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Im Forellenfieber
Endlich vor Ort muss ich feststellen dass ich die Spinnerbox zu Hause vergessen habe. Am Vatertag hat kein Angelladen auf, deshalb muss ich wohl oder übel auf meine Wobbler setzen. DAS FÄNGT JA SCHON GUT AN! Schnell den Angelerlaubnisschein studiert: Achtung, nur ein Drilling erlaubt! Also mit viel Geduld von den entsprechenden Wobblern die Drillinge aus den Sprengringen gefummelt, dann die 1.80 Mitchell Top Spin WG 5gramm zusammengesteckt und ab zum Wasser. Dort angekommen ist meine Freude groß, denn vor mir windet sich ein uriger naturbelassener Bach. Es dauert keine 15 Minuten und ich kann die erste 27er Bachforelle mit dem Illex Tiny Fry überlisten.
Im Laufe des Nachmittags fange ich etliche Bachforellen mit dem Illex dem Rapala Floating und den Salmo Hornet.
Leider hat keine einzige das geforderte Mindestmaß von 30 cm. Mein Freund und Führer Hartmut (kein Angler) meint dann gegen 18:30 Uhr jetzt müssen wir nach Hause, es gibt Abendbrot. Passt mir zwar nicht, aber ich bin ja eingeladen, und vielleicht geht später noch was. Kurz vor 20:00 Uhr sind wir wieder am Bach, und ich beangele intensiv mit dem Illex einen Gumpen.
Gleich beim ersten Wurf verfehlt eine große Regenbogenforelle den Illex. Alle nachfolgenden Versuche die Forelle für meinen Köder zu begeistern scheitern, einzig eine 26er Bafo geht auf meinen 40mm Hornet. Die Bilanz des halben Angeltags sind 7 Bachforellen zwischen 21 und 27 cm und 4 Aussteiger. Da für mich es sich um ein fremden Gewässer handelt, und Hartmut vom Angeln keine Ahnung hat, und mir keine Tipps geben konnte, ich seltenst die Möglichkeit habe auf Forellen zu angeln und das Wetter es gut mit uns meinte bin ich sehr zufrieden. Am Freitag sind Hartmut und ich um 05:30 Uhr am Bach. Es regnet etwas und die Wiesen sind feucht. Wiederum kann ich einige Bafos überlisten, aber keine hat die 30cm. Aber wir entdecken einen urigen Gewässerabschnitt der große Forellen beherbergen sollte.
Dummerweise habe ich die Wathosen bei Hartmuts Haus gelassen. So versuche ich den Illex vom Ufer aus den Forellen zu präsentieren. Dieser wird natürlich sofort aus der Strömung ins seichte Wasser gedrückt. Trotzdem er nur kurz den „Hotspot“ durchquert, spüre ich einen heftigen Biss ! Fehlanzeige, wieder ein Aussteiger! Aber die großen sind doch da, heißt die Botschaft! Um 10:00 brechen wir ab, Hartmut ist pitschnass und hat Hunger. Nach dem Mittagessen ziehen wir wieder los. Ich habe jetzt die Wathosen an, ich will nochmals intensiv den urigen Bachabschnitt gezielt beangeln. Gegen 17:00 macht dann das hiesige Angelgeschäft auf. Dort will ich mich dann mit Spinnern eindecken.
Ich kann es gar nicht glauben, den habe ich doch zu Hause, um damit auf Zander im Altrhein zu angeln! Also schnell gekauft, aus dem Kofferraum meine gute alte 2.40 Sportex Topas Spin geholt und ab zu der urigen Stelle. Ach ja, welchen Drilling entferne ich, der hiesige nette Angelladenbesitzer empfahl mir den hinteren Drilling zu entfernen. Ich bin zwar nicht davon überzeugt, aber ich mache es. Endlich wieder im Bach. Der Bullhead läuft tatsächlich super! Mann kann ihn sogar stromauf werfen und einholen. Deutlich spüre ich die Bodenberührungen, aber jeder Hänger löst sich sehr leicht. Plötzlich spüre ich einen Biss, Wahnsinn keine 15 Minuten mit dem Bullhead geangelt! Ich kann überhaupt nicht agieren, der Fisch bestimmt die Marschrichtung. Er schießt auf mich zu, durchbricht die Wasseroberfläche und weg war er!!!! Hartmut und ich können es nicht glauben, diese Forelle hatte ca. 45 cm. ES FUNKTIONIERT. Obwohl ich die Forelle verloren hatte, war ich in diesem Moment der glücklichste Mensch im Umkreis von 100 Km. Jetzt gilts, ein Blick zu Hartmut, wie lang hält er noch durch? Im nächsten Gumpen spüre ich einen Zupfer, ah ha keine Eintagsfliege. Kurz darauf wiederum ein sehr heftiger Biss auf den Salmo, der Fisch nimmt Schnur von der Shimano, und wieder weg…..
Hartmut fängt an zu meckern, kein Wunder, hat er doch schon wieder nasse Füße und muss meine Utensilien schleppen. Ich muss also einen Kompromiss vorschlagen. Wir einigen uns darauf dass ich noch die letzten 100 m bis zur Vereinsabschnittsgrenze beangele. Verwundert stelle ich fest dass ich mit dem Bullhead nicht nur im Tiefen angeln kann, es funktioniert auch im seichten Wasser. So. Die letzte Angelmöglichkeit, an einer engen Stelle liegt ein Baumstamm quer, ein Fliegenfischer hatte am Morgen hier eine 30cm Regenbogenforelle gefangen. Und tatsächlich wieder beißt eine Forelle auf den Bullhead, aber auch diese kann ich nicht landen. Dann ist für uns Feierabend, Hartmut erklärt mich für total verrückt, ich bin etwas traurig, denn ne Stunde Angeln wäre bestimmt noch möglich gewesen. Aber es war ein ganz toller Angelkurzurlaub. Nach den 7 vom Donnerstag konnte ich nochmals 9 Bafos am Freitag (alle unter 30cm) fangen. Noch ein Tag, da bin ich mir sicher, und ich hätte ne große mit dem Bullhead erwischt. Vielleicht hätte ich den Drilling hinten dran lassen sollen?! Muss ich halt das nächste mal probieren, und das nächste mal wird sehr bald sein ! Ach ja: Hartmut ist froh, den Angelverrückten erstmal wieder los zu sein. Geschrieben von clausborn Dienstag, 10 Mai 2005 (19:14:05)
also wenn jetzt nicht langsam das zanderfieber ausbräche...
hättest mich direkt infiziert von dietel am Dienstag, 10 Mai 2005 (19:19:19) (Benutzerinfo | PN senden) danke für den report , claus! und danke auch an hartmut. das ist mal wirklich gastfreundlich gewesen
schöne bilder und schöner artikel claus! hartmut kann man das nicht übel nehmen
Hey, klingt doch stark! Ich habe auch schon tolle Fänge mit Wobblern gemacht. Neben den bereits erwähnten muss ich Dir/Euch unbedingt die 4cmFloating Bachforellenwobbler von Jaxon empfehlen. Die sind günstig und schwimmen super. Bei uns ist ja Pflicht, die Widerhaken abzudrücken. Bei soviel Untermassigen fände ich das auch gut. Eine andere Möglichkeit ist, den Drilling gegen Einzelhaken auszuwechseln. Zur Frage betr. welchen Drilling entfernen: Ich würde mich auch für den hinteren entscheiden, sofern der Wobbler ohne ihn noch läuft. Die Gefahr des Aushebelns ist zwar grösser, aber der Fisch verletzt sich so weniger. Habe häufig beobachtet, dass Forellen den vorderen Drilling im Mund hatten, und der Hintere im Drill in den Kopf eindrang: Denke, dass die Fische ihre Beute häufig seitlich attackieren... Schöne Fotos! Bachforellen sind einfach wunderschöne Tiere... Gruss, Fishadelic
wenn die forellen auch n büschn lütt – liest sich, als hättest ne menge spaß gehabt. guter bericht, schöne bilder – mehr!
super sache. hast es trotz eingeschränktem tackle geschafft die forellen zu überlisten. der hartmut sollte aber schnell mal den fischereischein machen.
Re: Im Forellenfieber
Schöner Artikel!von Raeuberschreck am Mittwoch, 11 Mai 2005 (10:21:51) (Benutzerinfo | PN senden) Ich würde mal versuchen, einen zweiten Sprengring am Drilling zu montieren. Dann hebeln sich deutlich weniger Forellen im Drill aus. Klappt bei Blinkern jedenfalls wunderbar. Gruß Andreas
Na wie soll man das denn nennen wenn nicht gerade freundschaft? Wird wohl ein super Wochenende gewesen sein, so muss ein Vatertag aussehen. Du solltest deinen Freund mal ein paar schöne Fische zu kommen lassen, am besten Forellen aus dem Rauch. Habe die Erfahrung gesammelt das man mit einer weicheren Rute und Schnur mit mehr Dehnung weniger Aussteiger hat Gruß Thomas
Re: Im Forellenfieber
Schön geschrieben.von Barschhunter am Mittwoch, 11 Mai 2005 (19:26:06) (Benutzerinfo | PN senden) Ich angle auch gern auf Forelle und war über Vatertag auch an einem für mich unbekannten Gewässer (Fichtelnaab). Mich hatts Forellenfieber auch gepackt!!! gruß
geiler bericht und tolle fotos mit den forellen im gras. kommt gut. den salmo bullhead habe ich auch. der rennt wie ne sau. der til hat mir mal gesagt, dass das der forellen-killer schlechthin ist. wenn ich an deiner stelle gewesen wäre, so mitten allein im wald, ganz ehrlich - mir wäre die drillinge aber sowas von egal .... an der ppen kannste dann alles dran lassen .... *g*
Hab früher intensiv solche Bäche beangelt und bin mir sicher das Wobbler um Klassen besser sind als jeder Spinner. Hab schon auf 2 teilige 12 cm Wobbler gefangen (z.T. untermassige!). Mal von der höheren und "kapitaleren" bissfrequenz ist die Hängerqoute (zumindest beim Stromab fischen) extrem reduziert, zum anderen kann man unterspülte Ufer etc. viel besser durch abtreibenlassen der Wobbler befischen. Bullhead und Hornet sind schonmal nicht schlecht aber der überlegene Wobbler für solche Bäche ist der Salmo Minnow. altenativ-meiner Meinung nach nich ganz so gut- die Colonel Forellenimitationen... Und Respekt an Hartmut,muss wircklich nen guter Freund sein...
Re: Im Forellenfieber
die Mitchell ist optimal für dn Bach hatte auch schon tolle erfolge mit ihr.man darf die BaFos nicht so hart drillen. aba echt geiler Artickel und Bilder. von Bachangler am Sonntag, 12 November 2006 (18:49:24) (Benutzerinfo | PN senden)
Re: Im Forellenfieber
ich liebe forrelen sind einfach geil zu angeln von forellenjoe am Sonntag, 15 April 2007 (11:10:13) (Benutzerinfo | PN senden) blos komm ich zu selten dazu
Re: Im Forellenfieber
Wunderschönes Gewässer! von wishbone am Sonntag, 25 November 2007 (18:05:34) (Benutzerinfo | PN senden)
Re: Im Forellenfieber
Alle Achtung unter den Umständen nen paar Forellen zu fangen is schwer.von TroutCätcherrr am Dienstag, 30 Dezember 2008 (21:51:29) (Benutzerinfo | PN senden) Fürs nächste ma hab ich nen Tipp für dich,werf den schimmenden Woobler mit der Strömung un lass ihn dann bei geöffnetem Rollenbügel den Bach heruntertreiben. Wenn du an deinem HotSpot mit dem Wobbler dann vorbei bist schließt du den Bügel und kurbelst ein. Mit der Technik bleibst du auf Distanz zum HotSpot und die Forellen schöpfen keinen Verdacht P.S brauchst halt event. ne längere Rute (2.40m-2.70m) mit ner entsprechende Rolle. |
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