Mitteln ja nicht mitgehen - nicht nur im Kajak Bereich. Außerdem hätte man ja aus Fehlern der Konkurrenz lernen können…

Und ich glaube der Verweis auf amerikanische Foren ist auch nur bedingt aussagekräftig - die Jungs und Mädels scheinen mit Ihrem Gerät deutlich rabiater umzugehen als wir Europäer und angeln ja auch nochmal andere Strukturen als wir (Flachwasser voll Holz etc.) wenn man so bei YT etc schaut.
Und wie haben das Hobie & Co dann gemacht und machen es immer noch so wenn nicht über und mit dem Kunden ?

Es gibt kein von vornherein perfektes Produkt, Design oder was auch immer, egal in welcher Branche.

Das Argument mit rabiater umgehen sehe ich komplett anders.Ein Großteil der Leute hier im BA diskutiert darüber ob man 1g mehr oder weniger mit ner BFS Rolle oder Produkt X noch werfen kann oder dann gleich die Rolle auseinander fällt. Die meisten von uns haben schlichtweg Angst ihr Material so zu belasten und zu gebrauchen wie zum Beispiel die Leute in der US/OZ/AUS/JP Fishing Szene…

Einfach mal machen anstatt sich im kleinsten technischen Detail zu verlieren und zu diskutieren aber so sind wir anscheinend.
 

mar_cel_mo

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Und wie haben das Hobie & Co dann gemacht und machen es immer noch so wenn nicht über und mit dem Kunden ?

Es gibt kein von vornherein perfektes Produkt, Design oder was auch immer, egal in welcher Branche.

Das Argument mit rabiater umgehen sehe ich komplett anders.Ein Großteil der Leute hier im BA diskutiert darüber ob man 1g mehr oder weniger mit ner BFS Rolle oder Produkt X noch werfen kann oder dann gleich die Rolle auseinander fällt. Die meisten von uns haben schlichtweg Angst ihr Material so zu belasten und zu gebrauchen wie zum Beispiel die Leute in der US/OZ/AUS/JP Fishing Szene…

Einfach mal machen anstatt sich im kleinsten technischen Detail zu verlieren und zu diskutieren aber so sind wir anscheinend.
Aber dann gibst du mir ja recht das die Kollegen in den USA was ruppiger sind ;)

Das mit dem „ich trage die Entwicklung einer Firma nicht mit meinem Privateinkommen“ gilt für jede Firma. Bei Hobie und Native kenne ich solche negativen Berichte wie zu Polestar allerdings nicht. Ich rede aber auch von der Gegenwart und nicht von Dingen die Jahre her sind - zu dem Zeitpunkt hätte ich dann eben auch nicht gekauft.
Eventuell sind es bei Polestar auch „nur“ starke Streuungen in der Qualitätskontrolle- wäre für mich aber halt auch ein Ausschlussgrund.

Jeder soll ja kaufen was er toll findet. Ich finde die Berichte zu Polestar allerdings schon unschön denn wie bereits erwähnt wurde hat ein Kajak ja auch viel mit Sicherheit zu tun. Ich lege lieber noch ein paar Mark weg und kaufe ein Hobie oder Native - Hobie konnte ich des Öfteren bei einem Kumpel fahren und ich fand die Quali schon stark - den Preis natürlich auch :D
 

Cybister

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Aber dann gibst du mir ja recht das die Kollegen in den USA was ruppiger sind ;)

Das mit dem „ich trage die Entwicklung einer Firma nicht mit meinem Privateinkommen“ gilt für jede Firma. Bei Hobie und Native kenne ich solche negativen Berichte wie zu Polestar allerdings nicht. Ich rede aber auch von der Gegenwart und nicht von Dingen die Jahre her sind - zu dem Zeitpunkt hätte ich dann eben auch nicht gekauft.
Eventuell sind es bei Polestar auch „nur“ starke Streuungen in der Qualitätskontrolle- wäre für mich aber halt auch ein Ausschlussgrund.
:D
Aber auch bei Hobie gibt es Probleme mit den Rümpfen, Wassereintritte durch Mikrorisse, Risse an den Aufnahmen der Sitzfüße etc.pp. Ach ja, die 360er Antriebe sind zwar toll, machen aber immer mal wieder Probleme (hier vermute ich Wartungsstau).
Beulen im Rumpf kommen da auch vor, gibt sogar eine Anleitung von Hobie, wie man die wieder rausbekommt. Da war mein erstes Yak (ein Nordmann Thunder) quasi ab Werk reichlich mit gesegnet - habe ich aber mit Wärme (reichlich) und Druck von innen (reichlich, Holz und Luftkissen am Kompressor) wieder rausbekommen.
Aber: mein PA 14 360er ist aus 2022 und macht bisher (toitoitoi...) keinerlei Probleme und funktioniert einfach. Der 360er wird regelmässig justiert bzw eingestellt und ist sorgenfrei bisher, als Schutz vor Rissen habe ich Unterlagen gedruckt, die unter die Sitzfußaufnahmen kommen.
 

dennisrrrr

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Ich denke man muss auch unterscheiden ob nach Jahren der Rumpf n Riss entwickelt (oder andere Probleme) oder ob das ab Werk schon besteht. Bei der Hobie Sitz-Problematik gehe ich zudem stark davon aus, dass das eigene Gewicht ne maßgebliche Rolle spielt und mich (73kg) garnicht betreffen würde. Das sind für mich schon verschiedene Level von „doof“. Die Luftblasen im Rumpf da oben bei @BarschPadawan schockieren mich aktuell am meisten. Das müsste doch schon bei den Chinesen aussortiert werden, das kristallisiert sich ja nicht erst mit der Zeit raus.
 

Cybister

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Ich denke man muss auch unterscheiden ob nach Jahren der Rumpf n Riss entwickelt (oder andere Probleme) oder ob das ab Werk schon besteht. Bei der Hobie Sitz-Problematik gehe ich zudem stark davon aus, dass das eigene Gewicht ne maßgebliche Rolle spielt und mich (73kg) garnicht betreffen würde. Das sind für mich schon verschiedene Level von „doof“.
Hey! Ich bin nur zu klein für mein Gewicht, nicht doof!
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Die Risse unterm Sitz kommen mM nach daher, dass sich die Jungs mit Schmackes nach dem Aufstehen wieder in den Sitz werfen. Aber a) mach ich das nicht und b) habe ich ja jetzt die Verstärkungen drunter.


Die Luftblasen im Rumpf da oben bei @BarschPadawan schockieren mich aktuell am meisten. Das müsste doch schon bei den Chinesen aussortiert werden, das kristallisiert sich ja nicht erst mit der Zeit raus.
Sollte man meinen, das sind klar Produktionsfehler.
 

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