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Barsch-Alarm.de - Angeln auf Raubfisch: Barsch


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Um es mal gleich vorwegzunehmen und gar nicht erst ins Kreuzfeuer der Youtube-Experten-Fraktion zu geraten: Die Erfindung des Seitenarms ist schon ein paar Jahre alt. Die will ich mir keinesfalls auf die Fahne schreiben. Kann auch gut sein, dass es einen oder mehrere Japaner oder Amerikaner gibt, der/die die hier aufgeführten Modifikationen an der Seitenarm-Montage bereits vorgenommen und vorgestellt hat/haben. Vielleicht fischen ja auch schon viele von euch mit einem ähnlichen System. Wenn „ja", dann sicher erfolgreich. Seitenarmmontagen sind einfach zu fischen und entschärfen so manches Problem. Und wenn man sie richtig bindet, die entsprechenden Haken verwendet und einen auftreibenden Köder benutzt, kann man sogar einen Kickback-Effekt erzeugen. Deshalb habe ich der folgenden Montage den Namen "Kickback-Rig" gegeben.

Wenn man eine klassische Seitenarm-Montage binden will, legt man ein Stück Mono parallel zum Vorfach und verknotet die beiden Sehnen mit dem Springerknoten miteinander. Damit der Seitenarm mit dem Blei das Vorfach nicht ständig vertangelt, nimmt man das Ende des Springers, das Richtung Rute zeigt und schneidet das zum Haken weisende Stück ab. An den Springer kommt dann ein Blei. Ans Ende des Vorfachs ein Haken. Vorteile: An dieser Montage haben die Köder freies Spiel. Man kann sogar 50 oder 100 Gramm-Birnen verwenden, ohne dass die Köderaktion beeinträchtigt wird. Bei Hängern verliert man nur das Blei. Köderführungstechnisch kann man kaum etwas falsch machen...

dietel am 07.01.12 um 10:32 [ 15 Kommentare ]

Es ist wieder warm. „Endlich“ möchte man als XXL-Winter-geplagter Hauptstadtanrainer anfügen. Und als Barschangler mit einer Vorliebe fürs Powerfishing sowieso. Nicht nur dass man wieder schnelle Methoden fischen kann, ohne befürchten zu müssen, dass die Barsche den Sprint verweigern – man kann sie sogar rauben sehen. Und wenn nicht, dann lassen sich zumindest an einigermaßen windstillen Tagen die Stellen, an denen es potentiell knallen könnte, mit bloßem Auge ausmachen. Kleine Ringe an der Oberfläche sowie Schlürf- und Schmatzgeräusche weisen auf einen Kleinfischschwarm hin. Wenn’s windig ist, hilft ein Echolot, die knapp unter der Oberfläche stehenden Kleinfischwolken zu finden. So oder so: Hier wird gefressen. Früher oder später. Am liebsten zur Morgenstund und am Abend. Aber auch am helllichten Tag schauen immer mal wieder ein paar Barsche – meistens sind es jetzt kleine Trupps von maximal 10 Fischen – auf einen schnellen Snack vorbei. Zu den häufigsten Opfern zählen kleine Rotaugen, Rotfedern, Lauben oder Jungbarsche.

Das Beangeln solcher Futterfischschwärme macht mir persönlich extrem viel Spaß. Erstens weil ich bei jedem Wurf das gute Gefühl habe, voll am Spot zu sein. Zweitens weil sich da ein paar spaßige Angelmethoden aufdrängen. Als da wären:

dietel am 26.05.11 um 07:20 [ 21 Kommentare ]

Es ist wie ein Wunder. Denn er ist fast aus dem Nichts aufgetaucht. Jetzt ist er da. Zumeist dick und fett. In Stückzahlen, in denen es sich fast schon lohnt ihn gezielt zu beangeln. Und so wie es aussieht, hat Perca fluviatilis vor, sich dauerhaft im Caspe-Stausee zu etablieren. Woher die Teile gekommen sind, weiß niemand so richtig. Zumindest Keiner, mit dem ich gesprochen habe. Ein Gerücht besagt, dass die Barsche einer ehemaligen Barschaufzuchtanlage aus der Nähe entstammen, aus der ein ganzer Schwung entwischt ist. Diese Fische machen seit Jahren den einen oder anderen See oberhalb des über 100 km langen „Aragonischen Meeres“ unsicher. (Den ersten Barschkontakt hatten wir hier im Jahr 2007. Wobei es Leute hier an Bord gibt, die schon lange vor uns den einen oder anderen Flussbarsch beim Schwarzbarsch-Angeln erwischt haben.) Jedenfalls müssen sich die Fische entweder durch die Turbinen und den Guadalope durchgeschleust haben oder sonstwie in den großen See gelangt sein. Jedenfalls scheint es fast unmöglich, dass es sich um Fische handelt, die im Embalse de Mequinenza aufgewachsen sind. Denn kleine Barsche wurden in den letzten Jahren kaum von den Anglern gefangen. (Inzwischen werden sie als Köfis gestippt.) Und dann waren auf einmal Barsche in einer tollen Durchschnittsgröße präsent.

Genialerweise wachsen die Dinger ganz offensichtlich weiter. Das beweist schon allein die Barsch-Statistik von meinem Kumpel und Berkley-Team-Kollege David Wenzel, der seit letzter Saison bei Knittels Ebro Angelreisen auf dem Campingplatz vor den Toren Caspes als Guide arbeitet. Während die Masse im letzten Jahr noch rund 35 cm groß war, fängt man jetzt schon mehr Fische um die 40 cm als kleinere – aber auch noch größere. Ich war kürzlich selber eine Woche vor Ort. Der größte Knittelcamp-Barsch aus diesem Zeitraum war 48 cm lang! Der schiere Wahnsinn. Hier treffen anscheinend ein hohes Nahrungsaufkommen und abwuchsfördernde Temperaturen auf einen großwüchsigen Stamm, der sich eine Nische zu erobern scheint.

dietel am 30.03.11 um 16:25 [ 14 Kommentare ]

Lang, lang ist es her. Aber erinnern kann ich mich noch gut an die ersten Gehversuche mit Gummiködern. Es begab sich in einer Zeit, in der es noch keine schwebenden Japan-Wobbler gab, hierzulande noch kein Mensch gedropshottet hat, „Texas“- und „Carolina-Rig“ noch unbekannte Vokabeln waren und Mepps-Spinner oder der kleine Effzetts die Köder-Hitliste der Barschangler dominierten. Und mit einem Mal war da die Rede von der „weichen Welle“ in den Angelmagazinen. Diese wollte natürlich sofort geritten werden. Schließlich hieß es, dass man mit diesen Gummidingern mit dem Sichelschwanz oft unglaublich viel mehr fängt als mit Blech, Holz und Plastik zusammen. Also ab in den Angeladen und ein Twister-Set „Barsch & Forelle“ von Balzer gekauft. Da waren ein paar kleine Twisterköpfe drin und rote, gelbe, weiße, chartreuse und sogar braune Twister in ca. 2,5 und 5 cm.

Meiner damaligen Lieblingslektüre, dem Blinker-Sonderheft „Barsch“, konnte ich entnehmen, dass man diese Köder am besten mit einer 3 m langen und weichen Rute fischt, um die Bisse gut zu erkennen. Das war natürlich doof. Weil meine Barschrute – ja, Leute, damals hatte man EINE Barschrute – 1,8 m lang war. Und für eine Glasfaserrute war sie auch noch ziemlich straff. Egal. Für den ersten Test musste das auch so gehen. Am Wasser angekommen, wollte ich erst mal sehen, wie sich so ein Twister eigentlich bewegt, wenn man ihn durchs Wasser zieht. Also hab ich das Ding an der Spundwand runtergelassen und bin einfach ein paar Meter gelaufen, um den Gummiköder knapp unter der Wasseroberfläche beobachten zu können. Und zack – da hing schon eine Hechtfritte am Haken. Wenig später ein paar Barsche. Und das obwohl ich ja gar nicht streng nach Anleitung gearbeitet habe. Schließlich sollte man die Weichplastikköder ja über den Grund zupfen. Das habe ich in den folgenden Wochen, Monaten und Jahren einigermaßen perfektioniert. Vor ein paar Jahren habe ich das simple Einleiern dann wieder für mich entdeckt…

dietel am 18.07.10 um 14:39 [ 19 Kommentare ]

1. Was ist Dein bevorzugter Zielfisch im Mai, Leo?
Für mich ganz klar der Barsch und der Rapfen! Ab und an wird der Zander auch Ziel der Begierde.

2. Welchen Gewässertyp bevorzugst du im Mai?
Im Mai treibe ich mich sehr gerne an diversen kleinen und mittelgroßen Seen rum. Aber auch am Fluss starte ich sehr gerne den ein oder anderen "Angriff".

3. Welches sind die Hotspots? In welcher Tiefe suchst du die Fische?
Im See bieten Krautfelder, Schilfgürtel und Berge gute Vorraussetzungen für die erfolgreiche Angelei auf die gestreiften Kämpfer. Während die kleinen und mittelgroßen Barsche sich im Flachwasser aufhalten findet man die großen Exemplare oft noch ein wenig Abseits im tieferen Wasser. In Flüssen sind Wehre und Stromschnellen meine bevorzugten Spots. Aber auch ruhigere Bereiche können schnell zum Hotspot mutieren.

4. Wie sieht deine Angelstrategie aus?
Gerade im Mai gibt es viele Tage, an denen die Barsche außer Rand und Band zu sein scheinen. Wenn man es darauf anlegt kann man oft den ganzen Tag lang einen (meist kleineren) Fisch nach dem Anderen fangen. Genau an solchen Tagen sieht meine Strategie folgendermaßen aus: um jetzt große Barsche zu fangen fische ich abseits der Schwärme, z.B. an Kanten die schnell tief abfallen, über tiefem Wasser im Mittelwasser oder sogar in den ganz tiefen Löchern der Gewässer (meine Gewässer sind meist 8 - 10m an den tiefsten Stellen). Auch die Ködergrößen passe ich der Größe der erhofften Dickbarsche an. Rubberjigs mit 4"-5" Trailern brachten mir im letzten Jahr mit die besten Erfolge. Beim Rapfenfischen gibts nur eine Strategie: (fast egal welchen Köder) an/auf der Oberfläche und hier so schnell, wie es die Rolle zulässt...

leoseven und dietel am 07.05.10 um 09:18 [ 7 Kommentare ]

Mit dem ersten Startseitenbericht im Jahr 2010 möchte ich euch einen Führungsstil für No-Action-Shads vorstellen, den ich als meinen wohl größten angeltechnischen Fortschritt des zurückliegenden Angeljahres einstufen würde, wenn mich jemand fragen würde. Meine Kumpels und ich haben das Ding „Hibbel-Technik“ genannt. Zum einen, weil der Köder kaum zur Ruhe kommt. Zum anderen, weil er auch lethargische Barsche „hibbelig“ und aggressiv macht. Der grundlegende Unterschied zum Faulenzen oder Jiggen liegt darin, dass der Köder bewusst unkontrolliert fallen darf. Der Verlust des Köderkontakts wird hier Methode.

Darauf gekommen bin ich auf Arbeit: Bei meinen Produktvorführungen an den Testbecken diverser Angelgerätehändler sahen No-Action-Shads immer besonders überzeugend aus, wenn ich sie schnell mit kurzen zackigen Sprüngen über den Boden zupfte und an schlaffer Schnur fallen ließ. Sie schlugen dabei richtige Salti und standen dann entweder auf dem Kopf oder kippen zur Seite weg, um beim nächsten Hopser zu einer Seite auszubrechen. Mein Standard-Spruch: „So viel zum Thema „No-Action“…“ Tatsächlich wundert man sich aber auch wirklich, wie hibbelig so ein No-Action-Shad tanzt, wenn man ihm aktiv Leben einhaucht. In der Angelpraxis provozieren die hektischeren und unkoordinierten Ausbrecher der No-Action-Shads oft deutlich mehr Bisse im Vergleich zum durch seinen Schaufelschwanz gebremsten Action-Shad. Deshalb pflege ich seit letztem Sommer einen ziemlich aggressiven Umgang mit den schlanken Softies. Dabei vermische ich Techniken wie Twitchen, Jerken oder auch Pilken mit dem Jiggen und Einleiern.

dietel am 13.01.10 um 17:09 [ 18 Kommentare ]

Hier mal ein Tipp von einem unserer Berkley-Juniors. Er war auf Barsche unterwegs und stellt euch in seinem kurzen Report sein Erfolgssystem vor:

„ Als letzte Woche Backfischfestzeit war, war ich Montag bis Freitag von morgens bis abends am Aufbauen, aber am Freitagabend dachte ich mir, dass ich nochmal mit zwei Kollegen an den See zum Spinnfischen gehen sollte, weil Samstag und Sonntag der See gesperrt wird. Um 18.30 Uhr ging´s dann mit den ersten Würfen los, und zwar mit dieser Montage: Unten ein Gummifisch am Jigkopf und ca. 50 cm darüber ein direkt auf die Hauptschnur gebundener Drop Shot-Haken. Da der Gummifisch am Bleikopf das DS-Blei ersetzt, wird es auch nicht benötigt.

black_bass am 25.08.09 um 11:24 [ 14 Kommentare ]

Seit dem Jahr 2007 dokumentieren diejenigen, die das wollen, ihre herausragenden Barschfänge in einem Thread im Barschforum, der den schönen Namen „Barschking“ trägt. Den Titel dieses Threads verpassen wir dann auch dem erfolgreichsten Angler. (Dem Angler, dessen fünf größte Barsche die höchste Durchschnittslänge erreichen.)

Im Jahr 2008 war dies unser inzwischen auch aus dem TV bekannte User Holle mit einer Durchschnittslänge von 50,2 cm!!! Neben einem 52er fing er drei 50er und einen 49er! Und allesamt vom Ufer! Ein sensationelles Fangergebnis und allemal Grund genug, dem guten Mann ein bisschen auf die Zähne zu fühlen. Und weil Holle nicht nur ein guter, sondern auch aufgeschlossener Angler ist, hat er sich bereit erklärt, meine Fragen zu beantworten. Ihr findet das komplette Exklusiv-Interview, wenn ihr hier unten auf mehr... klickt.

dietel am 10.02.09 um 08:32 [ 36 Kommentare ]

Was für ein Jahr für uns Barschfreunde. Die 2007er Rekorde, von denen ich glaubte sie seien nur sehr schwer zu knacken, sind gleich mehrfach überboten worden. Von 131 Fischen waren 77 über der magischen 40cm Marke und sogar 10 50plus Endbarsche in der Wertung. Nicht nur im Berliner und Brandenburger Raum wurde 2008 gut gefangen, nein es scheint fast europaweit ein gutes Barschjahr gewesen zu sein. So zeigen es die Fänge von Bremen über Berlin und Köln bis hin zum Edersee und nach Norditalien.

Allen voran hat uns Holle die Meßlatte, mit Durchschnittswerten von über 50cm und einer Gesamtlänge von 2.51m, hochgelegt. Für dieses Traumergebnis und seine „Selbstdisqualifikation“ gilt ihm der Respekt von uns allen, so glaube ich zumindest. Natürlich zollen wir aber auch allen anderen Teilnehmern unseren Respekt, deshalb wird es auch in diesem Jahr wieder ein paar kleine Preise geben.

hansen & dietel am 08.02.09 um 13:26 [ 26 Kommentare ]

Leider sieht es so aus, als würde das Eis erst mal abschmelzen. Kein Grund, den angekündigten Überblick über die besten Eisangel-Köder zu verschieben. Denn auch wenn zunächst einmal wenig Hoffnung besteht, dass es wieder kälter wird – die nächste Eisangel-Saison kommt bestimmt…

Natürlich ist das Dropshotten am Eisloch ein probates Mittel, wenn die Fische am Start sind. Um sie jedoch in unseren Wirkungsbereich zu locken, bedarf es ein bisschen mehr als das subtile Schwanzzucken eines kleinen No-Action-Shads. Deswegen sind auf dem Eis oft diejenigen Köder besser, die ein bisschen blinken, blitzen und ggf. sogar noch leuchten. Um es auf den Punkt zu bringen: Blech ist Trumpf! In diesem Bericht beschränke ich mich jetzt mal auf die drei Klassiker Zocker, Balance-Jig und Mormyschka.

dietel am 20.01.09 um 10:17 [ 13 Kommentare ]


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