| |||||
|
Home
Startseite
FAQs Links Impressum Kontakt Artikel Archiv Angel-Praxis Barsch-Angeln Hecht-Angeln Rapfen-Angeln Zander-Angeln Meeres-Angeln Andere Räuber Hot-Spot Gewässer Tipps und Tricks Tackle-Tipps Echolot-Tipps Fangberichte News Fischküche Bastel-Tipps Foto-Galerien Fisch-Parade Beweisfotos Schniepel-Gala Natur pur Angel-Action Fun and Fakes Eigenbauten Inter-Action Foren Barsch-Alarm-Quizz Bericht übermitteln Barsch-Alarm-Club Anmeldung Passwort vergessen? Userübersicht Boardregeln AGBs Werbung
|
Pimp your Rod - über das Ausbalancieren von Angelruten
Was sich im Angelladen noch sehr leicht anfühlt, führt in der Praxis dann zu steifen Schultern, lahmen Armen, Sehnenreizungen und bei Hardcoreanglern auch schon mal zu Schleimbeutelentzündungen. In diesem Falle gilt: Mehr (Gewicht) ist weniger (Belastung). Konkret: Mit einigen Gramm extra, die man hinten am Griffteil anbringt, kann man der Belastung entgegenwirken. Doch es gibt noch elegantere Methoden, Ruten sauber auszubalancieren. Balanceakt Über all dem hier Geschriebenen steht die Frage: Wie findet man denn eigentlich heraus, ob eine Rute kopflastig ist? Das geht ganz einfach: Nachdem man die Hand um die Rolle hat, ist dort auch der Punkt, an dem man die Ausgewogenheit auf die Probe stellen muss. Zunächst einmal schraubt man also die für die Rute vorgesehene Rolle an. Dann legt man die Rute auf den Zeigefinger einer Hand. Und zwar aufs Ende des vorderen Rollenfußes.
Kippt die Rute nun nach vorne (also mit dem Spitzenring Richtung Boden), so ist die Rute kopflastig.
Kippt sie nach hinten, ist sie auch nicht ausgewogen. Dieses Problem lässt sich mit einer kleineren Rolle lösen, ist aber weit weniger lästig als das Nachvornekippen. Manche Angler bevorzugen sogar eine hecklastige Rute, um ihren Anhieben noch mehr Wumms zu verleihen. Richtig ausbalanciert ist das Gespann aus Rute und Rolle nur, wenn die Kombi auf dem Zeigefinger parallel zum (ebenen) Boden in der Luft steht.
Wem etwas am ermüdungsfreien Angeln liegt, der sollte also bemüht sein, den Schwebezustand herzustellen. Dazu gibt es mehrere Wege. Die einfachste Lösung, eine kopflastige Rute wieder auszubalancieren, ist, sich eine größere Rolle als nötig anzuschrauben. Das sieht dann aber erstens seltsam aus und zweitens wiegt das Komplettpaket dann wirklich mehr als nötig. Wie man dem Problem am effektivsten begegnet, habe ich den Berliner Ruten-Doktor Peter Reissig gefragt. Er hat verschiedene Lösungsansätze parat:
Die einfachste Lösung ist, die Rute ganz hinten am Griffteil zusätzlich zu beschweren. Denn je weiter hinten man ein Gewicht an der Rute anbringt, desto weniger Gewicht braucht man. Als Beschwerungsmaterial kommt handelsübliches Wickelblei zum Einsatz, dass man einfach um den Blank wickelt und dann mit Paket- oder Tennisschlägergriffband ummantelt. Alternativ tut es auch Bleidraht.
Diese Lösung ist nicht nur schnell, sondern mit einem Materialaufwand von ca. 2 Euro auch sehr preiswert.
Viel eleganter ist es, die Abschlusskappe abzuziehen (mit einem Fön erhitzen) und den Innendurchmesser des Blanks zu ermitteln.
Dann nimmt man sich ein Stück Edelstahlrohr und sägt dies auf die richtige Länge mit dem richtigen Gewicht zurecht. Das benötigte Gewicht ermittelt man vorher, indem man verschieden schwere Bleistücke provisorisch mit Tesafilm am Griffende befestigt, bis die Rute perfekt ausbalanciert ist. Dann wird das Edelstahlstück mit Klebeband ummantelt, bis es genau so dick ist, dass es in den Blank passt und nicht mehr rutscht und dann mit Zweikomponentenkleber eingeklebt.
Am Ende des Prozesses wird das Griffende wieder mit der Abschlusskappe versiegelt.
Edelstahl ist übrigens besser als Blei, da es nicht korrodiert. Das realsisiert der Ruten-Doktor für ca. 15 Euro.
Noch einen Hauch edler ist es, wenn man die Abschlusskappe einfach austauscht. Normalerweise sind diese aus Aluminium. Edelstahl wiegt einige Gramm mehr.
Und genau diese Differenz macht den entscheidenden Unterschied. Wenn Euer Rutendoktor gute Connections zu einem Drechsler hat, wird er in der Lage sein, Euch für ca. 25 Euro eine solche Kappe anfertigen zu lassen und auf die Rute zu setzen. Das waren jetzt alles drei Lösungsansätze, die unser Rutendoktor zwar durchgehen lässt, die ihm aber nicht wirklich als Ideallösung vorschweben. Denn alle drei Methoden der Gleichgewichtsherstellung haben eins gemeinsam: Der Blank wird zusätzlich mit Gewicht beladen. Resultat: Aus dem eigentlich sehr leichten Rütchen wird ein etwas schwereres. Doch gibt es eine Methode, die die Rute auch ohne zusätzlichen Ballast ausbalanciert:
Dieser Lösungsansatz basiert darauf, die Rolle einfach etwas weiter Richtung Führungsring zu verschieben. Dazu muss man die Rute zwar auseinander nehmen, hat dann aber ein wirklich perfektes Ergebnis in der Hand. Bei einigen Ruten ist der Rollenhalter so angebracht, dass man die Halterung von vorne zuschraubt.
Wenn man den Führungsring und den Kork abmacht, kann man diese Rollenhalter einfach umdrehen bzw. einen anderen Halter anschrauben. So verlagert man den Schwerpunkt einige Zentimeter weiter nach vorne und fördert ein ausgewogenes Angeln.
Kostenpunkt: ca. 30 Euro Wenn der Rutenhalter, wie bei den meisten Ruten, so sitzt, dass man von hinten nach vorne schraubt, empfiehlt der Ruten-Doc, den Rutenhalter ebenfalls abzubauen, um dann das Griffteil mit einem zusätzlichen Korkstück um einige Zentimeter zu verlängern. So schiebt man den Rutenhalter ein Stück in Richtung Führungsring und der längere Griff tariert das ursprüngliche Übergewicht am Kopf der Rute aus. Mit einem Preis von ca. 35 Euro sicher keine Billiglösung, aber gerade den Intensivanglern unter uns sollte das ermüdungs- und schmerzfreie dieses kleine Investment wert sein. Wenn Ihr selber Lust auf eine sauber austarierte Rute habt, Euch die Operation aber nicht so recht zutraut, hilft Euch der Berliner Ruten-Doktor Peter Reissig. Ihr erreicht ihn unter 30/76769499 oder 0179/1376558 bzw. über Rods World (Alboinstr. 22, 12103 Berlin). Übrigens taroert der Peter nicht nur Ruten aus, sondern fertigt Euch auch Unikate und repariert so ziemlich alles, was Ihr ihm in seine Praxis bringt. Geschrieben von dietel Samstag, 18 Februar 2006 (07:37:56)
Re: Pimp your Rod - über das Ausbalancieren von Angelruten
... die einfachste Lösung wäre, wenn sich die Hersteller endlich alle dazu durchringen würden, nur Rollenhalter mit 2! Schrauben zu verbauen bzw Gewichtsscheiben mit schraubbaren Endstücken Standard würden von CatchAndReleaseIt am Samstag, 18 Februar 2006 (09:50:58) (Benutzerinfo | PN senden)
Re: Pimp your Rod - über das Ausbalancieren von Angelruten
schöner text... die geschichte kenn ich irgendwoher von nordenrockt am Samstag, 18 Februar 2006 (17:08:27) (Benutzerinfo | PN senden) bekomm ich bei allen ruten die endkappe mitm fön ab?
Re: Pimp your Rod - über das Ausbalancieren von Angelruten
Ja catch & release genauso ist es... (hab ich nicht irgendwo schon soche Ruten gesehen?) von Profiblanker am Sonntag, 19 Februar 2006 (12:49:05) (Benutzerinfo | PN senden) Sind die ashuras nicht so aufgebaut?
Re: Pimp your Rod - über das Ausbalancieren von Angelruten
sehr interessante lösungsansätze!von sepp am Sonntag, 19 Februar 2006 (20:55:19) (Benutzerinfo | PN senden) wäre es nicht sinnvoll, die rute hecklastig auszutarieren um das ködergewicht zu berücksichtigen?
Re: Pimp your Rod - über das Ausbalancieren von Angelruten
Hallo Leute,von xxtopgunxx am Montag, 20 Februar 2006 (08:50:04) (Benutzerinfo | PN senden) ihr must euch das mal ansehn !!!! www.cjw-hengels.nl Mfg, Marco
Re: Pimp your Rod - über das Ausbalancieren von Angelruten
Ja der Rutendoktor versteht sein Handwerk vom Feinsten! von WoodyX6 am Montag, 20 Februar 2006 (10:22:23) (Benutzerinfo | PN senden)
Re: Pimp your Rod - über das Ausbalancieren von Angelruten
Hi,von dietmar am Donnerstag, 02 März 2006 (19:10:30) (Benutzerinfo | PN senden) ich bin eigentlich kein Freund von zusätzlichem Gewicht an der Rute auch wenn dies zu einer besseren Balance führen sollte. Nicht nur das Gewicht der Rute erhöht sich, sondern auch ihre Trägheit nimmt zu. Den Rollenhalter zu versetzen ist in meinen Augen auch keine Lösung, da mir die meisten Griffe unter dem Rollenhalter sowieso zu lang sind. Da lebe ich lieber mit etwas Kopflastigkeit. Petri, Dietmar
Re: Pimp your Rod - über das Ausbalancieren von Angelruten
Ich persönlich würde nie meine Rute extra beschweren wennn die Rute Kopflastig ist liegt sie wenigstens schön am Elbogen an von Maier am Sonntag, 28 Dezember 2008 (17:25:40) (Benutzerinfo | PN senden) das Gewicht Sorgt nur Darür das man Schneller ermüdet
Re: Pimp your Rod - über das Ausbalancieren von Angelruten
Ich hab es auch mal versucht eine Rute so zu pimpen, es hat mir nicht gefallen und ich habe schnell wieder die Rute in den alten Stand zurück versetzt. von canislupo am Donnerstag, 17 Februar 2011 (10:15:58) (Benutzerinfo | PN senden) |
Verwandte Links
• Mehr zu diesem Thema Eigenbau
Die meistgelesenen Nachricht zu diesem Thema Eigenbau: Kleine Wobbler selber hergestellt Info
Benutzer: Neuester: mas_de_la_punta Heute neu: 0 Gestern neu: 4 Gesamt: 11597 Anwesend: Benutzer: 2 Besucher: 2 Bots / Spider: 0 BA-Crew online:Keine Moderatoren online Forolot
Die letzten 20 Einträge: |