Freitag 40 Barsche, Sonntag ein Hecht über 90 cm und einige Barsche
Am Freitag habe ich es nach der Arbeit endlich mal zum Angeln geschafft. Es lief richtig gut: Um die 40 Barsche in knapp drei Stunden, alle zwischen 25 und 35 cm. Genau das Richtige, um nach der Arbeitswoche abzuschalten, und für mein Hausgewässer richtig gute Frequenz. Ich nahm mir vor, am Wochenende nochmal zu fahren, solange die Barsche so gut beißen.
Samstag war komplett durchgeplant, keine Zeit zum Angeln. Dann vielleicht Sonntag. Sonntag hatte ich irgendwie keine Lust und habe immer wieder Ausreden gefunden. Am Nachmittag habe ich mich dann doch aufgerafft.
Weil ich am Wasser nicht ständig Montagen wechseln wollte, hatte ich vier Combos dabei. Wenn ich etwas anderes probieren wollte, nahm ich einfach die nächste.
Erste Stelle, zweiter Wurf, erster Barsch. Also sind sie noch da. Nach einigen Fischen Platzwechsel, und dasselbe Spiel: gleich in den ersten Würfen Bisse, aber viel vorsichtiger als am Freitag. Ich bin vom Chatterbait wieder auf das Free Rig mit kleinem Krebs gewechselt, und damit blieben sie auch hängen.
Nach 10 bis 15 Barschen wollte ich einen größeren Creature Bait testen und sehen, ob ich nicht einen der Großen dazu bringe, ihn zu nehmen. Das klappte erst nicht, und ich wollte schon wieder etwas anderes probieren. Vorher noch ein, zwei Würfe mit dem größeren Köder, und beim zweiten Wurf kam der Biss. Der Anhieb saß, und ich dachte: Wenn das ein Barsch ist, dann ein richtig großer. Wenige Sekunden später wusste ich, dass es keiner ist, denn er sprang aus dem Wasser. Ein Hecht.
Groß kam er mir zuerst nicht vor. Ich schätzte ihn auf 60 bis 70 cm, nicht der erste am Gewässer beim Barschangeln, der passt schon in den Kescher. Dann ging das Hin und Her los: Mal konnte ich ihn heranholen, dann nahm er wieder Schnur von der Rolle. Mit einer Zodias mit Solid Tip, 3,5 bis 14 g Wurfgewicht, und einer kleinen 1000er Rolle konnte ich nicht viel machen. Das ging einige Minuten so, und ich dachte, dass er vielleicht doch etwas größer ist und ich ihn irgendwie in den kleinen Kescher bekommen muss. Leichter gesagt als getan, aber irgendwann habe ich ihn gekeschert.
Er war über 90 cm. Köder und Haken saßen zum Glück vorne im Maul. Haken raus, ein Bild, und der Gute ging zurück ins Wasser.
Wenn ich rauchen würde, hätte ich jetzt eine geraucht. Mache ich aber gar nicht, also: tief durchatmen und mit einem breiten Grinsen im Gesicht. Danach habe ich am selben Platz noch einige Barsche gefangen.
Auf dem Heimweg war ich glücklich und zufrieden und habe gedacht: Gut, dass ich heute doch noch ans Wasser gefahren bin, auch wenn es nur wenige Stunden waren.
