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Barsch-Alarm.de - Angeln auf Raubfisch: Zander


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Um einmal zu sehen, mit welchen Ködern die Barsch-Alarm-User im Moment am erfolgreichsten auf Zander fischen, haben wir eine Umfrage gestartet. Nachdem nun knapp 700 Personen teilgenommen haben, kann man fast schon von einer repräsentativen Umfrage sprechen, deren Ergebnis eindeutig einen Trend zum No-Action-Shad erkennen lässt:

Immerhin 40 Prozent von euch zupfen am liebsten die meist schlanken Gummifische ohne Schwanzteller über den Grund. Nur halb so User setzen noch auf den Gufi mit Schaufelschwanz. Auf den Twister entfallen nicht mal 10 Prozent der Stimmen. Ca. jeder 10. von euch favorisiert einen Dropshot-Köder. Deshalb hier noch einmal in aller Kürze ein paar Tipps für alle, die bis jetzt noch nie mit No-Action-Shads geangelt haben…

dietel am 05.12.07 um 10:06 [ 31 Kommentare ]

Oft kann man sich von anderen Anglern etwas abschauen. Selbst wenn diese in einer ganz anderen Disziplin angeln. Mit Vertikal-Kniffen fangen z.B. auch Uferangler mehr!

Besonders an den größeren Flüssen beziehen die Fische mit dem ersten Frost ihre Winterquartiere. Weil sie darauf aus sind, so wenig Energie wie möglich zu verbrauchen, konzentrieren sie sich auf Baggerlöcher, Häfen, Steganlagen, Wendebecken oder Altarme. Hier finden die Zander, Barsch und Hecht Schutz vor der Strömung. Das Futterfischangebot ist üppig, das Wasser oft etwas wärmer. Doch auch in diesen Rückzugsrefugien kleben die Fische die meiste Zeit faul am Boden. Das Vertikalangeln gilt als eine der besten Methoden, um derart trägen Räubern doch noch beizukommen. Doch lassen sich viele Kniffe dieser auf höchstem technischen Niveau betriebenen Bootsangelei auf das Uferangeln übertragen.

dietel am 31.01.07 um 11:22 [ 6 Kommentare ]

Auf der anspo 2004 hatte ich Gelegenheit mich einmal recht ausführlich mit Henk Simonsz zu sprechen und ihm eine ganze Menge Fragen zum Thema Zander zu stellen. Am Spro-Stand hat er mir seine (damals) neuen Köder und Ruten gezeigt und erklärt, worauf es ihm beim Zanderfischen besonders ankommt. Viele dieser Köder und natürlich auch die Ruten haben sich inzwischen etabliert. Und auch das, was er mir zum Thema Zanderzupfen erzählt hat, hat natürlich immer noch Bestand. Schwerpunkte sind die Köder an sich, die Köderführung und Fehlbissvermeidung, das Vertikalangeln, Lernprozesse bei Fischen und die Konsequenzen für uns Angler. Los geht's:

Barsch-Alarm: Herr Simonsz, wann fangen die Gummifische ohne Schaufelschwanz? Nur im Winter oder auch im Sommer?

Henk Simonsz: Die Leute wollen immer gerne Weiß oder Schwarz hören. Natürlich sind das gute Köder für den Winter, weil sie weniger Aktion haben als Köder mit einer Schaufel. Aber ich habe auch schon im Juni mit diesen Ködern sehr gut gefangen. Vertikal. Aber diese Köder kann man auch sehr gut diagonal fischen, also ganz normal twistern. Der Vorteil ist, dass diese Teile sehr nahe über den Boden gleiten. Umgekehrt fangen auch Köder mit einem Schaufelschwanz und heftiger Aktion im Winter. Es gibt dann auch Tage im Sommer, an denen viel Aktion nichts bringt. Nur bei der Köderform kann man eine Regel aufstellen: lange und schlanke Köder fangen besser Zander als bauchige.

dietel am 22.11.06 um 09:30 [ 4 Kommentare ]

Das erste Mal, dass ich mit einem fußgesteuerten E-Motor in Berührung kam, war beim Vertikalangeln in Holland auf der Maas. Nachdem mir der Bootseigner kurz die Funktionen gezeigt hatte, setzte ich mich auf den Stuhl im Bug, tippte mit dem rechten Fuß auf die Steuerung und ab ging die Post. Kreuz und quer. Ich war ziemlich überfordert und hätte mir einen Quirl mit Pinne gewünscht. Die Kollegen an Bord hätten mir den sicher auch gegönnt.

Seit diesem Tag sind nun zwei Jahre ins Land gezogen. Genug Zeit zum Üben. Und inzwischen hat sich mein Verhältnis zu den fußgesteuerten E-Motoren deutlich verbessert. Und so hab ich mir auch für mein eigenes Boot einen dieser schönen Motoren gekauft. Wohl wissend, dass das Driften nicht überall bei uns erlaubt ist. Das ist schade. Denn wenn man sich einmal an die Fußsteuerung gewöhnt hat, will man gar nicht mehr "vorne ohne" raus...

dietel am 23.08.06 um 05:28 [ 10 Kommentare ]

Während eines Spanien-Aufenthalts im letzten Herbst habe ich Jimmi Warren kennen gelernt. Der Amerikaner befischt den Lake Caspe seit nunmehr 20 Jahren und kennt ihn wie seine Westentasche. Früher hat er nur auf Schwarzbarsche geangelt. Da waren Tagesfänge um die 50 Fische keine Seltenheit. Seitdem nun aber die Zander, Welse und Angler die Schwarzbarschpopulation ziemlich dezimiert haben, angelt er lieber auf den „Walleye“, wie die Amis den Zander nennen. Auf sein liebstes Schwarzbarschsystem will er dabei aber nicht verzichten: das Dropshot-Rig.

Das Dropshot-Rig ist eine recht einfache Montage die hauptsächlich zum Vertikalangeln eingesetzt wird. Anstatt den Gummifisch klassisch am Jigkopf hinunter zu befördern, fischt man hier mit einem speziellen Dropshot-Sinker und einem Gummiköder, der einige Zentimeter, maximal einen Meter darüber sitzt.

dietel am 06.07.06 um 07:08 [ 12 Kommentare ]

Zander haben gute Augen. Doch verlassen sie sich nicht nur auf das, was sie sehen. Neben ihrem hervorragenden Sehvermögen und der sensiblen Seitenlinie verlassen sie sich sowohl auf ihren Geruchs- als auch den Geschmackssinn wenn es darum geht, schmackhafte bzw. sättigende Nahrung aufzuspüren. Eingefleischte Zanderspezialisten schwören deshalb darauf, den Zandern Gummis besonders schmackhaft zu machen, indem sie die Köder mit Fischaroma aus der Flasche versehen. Natürlich kann man die Gummis auch in Fischinnereien oder Fischblut wälzen, so dass sie kurzzeitig "abstinken". Meine liebsten Flavours aber sind Sekundenkleber, Aminosäuren, Salze und einige exotische Geschmäcker. 

Wohl wissend, dass Zander einen exzellenten Riecher haben, vermeiden viele Gummifischangler, dass "Fremdgerüche" auf die Köder gelangen. Unter Fremdgerüchen verstehen wir hier mal alles, was normalerweise nicht im Wasser vor sich hin duftet: Nikotin zum Beispiel. Doch beim Zanderangeln gibt's da ein Problem. Denn die Räuber lutschen die Gummis oft vom Haken, wenn man sie nicht fest fixiert. Da helfen nach ein paar Attacken auch die Widerhaken oder Knubbel nicht, die sich bei vielen Köpfen unterhalb der Murmel auf dem Hakenschenkel befinden. Aus diesem Grund träufeln viele Zander-Jigger vor dem Aufziehen ein paar Tropfen Sekundenkleber auf den vorderen Bereich des Jig-Kopfes, um den Gummifisch gegen das Herunterziehen abzusichern. Nun riecht Sekundenkleber ja ziemlich streng. Und zwar alles andere als "fischig". Bringt  diese Ablutschversicherung also gleichzeitig eine verminderte Bissfrequenz mit sich? Wird also die eigentliche Absicht - nämlich mehr Fische zu fangen als mit dem "unfixiertem" Gummi - ad absurdum geführt?

dietel am 07.04.06 um 05:21 [ 9 Kommentare ]

„No-Action-Shads“ nennt man die Gummifische mit der gespaltenen Schwanzflosse (z.B. von Lunker City, Mann’s oder SPRO) oder dem spitz auslaufenden Schwänzchen (z.B. von Bass Assassin), die die Holländer und ihre Trittbrettfahrer so gern beim Vertikalangeln einsetzen. Kaum ein Gummi-Crack verzichtet dort auf diese Köder. Seit geraumer Zeit hört man aber auch hierzulande immer wieder von Anglern und ihren Erfolgen auf No-Action-Shads. Mit dem feinen Unterschied, dass diese Angler die schwanztellerlosen Gummis werfen und jiggen, anstatt sie vertikal unter der Rutenspitze anzubieten.

Als ich mir von der Firma Berkley wieder neue Preise fürs Quizz aussuchen durfte, fiel meine Wahl deshalb auf die Power Bait 5’’ Jerk Shads. Denn gerade zum Herbst und Winter hin dürften diese eher träge laufenden Köder ein echter Zander-Bringer sein. Doch hat es bereits Tradition, dass die Quizz-Preise vor ihrer Verlosung einmal getestet werden. Und so habe ich mir ein paar Päckchen mit nach Spanien genommen und ein bisschen damit herumgezuppelt. Nach der kleinen Testreihe stellt sich mir nur eine Frage: Warum hab ich solange so wenig Vertrauen in das Jiggen ohne Schwanzteller gehabt???

dietel am 20.10.05 um 09:09 [ 14 Kommentare ]

Ein Zucken in der Schnur. Ein Biss??? Nicht lange nachdenken. „Just set your hook properly und hau an.” Paff. Die Rute schneidet die Luft in zwei Teile. Und direkt singt die Rolle ihr schönstes Lied. Die Schnur rast von der Spule. Die zum Twistern entfremdete Berkley Vertic mit der Aktion einer Jerke biegt sich im Halbkreis.

Alter, was ist das nur? Weit und breit kein D-Zug in Sicht. Und von U-Booten in unseren Seen hätte die Zeitung mit den vier Buchstaben bestimmt nicht an mir vorbei berichten können. Der Zander meines Lebens? Dafür kam der Biss recht seltsam. Und das Herunterstieben fehlt genauso wie die heftigen Kopfrüttler. Ein Hecht kämpft auch anders. Ein Wels? So viele hab ich da noch nicht gefangen. Aber die paar fühlten sich anders an. Wobei… Da war doch gerade Schleim an der Schnur zu sehen als der Fisch kurz nach oben kam. Ein Verdacht lag nahe und sollte sich auch ziemlich schnell bestätigen...

dietel am 16.09.05 um 17:05 [ 26 Kommentare ]

Immer wieder hört man von sensationellen Zanderfängen an der Hamburger Elbe, am Rhein oder der Oder. Und wenn man ein bisschen nachhakt, erfährt man, dass die Zander an irgend so einer Buhne gebissen haben. Wo genau wird aber nicht verraten. Und die Geheimnisverwalter haben recht. Denn Buhne ist nicht gleich Buhne. Das Wissen um die guten Stellen ist zumeist hart erarbeitet. Nachdem auf den Strömungsbrechern auch nicht für endlos viele Angler Platz ist, wäre es fast schon töricht, das Wissen weiterzugeben.

Man muss sich also meistens selber an die Arbeit machen, wenn man Zanderbuhnen entdecken will. Für das erste Buhnengold in Zanderform wird man oft gezwungen, einige Kilometer zurückzulegen. Vor uns liegt eine lange Odyssee, die uns an viele schlechte Plätze führen wird. Doch der Weg lohnt sich. Denn wenn man eine gute Buhne entdeckt, die sonst nur wenige auf dem Zettel haben, kann man hier immer wieder herkommen und mit einiger Zuversicht regelmäßige Fänge erhoffen.

dietel am 27.06.05 um 11:36 [ 17 Kommentare ]

Zander sind Schwarmfische. Und als solche ziehen sie auf ihren Raubzügen durch die Wasser, um Kleinfische zu stellen und zu fressen. Hat man einmal einen Schwarm vor der Angel, ist die Wahrscheinlichkeit gar nicht so gering, dass man gleich mehrere Fische aus dem Verbund heraus fängt.

Wenn es sich dabei allerdings nicht gerade um einen XXL-Schwarm von mehreren Dutzend Fischen handelt (das solls tatsächlich geben), endet die Beißerei dann aber oft auch schneller als es uns lieb ist. Doch das Glück lässt sich erzwingen. Angelt man zusammen mit mehreren Zander-Agenten ein Gebiet systematisch ab und reagiert schnell, gibt es mit etwas Gespür, Einsatz und den entsprechenden Waffen (Liebesgrüße aus Gummi werden meistens am heftigsten erwidert) oft noch ein unverhofftes Wiedersehen mit den Räubern.

dietel am 16.06.05 um 08:55 [ 7 Kommentare ]


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