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Barsch-Alarm.de - Angeln auf Raubfisch: Gewässer-Reportagen


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Nachdem ihr in den letzten drei Teilen sehr viel über das Fischereimanagement, die Angelbedingungen und die einzelnen Zielfische an den Ruhrverbandstalsperren erfahren konntet, möchte ich euch hier im 4. und letzten Teil der Serie die einzelnen Gewässer (namentlich die Biggetalsperre, Möhnetalsperre, Sorpetalsperre, Hennetalsperre, Versetalsperre, Ennepetalsperre, Listertalsperre und die Fürwiggetalsperre sowie den Ahauser Stausee) kurz vorstellen und Euch ein paar weitere nützliche Infos (Preise, Schonmaße, Verzehrempfehlungen, ein paar hilfreiche Links und ähnliches) zur Verfügung stellen. Und schon geht’s los:

Die Biggetalsperre hat von allen neun Gewässern im Portfolio des Ruhrverbands mit über 170 Mio. m3 das größte Stauvolumen. Der Stausee liegt im Kreis Olpe und ist sehr gut über die Sauerlandlinie (A45) zu erreichen. Der See sieht sehr idyllisch aus, weswegen er auch seit Jahren in der Fernsehwerbung einer großen Biermarke aus der Region zu sehen ist. Im Mittel ist die Bigge rund 19 Meter tief, die tiefste Stelle kratzt an der 50 Metermarke. Die Ufer sind überwiegend steil und baumbewachsen.

Setjuk am 20.04.10 um 12:46 [ 4 Kommentare ]

Letzte Woche, im zweiten Teil drehte sich alles um den Barsch und die Seeforelle. In diesem Teil werdet Ihr mehr über Karpfen, Wels, Kormoran und Co. erfahren. Viel Spaß beim Lesen!

Clemens Strehl: Die Weißfische zählen ja in den Talsperren zu den Massenfischarten. Doch wie sieht es mit den Karpfen aus? Lohnt die gezielte Karpfenangelei?

Markus Kühlmann: Ich achte in der Talsperrenbewirtschaftung in erster Line auf die fischereibiologischen Gegebenheiten. D.h. ich schaue, was der Lebensraum bietet und überlege mir was passt hier rein, welche Fischart und in welcher Menge kann die Talsperre ernähren. Je nach Gewässer besetzen wir auch Schleie und Karpfen. Allerdings wird die Schleie nur in geringem Umfang besetzt und spielt anglerisch kaum eine Rolle. Für den Karpfen sind vor allem die Vorbecken der Talsperren geeignet. Die Vorbecken sind flacher, wärmer und nährstoffreicher als die eigentlichen Talsperren. Das Olper Vorbecken, das Wameler Vorbecken und die Listertalsperre erhalten einen deutlich erhöhnten Besatz mit zweisömmrigen Karpfen. Dort ist das ausdauernde Karpfenangeln mit Sicherheit erfolgreich. Doch auch die Möhnetalsperre halte ich für ein gutes Karpfengewässer, eben weil sie auch recht flach und warm ist und wir hier viele Zebramuscheln als Nahrungsgrundlage für den Karpfen haben. Hier werden auch starke Besatzmaßnahmen durchgeführt. Im vergangenen Jahr haben wir bei einer Probebefischung im Hauptbecken der Möhnetalsperre einen 36 Pfünder und einen 38 Pfünder gefangen und nach dem vermessen zurück gesetzt. Außerdem ging dort einem Angler ein 44 Pfünder an den Haken. Bei der Henne- und Sorpetalsperre konzentriert sich der Besatz ebenfalls auf die jeweiligen Vorbecken.

Setjuk am 29.03.10 um 14:30 [ 6 Kommentare ]

Letzte Woche im ersten Teil ging es um das Fischereimanagement an den Talsperren im Allgemeinen und speziell um Hecht und Zander. In diesem zweiten Teil erfahrt ihr mehr über die Barsche und Seeforellen in den Ruhrverbandstalsperren. Übrigens beginnt jetzt die Seeforellensaison an den Talsperren (Start: 16. März). Wer es schon immer auf eine der schönsten und kampfstärksten Salmoniden im Sauerland versuchen wollte, für den ist das die ideale Gelegenheit. Die wichtigsten Infos vom „Insider“ findet ihr praktischerweise in diesem Interviewauszug. Also viel Spaß beim Lesen!

Clemens Strehl: Wie ist die Situation der Barsche in den großen Talsperren?

Markus Kühlmann: Wie bereits erwähnt, wird das Wasser in den Talsperren immer klarer. Barsch und Hecht sind die Gewinner bei dieser Veränderung des Lebensraums. Sie benutzen beide auch das Auge zum Jagen und profitieren somit von dieser Entwicklung. Ich bemerke ganz stark die Tendenz, dass die Barschbestände in allen Talsperren deutlich ansteigen. Die Barsche sind sehr großwüchsig und weisen keinerlei Verbuttungstendenzen mehr auf, wie es in der Vergangenheit gewesen ist. Es sind mittlerweile viele große Fische da. Wir haben in den Talsperren teilweise Barschbestände, die bis zu 50% der Fischbiomasse ausmachen. In der Möhnetalsperre ist der Flussbarsch sogar die häufigste Fischart und wird wirklich kapital. Über ein Kilo ist hier schon fast Standard. Allgemein liegt die Durchschnittslänge in den Talsperren bei 25-30 cm.

Setjuk am 15.03.10 um 13:11 [ 5 Kommentare ]

Letztes Jahr ist in der Märzausgabe der Fisch und Fang ein Interview von mir mit dem Fischereimeister Markus Kühlmann abgedruckt worden. Das ursprüngliche Interview war gegenüber der Druckversion länger und außerdem in einen Artikel über das Fischereimanagement des Ruhrverbands eingebettet. Damit diese ganzen zusätzlichen Informationen nicht auf meiner Festplatte „verrotten“, habe ich mich jetzt noch einmal aufgerafft und den kompletten Artikel für eine Serie hier auf Barschalarm aufbereitet. Hier und heute startet diese Serie mit Teil 1:

Die Interessengruppen der Berufs- und Sportfischer sind sich nicht immer grün. Doch an den Talsperren des Sauerlands und Bergischen Lands stellt die Berufsfischerei definitiv keine Konkurrenz für die Angler dar. Vielmehr erhöht sie die Chancen für passionierte Sportfischer auf kapitale (Raub)fische sogar! Der Hauptgrund dafür ist die nachhaltige Bewirtschaftung. Seit 1991 wird das Fischereimanagement an den Talsperren des Ruhrverbands unter der professionellen Obhut des Fischereimeisters Markus Kühlmann durchgeführt. Zu den Ruhrverbandstalsperren gehören unter anderem die Raubfischtopadressen Möhne- und Biggetalsperre. Herr Kühlmann sorgt als öffentlich bestellter Fischereisachverständiger mit seinem Team in allen neun Verbandstalsperren für artenreiche und gesunde Fischbestände.

Setjuk am 09.03.10 um 11:44 [ 9 Kommentare ]

All den Stereotypen der Pauschalballermänner, Sangriaeimer und Rentnerinsulanern zum Trotz bietet die Insel viel mehr. Radfahren, Wandern oder eben Angeln. Es gibt eine Vielzahl an Fischen, Fischarten und Angelmöglichen vom Ufer und vom Boot. Mit diesem Bericht möchte ich euch ein paar ganz gute Angelplätze vorstellen und euch auch sonst noch ein paar Tipps mit auf den Weg geben.

Erstmal was zum Administrativen: Auch auf Malle braucht man, den immer wieder kursierenden Gerüchten zum Trotz, einen Angelschein. Diese Licencia de pesca recreativa bekommt man bei der Conselleria d'Agricultura i Pesca in der Calle Foners 10 in Palma, sowie bei deren Außenstellen in diversen Orten auf der Insel. Zu der Lizenz gibt es eine Broschüre auf Katalan und Kastilisch, in der Schonmaße, Reservas maritimas, gefährliche Fische und anderes beschrieben werden. Zusätzlich empfiehlt es sich, das Merkblatt mit Abbildungen der Fische mit Schonmaß, das in der Conselleria ausliegt, mitzunehmen. Für die Lizenz muss ein Antrag ausgefüllt, die Gebühr von 13,60 Euro (Stand 2009) auf einer Bank eingezahlt (Einzahlungsformular liegt aus) und eine Kopie des Personalausweises mitgebracht werden. Die Lizenz gilt 2 Jahre. Liest sich vielleicht etwas kompliziert, ist aber in einer Stunde erledigt. Man stelle sich vor ein Spanier wollte in Deutschland angeln...

lelox am 14.10.09 um 11:44 [ 12 Kommentare ]

Nach einer tollen Tour an den Edersee im Juli 2008 war eine Wiederholung schon längst überfällig. Beim letzten Mal konnten wir mit sechs Anglern einige schöne Barsche, aber auch zwei gute Hechte überlisten. Genaueres kann man in einem ausführlichen Bericht lesen, der hier auf „barsch-alarm.de“ zu finden ist.

Bei dieser Ederseetour reduzierte sich die Mannschaft auf meinen guten Angelfreund Matthias und mich. Für einen halben Tag kam außerdem Marcel (BA-Name: „SkelliMarcel“) dazu und unterstützte uns als Guide. Wir waren insgesamt vier Tage am Edersee und kamen in dieser Zeit auf dem Campingplatz Rehbach recht günstig unter. Unser Zelt stand in direkter Nähe zum Bootssteg der Segelschule Rehbach, bei der wir ein Ruderboot gemietet hatten. Optimale Bedingungen also, um jede potentielle Beißzeit mitzunehmen und das Beste aus einer solchen Angelreise zu machen.

Plipp am 01.10.09 um 06:25 [ 8 Kommentare ]

Mecklenburg-Vorpommern ist für viele das Angelland Nr. 1 in Deutschland. Das Bundesland bietet mit seiner schier unendlichen Seenplatte und seinen Küsten- und Boddenrevieren aber nicht nur für die weniger als 2 Millionen Einwohner MVs genügend Platz zum Fischen, sondern für jede Menge Gastangler aus der ganzen Republik.

Schließlich ist das Land mit über 2000 Seen sogar mehr als das Land der 1000 Seen. In dieser Rechnung sind übrigens nur die Seen mit einer Größe von mindestens einem Quadratkilometer enthalten…Kurzum, hier findet jeder seinen Platz und seinen Fisch. Und das in oftmals unberührter, ursprünglicher Natur. Jede Saison werden Anglerträume aufs Neue wahr. Denn der Fischbestand des Bundeslandes ist einmalig. Neben Dorsch, Hornhecht, Lachs, Meerforelle und Co. sind natürlich insbesondere der Hecht, der Zander und der Barsch begehrte Beute. Insbesondere an den Großseen im Landesinneren gibt es schöne Ecken um Barsch und Hecht auf die Schuppen zu legen. Wer hier das Herzstück, die Mecklenburgische Seenplatte mit der Mutter aller Seen, der Müritz bereist, wird um ein Unternehmen nicht drum herum kommen: Die Müritz-Plau GmbH. Sie ist vielen Barschalarmern ja auch seit dem vorjährigen Forumstreffen auch bekannt.

Setjuk am 24.09.09 um 10:31 [ 7 Kommentare ]

Wir haben in diesem Jahr unseren Urlaub in Rheinsberg ca. 100 km nördlich von Berlin verbracht. Dort im Norden Brandenburgs beginnt bereits die Müritz Seenplatte und die unzähligen Seen sind mit Kanälen verbunden, so dass man von dort aus mit dem Boot bis in die Ostsee fahren könnte. (Auf dem kleinen Bild hier links seht ihr den Blick vom Leuchtturm über die Hafenausfahrt auf den Rheinsberger See.) Ich hatte da im Internet ein Hafendorf gefunden, das für einen Fischer, der im Sommer mit der Familie Urlaub zu machen hat, genial aussah. Das Haus direkt am Hafenbecken, Bootsverleih vor Ort und das Boot direkt an den hauseigenen Steg legen.

Rainer Seidler am 04.09.09 um 06:33 [ 15 Kommentare ]

Am 26. April hatte der Ruhrverband zum Tag der offenen Tür am Möhnesee eingeladen. Der Verband bewirtschaftet die großen Talsperren im Sauerland. Das Team um Markus Kühlmann hat an diesem Tag am Fischereigehöft in Körbecke den über 800 Besuchern einiges geboten. Bei strahlendem Sonnenschein konnten sich alle Angelsportbegeisterten am Geburtsort von Millionen potenzieller Meterhechte über die Arbeit der Berufsfischer und die zahlreichen Talsperren des Ruhrverbands informieren. Denn am Gehöft laufen die Fäden für die Hege und Pflege der Fischbestände in Möhne, Bigge, Lister und Co. zusammen. Hier hat Fischereimeister Kühlmann sein Büro zur Planung des fischereilichen Managements und der Besatzmaßnahmen und hier werden unzählige Raubfische für die Talsperren erbrütet und „vorgestreckt“.

Die Kinderstube der Hechte und Seeforellen, das Bruthaus, war für alle Besucher zugänglich. Die Fischeier werden dort in speziellen Glasgefäßen erbrütet.

Setjuk am 12.06.09 um 10:47 [ 10 Kommentare ]

Die Slawen haben die Müritz zu recht kleines Meer (Morcze) getauft. Denn das ist Sie mit ihren rund 110 Quadratkilometern wirklich. Das schöne bei dieser riesigen Wasserfläche: Darunter finden sich eine Menge Raubfische. Die sind zwar nicht immer einfach zu finden, doch irgendwann knallt’s immer in der Rute. Das habe ich bei meinen jüngeren Fishing-Trips an das Herz der Mecklenburgischen Seenplatte wiedereinmal festgestellt. Und alle BA-User, die bei dem diesjährigen Treffen dort zum Fischen sein werden, können das sicher bald mit dicken Barschbildern in der Galerie bestätigen.

Meine persönliche Müritz-Saison fing sehr bescheiden an. Anfang Mai hatte ich wenig Fischkontakt, doch die Ausdauer wurde wie immer mit ein paar Räubern belohnt. Zusätzlich sind mir eine Killerbrasse und einem Killerrotauge beim Spinnfischen eingestiegen. Die Weißfischscheibe hatte einen Twister voll genommen. Im Drill hat sich der Fisch allerdings eher wie ein Stück Holz verhalten. Doch dank gummierten Keschers gestaltete sich die Landung vom Boot recht einfach und es roch in meinem Boot nach kurzen Landgang des dicken Brassens nicht all zu streng.. Irgendwie verrückt diese Raubbrassen. Das Rotauge dagegen fand einen Hechtblinker zum fressen gern. Im Drill dachte ich zuerst an einen Barsch und staunte nicht schlecht, als ich eine Silberne Flanke im Wasser vor mir erblickte.

setjuk am 17.08.08 um 05:41 [ 3 Kommentare ]


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