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Interview mit Dirk Brichzi, HOOK-Magazin
Seit kurzem gibt es nun ein neues Online-Magazin aus Hamburg mit ihrer Erstausgabe im Netz: HOOK. Es ist unübersehbar, dass die Macher von HOOK einiges anders machen wollen als die etablierten Fach- und die meisten Online-Publikationen. Das Layout und die Bildsprache fallen sofort ins Auge; auch inhaltlich bewegen sich die Artikel meist außerhalb der von Angelmagazinen üblicherweise betretenen Pfade. Ich möchte Genaueres erfahren und hören, ob mein erster wohl Eindruck stimmt. Mal sehen, was – auch wer – hinter dem Projekt HOOK steckt. Dirk Brichzi, der Chefredakteur, stellt sich meinen Fragen und plaudert hoffentlich ein wenig aus dem Nähkästchen. Warum muss es jetzt mit HOOK ein weiteres Magazin für Angler geben? Gibt es nicht schon genug Publikationen für uns Sportfischer?
Wenn sie das bieten würden, wären wir nicht auf die HOOK-Idee gekommen. „Fisch&Fang“ und die anderen Publikationen haben auch alle ihre Berechtigung, wenn man wissen will, wie man wo und wann und womit den größten Fisch fängt. Es gibt aber auch genug Angler, die anders denken und bei denen mehr das Essentielle, das Ursprüngliche unserer aller Leidenschaft im Mittelpunkt steht. Es geht sowohl bei HOOK als auch bei den anderen um Angeln, aber wir bieten eine völlig neue Sichtweise. Viele dachten ja auch immer, Fußballberichterstattung hört bei Kicker und Sportbild auf – bis 11 Freunde kam.
Da wir ein Online-Magazin sind, sollte unsere Zielgruppe schon einen Internetanschluss besitzen. Zur Not einfach mal beim Kumpel vorbeischauen, der einen hat ... Aber im Ernst: Jeder, für den Angeln weit mehr ist als Fische fangen, wird Spaß an der Lektüre von HOOK haben. Das können und wollen wir jetzt nicht alterstechnisch oder gar gehaltstechnisch („Unsere Leser haben ein überdurchschnittlich hohes Einkommen“) eingrenzen. Wer sind die Leute hinter den Kulissen, die Macher von HOOK? Alles begeisterte Angler? Und umgekehrt, von drinnen nach draußen? Wird ein feuilletonistischer Artikel über Sprengringzangen von einem Vollblutangler nicht doch eher mit einem Schulterzucken kommentiert werden? Ist ein solcher Artikel nicht vielmehr als ‚Angel-Kuriosität’ an den interessierten aber nichtangelnden Leser gerichtet? Anders gefragt: Reicht einem ‚richtigen Angler’ diese Mischung aus Feuilleton und Imagestrecken? Soll er halt wieder ergänzend eines der etablierten Magazine kaufen, wenn’s um konkrete Technikfragen geht? Ich glaube nicht, dass wir nur aus Feuilleton und Fotostrecken bestehen, dazu muss man sich nur mal die Hechtgeschichte oder die Neuseeland-Story in unserer ersten Ausgabe anschauen. Aber ein paar Nichtangler, die sich dank unseres Magazins plötzlich fürs Angeln interessieren, können ja auch nicht schaden. Und zur letzten Frage: Braucht ein Vollblutangler wirklich die etablierten Magazine, wenn es ihm um konkrete Technikfragen geht? Oder schaut er sich in diesem Fall nicht lieber auf Seiten wie Barsch-Alarm um? An der ersten Ausgabe von HOOK fällt unter anderem auf, dass es keine Anzeigen und keine redaktionelle Werbung gibt. Das Online-Format ist kostenlos abzurufen – wie wollt ihr HOOK auf Dauer finanzieren? Schließlich müssen Büroräume, der Webspace, die Artikel- und Bildhonorare, Layouter, Programmierer und einiges mehr bezahlt werden. Und zumindest einen Beitrag zum Lebensunterhalt wollen die Herausgeber ja dann doch auch erzielen … Es mag sich etwas idealistisch anhören, aber zum Anfang war die Idee, dann haben wir uns gesagt: „Das machen wir jetzt einfach“. Geld war da nie ein Thema. Jedenfalls wird HOOK bestimmt nicht zur Werbebroschüre verkommen oder irgendwann plötzlich fünf Euro pro Ausgabe kosten. Wir prüfen derzeit einige Modelle der Finanzierung, können dazu aber noch nichts sagen.
Man mag es kaum glauben, aber auch die 11Freunde standen trotz ihres tollen Konzeptes vor ein paar Jahren kurz vor dem Aus. Wir wollten uns klar von den anderen Magazinen absetzen, die Kosten gering halten und vor allem auch soviel Unabhängigkeit wie möglich wahren. Deshalb gibt es HOOK nur online. Eine Printausgabe ist derzeit nicht geplant. Wenn HOOK ausschließlich als Online-Angebot bestehen soll, vermute ich, dass ihr weitere Online-Möglichkeiten ausschöpfen werdet. Einen Blog habt ihr mittlerweile auch eingerichtet, worauf können wir uns noch freuen? Wie häufig soll HOOK in Zukunft erscheinen? Das Magazin wird alle sechs Wochen erscheinen, wer sich die Termine nicht merken kann, sollte sich einfach in den Newsletter eintragen ... Auf jeden Fall werden wir in Zukunft vermehrt auf onlinespezifische Inhalte setzen, der Blog ist da nur der Anfang ¬und steckt auch noch in den Kinderschuhen. Ich will da auch noch nicht zu viel verraten. Aber wir haben noch viel vor und packen eins nach dem anderen an!
Geschrieben von angeliter Mittwoch, 16 Dezember 2009 (09:50:35)
Re: Interview mit Dirk Brichzi, HOOK-Magazin
Sehr interessantes Interview zu einem ebenfalls sehr interessanten Magazin. Auf jeden Fall eine Bereicherung der Medienlandschaft! von Wolf am Mittwoch, 16 Dezember 2009 (10:30:47) (Benutzerinfo | PN senden)
hallo dirk, ich find euer magazin vom layout und den fotos her richtig stark - womöglich mit das schönste, was uns anglern angeboten wird. mit den texten hab ich mich jetzt noch nicht so intensiv auseinander gesetzt, so dass ich zu den inhalten noch gar keine richtige meinung habe. aber schon allein der aufmachung halber seid ihr - wie wolf schon schrieb - wirklich eine bereicherung der angelmedienlandschaft. dass die angelmagazine nun überflüssig geworden sind, weil es online-portale gibt, auf denen man sich umfassender und vor allem spezifischer informieren kann, glaube ich gar nicht mal so. so ein magazin zum indiehandnehmen hat auch was. und eigentlich findet man ja auch als spezialist in fast jeder ausgabe was, was einem nen denkanstoß gibt. ich wünsche euch jedenfalls viel erfolg auch beim finanzieren des projekts. schätze, dass es nicht so einfach werden wird, werbekunden aus der angelgeräteindustrie zu gewinnen. bin gespannt, wie ihr das löst...
Re: Interview mit Dirk Brichzi, HOOK-Magazin
Das Magazin ist sehr schön gemacht, eine Printausgabe von Gufihannes am Mittwoch, 16 Dezember 2009 (11:20:54) (Benutzerinfo | PN senden) wäre jedoch noch das Tüpfelchen auf dem i.
Re: Interview mit Dirk Brichzi, HOOK-Magazin
Schöne Sache! Macht auf jeden Fall was her das Magazin. Insbesondere die Fotostrecke vom Angeln auf Gotland find ich gelungen.von Setjuk am Mittwoch, 16 Dezember 2009 (16:48:10) (Benutzerinfo | PN senden) @ Dirk: Du bist nicht zufällig Degenfechter und bist mal auf Tunieren in Westfalen/Rheinland gestartet oder? Könnte schwören Dich schonmal auf einem Turnier getroffen zu haben! Ich glaub die Welt ist klein
Re: Interview mit Dirk Brichzi, HOOK-Magazin
@Setjuk: Das mit dem Degenfechten ist schon gut möglich. Ist ja neben Angeln eine der tollsten Dinge, die man so im Leben machen kann. Wenn Du jetzt allerdings behauptest, Du hättest mich damals öfter geschlagen, dann muss das doch ein anderer Dirk gewesen sein... von schofieldkid am Donnerstag, 17 Dezember 2009 (09:24:46) (Benutzerinfo | PN senden)
Re: Interview mit Dirk Brichzi, HOOK-Magazin
Sieht aus wie www.thisisfly.com ....also echt nicht schlecht!von Raubmade am Donnerstag, 17 Dezember 2009 (09:51:30) (Benutzerinfo | PN senden) Hab's aber bisher nur mal gaaaanz kurz durchgeblättert. |
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